Der Arena-Beat

Na da ging es zu, vorigen Freitag, als die Beatsteaks bei gefühlten 50 und geschätzten 37 Grad in der Wiener Arena Open-Air die Bühne betraten und diese erst nach etlichen Zugaben wieder verließen.

Wir haben uns kurz vor dem Auftritt von Schmutzki, eine deutsche Punkrockband, die als Vorband auf die Bühne trat, mit Beatsteaks-Gitarrist Peter Baumann unterhalten und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens besprochen …. oder so ähnlich. Wirklich wichtig finden wir ja die neue Single der Beatsteaks. Ganz besonders gefällt uns ihr Name. Warum bloß? Ja, eben genau deshalb, duh!

Eure neue Single heißt Ticket … nervt es euch prinzipiell wenn ihr auf neue Alben, Singles angesprochen werdet bzw. darauf, warum sie so heißen?

Nein, das ist eine berechtigte Frage, ich kann sie halt so nicht beantworten. Das Wort war im Text schon drin. Wir haben natürlich auch an euer Magazin gedacht, aber das ist ja ohnehin klar!

Mit „23 Singles“ (Anm. Erscheint am 18. September bei Warner Music) wollten wir nicht so ein klassisches Best Of machen, sondern zeigen, dass wir auch weitermachen und uns nicht einfach nur abfeiern. Deshalb sind zwei neue Lieder drauf. Die haben wir übrigens hier in Wien mit Zebo, dem Produzenten von Bilderbuch gemacht.

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Also mögt ihr Wien?

Wir mögen Wien sowieso und jetzt noch viel mehr, weil wir jetzt auch mehr Leute kennen und eine musikalische Connection haben.

Wenn du einen Tag jemand anderer sein könntest, wer wärst du dann?

Ich wäre gerne Messi für einen Tag. Bei einem guten Spiel, das muss sich toll anfühlen!

Bist du Fußballfan?

Ja, ein bisschen. Jetzt nicht so mannschaftsmäßig, aber ich mag schöne Spiele … also Messi sein, ja. Oder ein Rennfahrer …

Formel 1?

Nein, Formel 1 ist glaub ich zu stressig, die haben viel zu tun. So Rallye kann ich mir gut vorstellen.

Welche schlechten Eigenschaften werden dir von deinen Bandkollegen nachgesagt? Gibt es da was?

Klar, hm. Gute Frage … sie haben sich schon so gut mit mir arrangiert (lacht). Dass ich alles bereden muss vielleicht. Ich bin einer, der Harmonie braucht und muss das dann alles aus der Welt schaffen und will immer wissen, warum der jetzt schlechte Laune hat. Manche wollen nicht darüber reden, ich will das aber dann wissen. Das kann unterm Strich dann manchmal unangenehm sein. Aber es hat ja jeder so sein Ding.

Würdest du sagen, dass Musiker sich vom Rest der Welt unterscheiden? Wenn ja, wie? Also pauschaliert gesagt …

Wir trauen uns vielleicht ein bisschen mehr. Ich würde mir aber ohne meine anderen fünf Kumpels das auch nicht trauen, ich trau mich das nur im Verbund sozusagen (lacht). Ansonsten sind wir ganz normale Bürger. Dass man es halt schafft, auf die Bühne zu gehen und jemandem was vorzuspielen … das kennt man ja aus der Schule … es ist wirklich nicht einfach, wenn man vor die Klasse treten muss und z.B. ein Gedicht aufsagen muss. Das Gefühl hab ich dann jedes Mal wenn ich auf die Bühne gehe (lacht).

Macht ihr auch viel Party oder ist das nicht mehr so drin?

Es ist auf jeden Fall ruhiger geworden. Klar feiern wir gerne und alles gut, aber natürlich ist das Konzert am nächsten Tag wichtiger als der Abend davor. Wenn wir frei haben feiern wir aber doch. Man wird älter und man muss sich fithalten durch Sport und so, auf sich achten. Also nur so Feierei geht nicht.

Euer Konzert heute ist ja bei ziemlich heißen Wetter, ich habe gehört, ihr wart jetzt ständig bei ziemlich heißen Bedingungen … ist das belastend?

Peter Baumann

Peter Baumann

Wir geben, soviel wir können. Wir waren gestern in Landshut und das waren gefühlte 60 Grad. Wir waren nach dem dritten Song klitschnass und es macht dann auch irgendwie Spaß. Man muss halt aufpassen, dass man nicht ohnmächtig wird (lacht), ansonsten versuchen wir genauso viel Druck erzeugen wie sonst und schauen, dass die Körperspannung nicht nachlässt sondern dass man weiterhin noch gute Musik machen kann.

 

Beim Konzert wurde zum Glück niemand ohnmächtig – vielleicht hat es im Publikum den einen oder anderen auf den Hintern gesetzt, als man von Sänger Arnim aufgefordert wurde sich auf den Boden zu hocken – das lag bestimmt an den Temperaturen!

Druck konnte auf jeden Fall erzeugt werden – es gab drei Zugaben, da war unter anderem der 8-sekündige-Hardcore-Hit „Barfrau“ dabei, oder auch Coverversionen von „So Lonely“ und „Sabotage“. Es hätte eigentlich ruhig noch weitergehen können, aber nun gut, irgendwann muss man ausruhen. Normale Menschen halt.

Nicht so die Beatsteaks – sie müssen wohl frei gehabt haben am nächsten Tag. Deshalb hat sich Arnim auch noch flugs in den Dreiraum in die Karaoke-Bash-Sauna geworfen und mit den topgestylten Spaßpiraten abgerockt. Wir ziehen unseren, deinen, egal welchen – den Hut auf jeden Fall!

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Fotos vom Nova Rock 2015, (c) !ticket/Patrick Pfirrmann

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