Bewegte Welten bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2018

2018 führt die Reise der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu bedeutenden Instrumentenbauern, außergewöhnlichen Künstlern, Göttern, Helden und legendären Komponisten. Tickets sind ab sofort auf oeticket.com erhältlich!

Musikalische Welten aus ganzen fünf Jahrhunderten werden bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik von 17. Juli – 27. August 2018 aufeinander zubewegt, miteinander in Beziehung gesetzt und neu entdeckt. Jacob Stainer steht im Konzertmittepunkt, der Starregisseur Jürgen Flimm inszeniert Saverio Mercadantes Didone.

Wo eine Opernwelt endet und eine neue beginnt

Die frühe venezianische, die in voller Blüte stehende neapolitanische Oper und deren großes Finale in der Romantik – ganze drei Opernwelten tun sich bei den Festwochen 2018 auf.
Mit Didone abbandonata von Saverio Mercadante präsentiert Intendant Alessandro De Marchi erstmals eine Oper aus dem 19. Jahrhundert auf der Festwochen-Bühne. Es ist die Zeit von Bellini, Rossini und Donizetti, mitten im Belcanto.

Erst im Originalklang kommen die musikalischen Ideen dieser italienischen Opernepoche zur Wirkung. Man hört wo eine Opernwelt aufhört und eine neue beginnt. (Alessandro De Marchi)

Für die Inszenierung zeichnet sich einer der renommiertesten Regisseure der Zeit und Intendant der Berliner Staatsoper Jürgen Flimm verantwortlich. Als Dido konnte die junge litauische Sopranistin Viktorija Miškūnaitė gewonnen werden, die schwierige Partie des Aeneas übernimmt in einer Hosenrolle die österreichische Mezzosopranistin Katrin Wundsam.

Die antike Dafne und Semele prägen das weitere Opernprogramm. La Semele o sia La richiesta fatale (“Semele oder Der verhängnisvolle Wunsch”) wird von Claudio Osele in einer halbszenischen Aufführung dirigiert. Drei herausragende Sängerinnen sind dabei zu erleben: Francesca Aspromonte, Roberta Invernizzi und Sonia Prina. Die Barockoper:Jung 2018 entführt schließlich in die Zeit der frühen venezianischen Oper: Gli amori d´Apollo e Dafne (“Die Liebe von Apollo und Dafne”) von Francesco Cavalli gilt als Meisterwerk des Genres. Die barocke Welt der Schatten, Träume und Dunkelheit inspirierte die Regisseurin Alessandra Premoli dazu, ein Schattentheater zu inszenieren.

Die Welt des Streicherklangs

Die Konzertreihe beginnt 2018 traditionell mit den Ambraser Schlosskonzerten, ist vielseitig bestückt und steht dennoch ganz im Zeichen des Tiroler Geigenbauers Jacob Stainer – entweder mit Komponisten, die selbst Stainer-Geigen besaßen (Bach, Corelli) oder mit ihm persönlich in Verbindung standen (Biber). Mit Anna Fusek, dem Ensemble Armoniosa, der Academia Ottoboni, Leila Schayegh sowie dem Ensemble Daedalus kann man absolute Spezialisten auf ihren Streichinstrumenten erleben. Der Stainer-Schwerpunkt gipfelt sich schließlich im Konzert Das goldene Zeitalter, das komplett auf einem Original-Instrumentarium von Stainer gespielt wird. Das erste Konzert Windspiele der Konzertreihe wiederum ist dem im Juli 2017 verstorbenen Innsbrucker Instrumentenbauer Rudolf Tutz gewidmet.

Die Welt der Sakralmusik

Den kirchenmusikalischen Festwochenauftakt begeht der Barockspezialist Diego Fasolis. Im Introitus widmet er sich mit dem ausgezeichneten Coro della Radiotelevisione Svizzera als auch seinem Ensemble I Barocchisti einer Messe von Palestrina. Alessandro De Marchi wird 2018 das Duell zwischen David und Golliath im Oratorium Davidis pugna et victoria (“Davids Kampf und Sieg”) von Alessandro Scarlatti präsentieren. In der Serie “Open Mind” wird die stimmungsvolle und hierzulande eng mit José Carreras verknüpfte Misa Criolla zu hören sein.

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