BASTIAN “THE VOICE” BAKER

Ein weiterer Junge mit der Gitarre! Der Schweizer verzaubert mit seiner Stimme und seinem Charme seine Fans und sitzt ganz nebenbei in der Jury von The Voice Of Belgium. Warum er noch keine Bodyguards braucht, One Direction aber schon – das und viel mehr erzählt er !ticket im Interview!

Dein Album “Tomorrow May Not Be Better” erscheint nun auch endlich in Österreich und Deutschland. Wie war der Prozess?

Bastian: Es war eine wirklich lange Reise. Die ersten Songs habe ich bereits mit 15 geschrieben. Ich habe immer weiter geschrieben und mir im Grunde keine Gedanken darüber gemacht, dass daraus jemals eine CD werden könnte. Als ich dann 19 war, hat alles so richtig begonnen. Das war alles so cool. Ich habe viele gute Erinnerungen an diese Aufnahme, viele super Musiker. Gegen Ende habe ich dann sogar begonnen, das Album selbst zu produzieren. 2011 war das Album schon in der Schweiz veröffentlicht. In Deutschland und Österreich erst jetzt. Wir sind ein Independet-Label, da ist das manchmal ein bisschen anders als bei den Großen (lacht).

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Du warst bei einigen großen Künstlern (Elton John, Bryan Adams, Johnny Hallyday und Mark Lanegan) Vorband. Wie fühlt sich das für dich an?

Bastian: Ich liebe es! Es sind Konzerte, die ohne Druck ablaufen, es weiß manchmal auch niemand, dass du kommst. Außerdem hat man so die Möglichkeit, neue Fans zu gewinnen. Die Menschen dort haben dich zwar noch nicht gern, aber das ist ja kein Drama (lacht). Wenn man sich die letzten drei Jahre ansieht, da habe ich wahrscheinlich mehr als 400 Konzerte gespielt. Wenn man dann zusätzlich auch noch Vorband sein darf, das hilft natürlich enorm. Es fühlt sich manchmal ein bisschen an wie ein Festival, wenn Menschen eigentlich für die Band danach da sind. Das Schöne ist, wenn man sie dennoch berühren kann, das ist so ein Bonus!

Wird man als Vorband genauso behandelt wie der Hauptact? Vor allem Backstage?

Bastian: Es sollte ja nicht so sein, dass man gleich behandelt wird. Das ist auch klar, weil oftmals der Hauptact von viel weiter her gekommen ist. Wenn ich Support mache, dann bin ich immer nur alleine mit meiner Gitarre unterwegs, ich brauche also kein großes Backstage-Aufkommen. Manchmal gibt es auch gar kein Backstage, manchmal trifft man den Hauptact, manchmal nicht. Das ist jedes Mal ein bisschen anders. Aber für mich ist Backstage gar nicht das Wichtigste, das Wichtigste ist, dass die Magie stimmt, wenn ich auf die Bühne gehe. Generell habe ich mich nie wie eine „Scheiß-Supportband“ gefühlt, ich nehme meinen Job sehr ernst und es macht immer sehr viel Spaß. Ich habe auch noch eine lustige Geschichte: Ich war einmal Vorband für eine große Schweizer Band, vor drei Jahren, und letztes Jahr waren sie dann meine Vorband. So kann es auch passieren und es passt wunderbar. Ich bin total gegen diese Ego-Mentalität bei Musikern, es müssen ja alle gemeinsam spielen, zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen.

Wie gehst du mit dem Starrummel um?

Bastian: Es ist alles sehr locker. In Frankreich, Belgien und der Schweiz erkennt man mich auf der Straße – im Kongo aber z.B. nicht! Und das sollte man sich auch immer im Hinterkopf behalten, damit man auf dem Boden bleibt. Ich bin immer sehr diskret, wenn ich entscheide, dass man mich nicht erkennt, erkennt man mich auch nicht. Diese Frage kommt ziemlich oft, aber es ist echt kein Ding für mich. Ich bin vielmehr glücklich, dass ich so große Konzerte vor so vielen Menschen geben kann.

"Tomorrow May Not Be Better" ist am 23. Mai 2014 erschienen.

“Tomorrow May Not Be Better” ist am 23. Mai 2014 erschienen.

An welchem Ort wolltest du schon immer ein Konzert spielen?

Bastian:Ich habe da keine besonderen Vorstellungen. Wenn man sich extrem freut, an einem Ort zu spielen, dann ist man oft fast ein bisschen enttäuscht. Zu hohe Erwartungen bringen oft Enttäuschungen. Manchmal erwartet man gar nichts und dann ist es plötzlich crazy. Generell spiele ich sehr gerne auf Festivals, wie z.B. dem Montreux Festival in der Schweiz, das liebe ich, ich habe Musik dort entdeckt. Ich bin daneben aufgewachsen.  Aber auch im kleinen Rahmen zu spielen, z.B. auf einer Aftershowparty in einer Bar, kann cool sein.

In welcher Konstellation trittst du auf?

Bastian: Ich habe verschiedenste Möglichkeiten aufzutreten. Entweder akustisch, also alleine mit der Gitarre, oder auch mit zwei weiteren Musikern (Schlagzeug und Keyboard). Es gibt auch die ganz große Besetzung mit allem Drum und Dran inklusive Backing-Singer. So spiele ich Konzerte als Hauptact, das ist wirklich top!

Welche Gegenstände wurden schon zu dir auf die Bühne geworfen?

Bastian: Ventilatoren, Unterhosen, Teddybären, Flaschen …  man muss immer aufpassen. Wenn du die Augen zu hast und auf den Kopf bekommst, dann ist das nicht so gut (lacht). Ich hebe mir viele Sachen zu Hause auf. Es ist unglaublich, wie viel Liebe meine Fans haben. Ich hoffe, sie werden nicht so unkontrolliert und bleiben wie sie sind! Ich kann noch immer ohne Probleme bei einem Konzert von der Bühne gehen und mit meinen Fans tanzen. Es gibt viel Respekt zwischen Publikum und mir.

Wie sieht es mit Bodyguards aus bei dir?

Bastian: Ich brauche zum Glück noch keine (lacht). Da habe ich eine lustige Geschichte: Als ich bei den MTV Awards auf der Toilette war, waren da auch zwei Mitglieder von One Direction, inklusive Securities. Als ich die Toilette verlassen habe, waren da draußen auf einmal 300 kreischende Fans, die von Bodyguards zurückgehalten wurden. Ich habe mich nur vor ihnen verbeugt und gesagt: „Dankeschön! Das ist sehr toll und lieb von euch.“ (lacht).

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