Da fliegt mir doch das Blech weg!

Vergiss Kapellmeister und Dorfkirtag! Das Festival Woodstock der Blasmusik beweist schon seit fünf Jahren, wie es auch gehen kann: Nämlich volles Rohr und sehr, sehr cool.

 

Größer ist es geworden – und wie. Als vor fünf Jahren die Idee aufkam, sich dem Thema Blasmusik anders zu nähern als über die traditionellen Wege, galt das Unterfangen als durchaus mutig und ambitioniert. Blasmusik? Gibt’s doch in jedem Ort eh eine Kapelle und vom Gaswerk bis zur Polizei spielt an jedem Feiertag irgendwer wo auf. Und dann all die symphonischen Aufführungen … Ja, ist eh jeder Einwand auch nicht von der Hand zu weisen, doch schon der Name „Woodstock der Blasmusik“ signalisierte von Beginn an, dass die Wurzeln genau dieser Idee vielmehr im Open-Air-Festivalcharakter samt allen dazugehörigen Ingredienzen liegen als bei Maiaufmärschen. Spaß soll es machen und dass sich mittlerweile an die 20.000 Besucher an 4 Veranstaltungstagen im Innviertel, der Gemeinde Ort im Innkreis, zusammenfinden, um gemeinsam abzufeiern, Blech-Musik vom Feinsten zu hören und überhaupt ein sehr entspanntes Wochenende zu genießen, zeigt, dass die Idee nicht so blöd war und sich Mut auszahlt.

Zu einem der größten europäischen Festivals in diesem musikalischen Segment hat sich das Woodstock der Blasmusik in seinen fünf Jahren entwickelt. Jährlich werden neue Besucherrekorde gemessen und die Gäste kommen mittlerweile aus dem In- und Ausland. Bayern ist nicht weit und Blech-Musi ist in ganz Europa schon längst wieder ein Thema.

It’s the music, stupid!
Ort im Innkreis. Verkehrsanbindung sehr gut. Das Ambiente, die Arco-Area, ist Natur-pur. Das Festival-Gelände mit über 55.000 m² Fläche samt Camping- und Caravanplatz, Sanitäranlagen hat viel von Urlaub. Der Fluss Antiesen, der quer durch das Areal fließt, dazu die „Woodbeach“, die zum Plantschen einlädt … es ist heimelig und wenn am Sonntag, dem 28. Juni, die Rucksäcke gepackt werden, darf durchaus Wehmut aufkommen.

„Wir sind froh, ein so ausgewogenes Line-up bieten zu können und zum fünfjährigen Jubiläum besonders viele großartige KünstlerInnen gewonnen zu haben. Neben Szenegrößen und Schwergewichten der Blasmusik haben wir auch ein paar besondere Schmankerl dabei und damit garantiert für jeden musikalischen Geschmack den passenden Künstler!“, so Simon Ertl, Veranstalter des WdB. Klar, es geht in erster Linie um die Musik, und da wird echt was geboten: Haindling, Moop Mama, HMBC, Machlast, Django 3000, Da Blechhauf’n, Hot Pants Road Club … 55 Hochkaräter stehen vom 25. bis 28. Juni vor ihrem Publikum.

Die Allerhand-Stage
Das ist neu. Zum kleinen Jubiläum gibt’s eine 3. Bühne. Die „Allerhand-Stage“. Der Name ist Programm. Hier spielt die musikalische Verwandtschaft. Alpenrock, Musikkabarett, Tanz-Musik, neue Volksmusik – junge Bands und Ensembles finden hier genauso ihre Spielwiese wie arrivierte Acts, so u. a. DelaDap. Und, das darf auch dieses Jahr nicht fehlen, es gibt wieder die beliebten Spiele: Querflöten-Darts, Triangel-Werfen und was sonst noch so normalerweise nicht durch die Luft fliegt. Fad wird’s auf jeden Fall nicht an diesem Wochenende im Innviertel.

 

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