Cross over Beethoven

Das Motto der Piano Guys: Musik muss Spaß machen! Dass dabei aber auch klassisches Können nicht zu kurz kommt, beweist das audiovisuelle US-Quartett bei seinen Live-Auftritten!

Ihr Konzert Anfang Dezember 2013 in der Wiener Stadthalle, Halle F, war vollständig ausverkauft. Das Publikum restlos begeistert. The Piano Guys ebenso! Vor allem, weil sie in Wien, der Stadt, die seit Jahrhunderten von klassischer Musik erfüllt ist, auftreten durften.

Warum spiegelt eure Musik eine solch große Vielfalt wieder?

JON: Wir sind drei Songschreiber mit unterschiedlichen Hintergründen.
PAUL: Wir bekommen auch von unseren Kindern sehr viel Inspiration. Ich mag Popmusik und daher pushe ich immer Pop.
STEVEN: So entsteht die Vielfalt, die The Piano Guys ausmacht. Wir glauben auch, dass jede Musik irgendwie miteinander verbunden ist. Wenn wir eine Popmelodie schreiben, dann schwingt auch immer die Klassik mit. Zum Beispiel kommt bei „Secrets“ von One Republic dann plötzlich Ludwig van Beethovens „5. Symphonie“ hinein. Oder wir kombinieren Gabriel Faurés „Pavane“ mit David Guettas „Titanium“. Das ist ein großer Spaß für uns, es funktioniert und bringt vielen auch die klassischen Melodien näher.
PAUL: Ich hatte anfangs mit Klassik nichts am Hut, wusste nicht einmal was ein Cello ist (alle lachen). Steven und John erklären mir die Klassik immer wieder und weisen mich auf Melodien hin.
STEVEN: Paul ist unsere größte Erfolgsstory. Denn viele glauben, dass Klassik etwas Elitäres oder Langweiliges ist.

Inspiration: Jon und Steven spielen immer mit Herz und Seele!

Inspiration: Jon und Steven spielen immer mit Herz und Seele!

Ihr veröffentlicht auch immer die Musiknoten. Denkt ihr, dass ihr die Menschen inspiriert, ein Instrument zu spielen?

AL: Wir bekommen ständig Feedback, dass die Leute unsere Sachen spielen. Auch von Lehrern, die schreiben, dass wir Schüler vom Aufhören abbringen. Oder Eltern, die sich freuen, dass ihre Kinder nun Cello oder Klavier spielen möchten.
STEVEN: Wir bekommen auch Briefe von Orchesterleitern, die klagen, dass sie nicht genügend Celli für die Kinder haben. Und ich schreibe dann zurück: Das ist ein wundervolles Problem. Die Celli als dominante Gruppe im Orchester, das ist wie ein Kindheitstraum von mir.

Wie geht ihr an die Videos heran?

PAUL: Das Wichtigste ist die Musik, die Videos sollen die Musik unterstützen. Manchmal fahre ich in Utah herum und schaue einfach, was passen könnte. Manchmal fragen wir uns im Nachhinein, wie es so großartig wurde. Zum Beispiel der Dreh auf der Chinesischen Mauer. Niemand zuvor hat einen Flügel dorthin gestellt. Wir hatten dafür zwölf Stunden Zeit, das Licht war vielleicht eine Stunde gut für den Dreh. Wir haben gefilmt und ich hatte die ganze Zeit Angst, dass ich nicht genügend Material habe. Und dann hat alles so wundervoll gepasst.

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