Coldplay – Ghost Stories

Es ist ein Sich-Suhlen in Hilflosigkeit und dem Schmerz eines gebrochenen Herzens. Das sechste Studioalbum der Briten steht ganz im Zeichen der Trennung von Frontman Chris Martin von Frau Gwyneth Paltrow.

Man hört Chris’ Wunde förmlich bluten, in schmerzlich-schönen Wortbildern vergehen, diese in sanft-kräftigen Schreien nach außen kehren. Die drückende Stimmung schwebt wie ein Geist über dem gesamten Album. In „Midnight“, dem ersten veröffentlichten Song der Platte, klingt Chris wie ein jaulendes Gespenst.

Die Gitarren- Riffs verleihen dem Album zudem etwas Mystisches, treten hie und da (etwa „True Love“) in den Vordergrund, ersticken jedoch sogleich durch die Monotonie der trauergepeinigten Vocals. Coldplay ist Meister im musikalischen Transportieren von tiefen Gefühlen wie zum Beispiel in „The Scientist“ oder „Yellow“. Sieht man einmal vom Ausrutscher von Chris Martin im Duett mit Rihanna bei „Princess Of China“ ab. Diese Songs gehen eindringlich unter die Haut, bleiben sofort hängen und werden auch nach Jahren nicht langweilig. Auch jetzt schafft es die Band, beim Hören die Augen schließen und wegdriften zu wollen. Bitte nicht einschlafen! Leider fehlt die gewohnte Energie bei gleichzeitiger Melancholie. Ein Ausreißer: die von Avicii produzierte Single „A Sky Full Of Stars“.

Smileys_Coldplay

 

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