Carpenter Brut: Leather Teeth

Carpenter Brut

Carpenter Brut ist die internationale Genrereferenz im Synthwave und füllt mittlerweile von Paris bis Moskau die größten Clubs und Hallen. Mit seinem neuen Album „Leather Teeth“ gastiert er auch in der Wiener Arena.

Carpenter Brut„Leather Teeth“, das ist die Geschichte von Bret Halford, einem introvertierten Chemiestudenten. Er mag ein Mädchen, sie mag ihn nicht und will lieber mit dem Star-Quarterback zusammen sein. Bret wird wahnsinnig und braut ein Präparat, das es ihm erlauben soll alle zu kontrollieren. Stattdessen entstellt es ihn und er beschließt, ein Rock Star zu werden. Als Leather Teeth, Sänger von Leather Patrol, will er das Mädchen (und andere) verführen.

Carpenter Brut: der Geist der Achtziger

Carpenter Brut ist die internationale Genrereferenz im Synthwave und füllt mittlerweile von Paris bis Moskau größere Clubs und Hallen. Das Konzept als Band mit live Drums und Gitarre aufzutreten setzt Carpenter Brut deutlich von allen DJs in der Szene ab und sorgt dafür, dass sie 2018 weltweit touren und u.a. das Coachella und das Hellfest sowie weitere der größten internationalen Festivals spielen. Carpenter Brut ist musikalisch stark beeinflusst von den Synthesizer-überladenen TV-Shows und B-Movies aus den Achtzigern. Der Mann hinter dem Pentagon – oder Brutagram wie es Fans nennen würden – lässt Beats à la Justice mit dem Universum eines John Carpenter zusammenprallen. Wer sich seine home-made EPs anhört würde eher einen streng religiös erzogenen Metalhead mit einer Schwäche für Dario Argento vermuten. Das würde auch seine Vorliebe für das Okkulte, seine Leidenschaft für kitschigen Sound und die generelle Bewunderung für Entertainment-Kultur erklären.

Carpenter Brut ist eine Hommage an die Post-Hippie-und-Pre-AIDS-Kultur, die als Geburtsstunde von Electro und Metal heute Carpenter Bruts einzigartigen, brutal-verrückten 80er-Revival-Sound prägen. Als einer der Vorreiter der Retro-New-Wave-Szene hat es Carpenter Brut sogar bis in einige der erfolgreichsten Videospiele wie u.a. „Hotline Miami 2: Wrong Number“ und „The Crew“ (Ubisoft) geschafft.

Inspiriert vom Geist des 80er-Jahre Kinos entsteht „Blood Machines“, ein durch Kickstarter finanzierter, 30-minütiger Science-Fiction Kurzfilm geschrieben und gedreht von Seth Ickerman, mit der Musik von Carpenter Brut, für den die Band bereits über 185.000 € gesammelt hat. „Blood Machines“ ist die Fortsetzung des Musikvideos „Turbo Killer“, ihrer ersten Zusammenarbeit, die bereits Millionen Zuschauer auf YouTube und im Fernsehen begeistert hat.

Carpenter Brut ist Leather Teeth

Carpenter Brut ist ein Synthwave Artist extraordinaire. Er hat 2015 seine „Trilogy“ veröffentlicht und wurde auf Soundtracks von Hotline Miami und The Crew gefeatured und hat soeben „Leather Teeth“ veröffentlicht. „Ungefilterter Wahnsinn, wie Metallicas „Master of Puppets“ oder irgendeines der wirklich guten alten Heavy-Metal-Alben. Acht Tracks mit 32 Minuten Gesamtlänge, wem das zu kurz ist soll bitte ‚Repeat‘ drücken!“ Dabei ist „Leather Teeth“ auch die Geschichte einer Ära. Jener mit Dauerwellen, Nietenarmbändern und grenzenloser Dekadenz. Die Ära von Quiet Riot, Mötley Crüe und Van Halen.

Als ich noch ein Kind war, hat mich das alles kalt gelassen, aber jetzt wusste ich, dass ich etwas mehr Glam Rock haben möchte.“ Daher auch die offensichtliche Referenz der Hauptfigur zu den Größen dieser Zeit (Bret Michaels / Poison und Rob Halford / Judas Priest).

Letztendlich ist das Album und die Geschichte dahinter die eines Filmsoundtracks, eines imaginären Films, der 1987 erschienen ist. Ein düsterer Coming-of-Age Streifen und Horrorfilm irgendwo zwischen „Street Trash“, „Dead Alive“, „The Thing“ und „House“. Er ist der Auftakt zu einer Trilogie, bunt und zutiefst verstörend zugleich. Die Geburtsstunde einer Bestie, eines realen Sountracks zu einem erfundenen Film, der dennoch eine großartige Besetzung hätte: „Wenn ich raten müsste, würde ich sagen Channing Tatum als Quarterback, Dacre Montgomery aus „Stranger Things“ in der Hauptrolle und als Regisseur William Lustig („Maniac Cop“, „Maniac“)“, so Carpenter Brut.

Treffend, dass Carpenter Brut am 8. März und somit am selben Tag in der Wiener Arena aufspielen, wie auch „Firepower“ von Judas Priest im Wiener Szenelokal Battle Axe präsentiert wird. Mehr Infos zur CD-Präsentation findet ihr auf Facebook, Tickets für Carpenter Brut in der Wiener Arena – und Judas Priest im Juli in der Wiener Stadthalle – gibt es bei oeticket.com.

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