Christina Perri hat Herz

Der US Amerikanerin gelang mit Jar Of Hearts ein kometenhafter Aufstieg, der sie in den letzten zwei Jahren rund um den Globus geführt hat. Passend zu Weihnachten veröffentlicht sie eine neue EP, auf der sie ihre Lieblingsweihnachtslieder neu interpretiert. Im Interview spricht sie über die Gründe eine Weihnachts EP zu schreiben, Meilensteine ihrer noch jungen Karriere und ob noch genug Platz für weitere Tattoos ist.

Was war die Motivation eine Weihnachts EP zu veröffentlichen?

Christina Perri: Ach, ich liebe Weihnachtsmusik einfach. Ich höre sie andauernd, auch wenn gar nicht Weihnachten ist. Sie heitert mich auf wenn ich Heimweh habe, ich war ja die letzten zwei Jahre auf Tour. Für mich ist Weihnachten einfach etwas Spezielles und Persönliches und es hat daher schon immer den Wunsch gegeben, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen. Der Zeitpunkt ist perfekt – ich bin gerade zwischen Album Nr. 1 und Album Nr. 2 und wollte nicht einfach komplett verschwinden.

Something About December hast du gemeinsam mit deinem Bruder geschrieben. Wie kam es dazu?

Christina: Ich war im April in Singapur und hatte schreckliches Heimweh und hab dann ein Weihnachtslied in meinem Hotelzimmer aufgelegt. Als ich im Juli nach Hause kam um die EP aufzunehmen erzählte ich meinem Bruder von der Idee. Wir leben beide weit weg von unseren Eltern und wollten im Song einfach von unseren persönlichen Weihnachtsgeschichten erzählen.

Du bist ein absoluter Familienmensch und hast auch Angehörige in Italien. Hast du schon jemals darüber nachgedacht ein Lied oder gar ein komplettes Album auf Italienisch zu singen?

Christina: Ich habe mal darüber nachgedacht, ja. Ich liebe alles Italienische aber ich bin zum Teil auch polnisch und wollte mich daher nicht auf eine Sprache festlegen. Allerdings hat es Spaß gemacht Ave Maria auf Latein zu singen.

Stand Ave Maria von Anfang an auf deiner Liste für die EP?

Christina: Ja, es ist einfach eines meiner absoluten Lieblingslieder. Ich bin generell ein Fan von klassischer Musik, was auch ein Grund ist warum ich Wien so liebe. Ich wollte Ave Maria einfach machen, obwohl ich nicht wusste ob ich es zustande bringen würde. Ich hab es dann probiert und dem Lied meine persönliche Note verliehen.

Du hast gerade Wien erwähnt. Du solltest wirklich zur Weihnachtszeit mal nach Wien kommen, wir haben hier viele Christkindlmärkte.

Christina: Ich weiß und ich bin so neidisch. Wir haben keine solchen Märkte hier. Nicht zu vergessen, dass Wien den mit Abstand schönsten Vibe aller Städte hat, in denen ich bisher war. Ich war zwar bisher nur einen Tag dort, hab mir aber ein wenig von der Stadt angesehen. Wenn es einen Ort gibt, in dem ich zu Weihnachten am liebsten sein möchte, dann Wien.

Du sagst selbst über dich, dass du dich auf drei bestimmte Arten zum Ausdruck bringst – du schreibst und singst Lieder, du redest gerne und du lässt dich tätowieren. Wie viele Tattoos hast du inzwischen schon?

Christina: Nun, ich hab in letzter Zeit nicht nachgezählt aber es kommen immer welche dazu. Ich glaube es sind mittlerweile 55. Ich hab mit 15 mein erstes Tattoo stechen lassen und bin jetzt 26. Es ist einfach ein spaßiger Weg sich auszudrücken. Sie sind wie eine Timeline meines Lebens, sie verraten dir wer ich bin und was ich durchgemacht habe und wohin ich noch möchte. Sie verkörpern ganz einfach mich.

Und was passiert wenn dir der Platz ausgeht?

Christina: Ich denke ich hör dann auf. Aber es gibt noch genug Platz. Ich glaub auch nicht, dass er mir je ausgehen sollte. Ich hab noch Zeit. Wichtig ist nur – keine Tattoos im Gesicht und auf dem Hals.

Interview: Markus Treiber

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