Am Anfang war das Feuer

Grillabende sind gerade in lauen Sommernächten sehr beliebt, das Grillen ist eine der weltweit beliebtesten sozialen Freizeitformen. Und für viele ist es auch weit mehr, als nur Grillgut auf einen heißen Rost zu knallen.

 

Natürlich kann man aus der einfachsten Sache der Welt auch eine Wissenschaft machen. Aber gerade das Essen sollte weitaus mehr als nur ein schnöder Erhaltungstrieb sein – Essen ist Genuss, den man zelebriert, und zwar vom Einkauf über die Zubereitung bis hin zum Verzehr im sozialen Gefüge. Im Mittelpunkt sollte dabei natürlich immer die Qualität und die Gesundheit stehen – und man glaubt es kaum: Mit dem richtigen Wissen und den richtigen Zutaten ist das Grillen nicht nur eine der schmackhaftesten, sondern auch eine der einfachsten und gesündesten Möglichkeiten, für das leibliche Wohl zu sorgen, wie wir in der Weber-Dependance Grillothek in Klosterneuburg erfuhren. Es geht um die Wurst! Aber nicht nur. Am Grill treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander, Grillen ist Passion, Sport, die archaische Lust am Brutzeln. Ganz gleich, welchen Griller, welches Grillgut man verwendet: Schmecken muss es, ohne Pleiten, Pech und Pannen. Und wie jedes Stück Fleisch, Fisch oder Gemüse (tatsächlich gibt es nichts, das man nicht grillen kann) seine besonderen Eigenschaften hat, hat auch jeder Griller – Elektro, Gas und Holzkohle – seine Pros und Cons.

Artikelnummer(n): DE-52160079; AT-52160079; CH-52160094; EE-5216Elektrogrill
Sein größter Vorteil ist zugleich seine Schwäche: Beim Elektrogrill hält sich die Rauchentwicklung in Grenzen, weswegen er wenig „Geruchsbelästigung“ erzeugt. Daher ist er selbst am Balkon im Gemeindebau toleriert, lässt aber die „richtige Grillstimmung“ missen. Ein weiterer Vorteil: Es ist durch den Wegfall von Kohle/Briketts oder Gaskartuschen trotz der Strompreise die billigste Art, zu grillen.

Artikelnummer(n): DE-46010679; AT-46010679; CH-220194;Gasgrill
Der Gasgrill hat sich in Amerika, dem Land des BBQ-XXXXL, unter Grillprofis einen beachtlichen Marktanteil von rund 30 Prozent erobert. Die mit Flüssiggas betriebenen Geräte haben ein Herz für knurrende Mägen, denn die Anheizzeit ist im Gegensatz zum Holzkohlegrill erfreulich kurz. Hinzu kommt eine leicht regelbare Temperatur. Auch die Asche- und Rauchentwicklung ist weniger intensiv, daher: leichte Reinigung. Technische Finessen machen Gasgrills der gehobenen Preis- und Qualitätsklasse zu mobilen – aber doch etwas sperrigen – Mini-Küchen, die eine unglaubliche Vielfalt an Zusatzfunktionen bieten. Aber solch ein Luxus hat natürlich seinen Preis. Dafür ist das Grillaroma beinahe so ausgeprägt, wie beim archaischen Holzkohlegrill.

Artikelnummer(n): 1381904;Holzkohlegrill
Er ist der Inbegriff des zünftigen Grillvergnügens. Der Holzkohlegrill hat etwas Unverfälschtes, er glüht, raucht, qualmt und braucht „maskulines Handwerk“, bis das Grillgut auf den Teller kommen kann. Er ist definitiv nichts für Ungeduldige – doch genau diese Eigenschaften gehören für echte Fans zum wahren Grillerlebnis. Grillen über Kohle vermittelt nach wie vor das Gefühl der authentischen Nahrungszubereitung. Wie im Wilden Westen eben. The Good, the Bad, the Ugly.

 

 

Was ist …?

Direktes Grillen

„Direktes Grillen“ heißt, dass das Grillgut direkt über der Hitzequelle platziert wird. Für das schnelle Zubereiten von Steak, Gemüsespießen o.ä. ist diese Methode bestens geeignet, die hohen Temperaturen (bis zu 270 Grad) führen zu einer Bildung einer schmackhaften Kruste. Eine besondere Art ist das Sizzeling – dabei wird das Fleischstück etwa eine Minute pro Seite bei etwa 800 Grad angegrillt, um danach bei moderater Hitze fertig gegrillt zu werden.

Indirektes Grillen

Großes Grillgut wie Braten oder ganzes Geflügel wird indirekt gegrillt. Dabei werden die Hitzequellen an den Rand des Grills verlegt, um zu verhindern, dass die direkte Hitze das Grillgut außen verbrennt, bevor es innen gar ist – analog zur „Umlufthitze“ (zwischen 130 und 220 Grad) des Backofens. Unterhalb des Grillguts kann eine Schale platziert werden, die herabtropfendes Fett auffängt und bei Zugabe von Wasser, Bier oder Wein und Gewürzen eine schmackhafte Soße abgibt. Eine besondere Art ist das Plankengrillen: Hierfür wird ein gewässertes und anschließend geöltes Holzbrett und dem Grillgut platziert – besonders für Fisch empfehlenswert.

Barbecue

In einem Barbecue-Smoker wird das Grillgut bei Niedrigtemperatur (90 bis 130 Grad) in heißem Rauch gegart.

Sollte man wissen!

Nehmen Sie das Grillgut etwa eine halbe Stunde, bevor Sie es grillen, aus dem Eiskasten, damit es sich akklimatisieren kann.

Tropfen Sie mariniertes Grillgut ab, bevor Sie es auf den Griller legen. Etwa fünf Minuten, bevor das Grillgut fertig ist, können Sie es mit der Marinade erneut bepinseln – insbesondere Marinaden mit Zucker oder Honig verbrennen schnell!

Heben Sie insbesondere Fleisch nicht mit einer Grillgabel, sondern mit einer Zange vom Grill – sonst verlieren Sie den köstlichen Fleischsaft! Insbesondere Steaks sollten Sie anschließend – eingewickelt in Alufolie – noch etwa fünf Minuten ruhen lassen.

Grillen Sie für eine optimale Wärmeentwicklung mit geschlossenem Deckel und widerstehen Sie der Versuchung, alle paar Minuten den Deckel hochzuheben!

Wenden Sie Fleisch – außer anders angegeben – nur einmal, achten sie auf die empfohlene Schnittdicke und sparen Sie hier nicht mit der Qualität! Der Metzger Ihres Vertrauens liefert nicht nur die beste Qualität, sondern berät Sie auch gekonnt!

 

(Titelbild: !ticket/Petra Albrecht, Produktfotos: Weber)

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