Björk: Vulnicura

Normalerweise ist die Aufregung groß, wenn Alben vorab im Netz geleakt werden. Ein bisschen anders bei Björk, die ihr neuestes Werk dann einfach zum digitalen Download anbot. Und, ganz ehrlich, PR ist PR, da gab es doch auch erst neulich irgendeinen Film von Sony, der geleakt wurde, und den dann auf einmal unendlich viele Menschen sehen wollten …

 

Zurück zum Thema: Die kleine, eigensinnige Elfe aus Island bleibt sich auf ihrer neuesten Scheibe treu wie eh und je. Dennoch, manchmal vermisst man einen gewissen Pep, beziehungsweise ein sich überschlagendes Stimmvolumen, das man aus ihren Erstlingswerken gewohnt war. Textlich hat „Vulnicura“ so einiges zu bieten, von Würde und Respekt ist die Rede. Somit wird dieses Album wahrscheinlich für viele einen Anker für ihr Schiff, das in schlechten Zeiten abzudriften droht, bedeuten.

„Vulnicura“ vergleichen renommierte Musikmagazine außerdem stilistisch und  thematisch mit den Alben „Homogenic“ aus 1997 und „Vespertine“ aus 2001. Von ihrem Pep hat sie sich also etwas behalten: Björk ist einfach Björk ist einfach Björk. Nicht, weil es zu ihrem neuen Werk nicht unglaublich viel zu sagen gäbe, sondern weil es einfach nur für sich selbst sprechen muss. Und das muss man zulassen.

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