Die Kultur-Highlights 2018

Das Kulturjahr verspricht künstlerische Vielfalt, hochkarätige Stars und einige Neuerungen. Diese Produktionen sollten Sie 2018 auf keinen Fall verpassen.

Von Neuproduktionen an der Wiener Staatsoper, dem Burg- oder Volkstheater, über die Wiener Festwochen hin zu den Bregenzer Festspielen, den zahlreichen weiteren Sommertheatern und zum steirischen Herbst – das Kulturjahr 2018 ist wieder mit zahlreichen Highlights bestückt.

Jedermann stirbt, David Bowie wird wiederbelebt

Es kommt ein Augenblick, in dem die Perspektive dreht.

Schon zur Spielzeitpräsentation 2017/18 hat das Burgtheater Wien mit jenem Zitat aus seinem neuen Auftragsstück jedermann (stirbt) neugierig gemacht. Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz schreibt dafür Hugo von Hofmannsthals naiv-frommes Spiel vom “Sterben des reichen Mannes” für das 21. Jahrhundert neu und macht aus einem prächtigen Schwelger einen knallharten Geschäftsmann neoliberalen Zuschnitts. Tickets für die Uraufführung im Februar sind ab 20. Januar 2018 erhältlich.

Mit 18 Bowie-Songs und dem Science-Fiction-Klassiker “The Man Who Fell to Earth” – in dessen Verfilmung von 1976 Bowie selbst die Hauptrolle verkörpert – erinnert das Musical Lazarus an die Musiklegende. Das Wiener Volkstheater bringt den Musical-Erfolg am 9. Mai 2018 erstmals im deutschsprachigen Raum auf die Bühne. Bowies Koproduzent Tony Visconti nannte “Blackstar/Lazarus” übrigens das “Abschiedsgeschenk” und den “Schwanengesang” David Bowies.

Das Musical von David Bowie – jetzt zum Ticketalarm anmelden!

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Eine Opern-Rarität steht im Mai am Spielplan des Tiroler Landestheaters: Richard Wagners dritte Oper Rienzi. Und auch das Salzburger Landestheater wartet mit einem theatralen Highlight auf. Das europäische Projekt Krieg der Träume/Clash of Futures, an dessen Fernsehproduktion u.a. ARTE, ARD sowie ORF beteiligt sind, feiert als Bühnenfassung am 4. Februar 2018 Uraufführung.

Mit der traditionellen Nurejew-Gala sowie der Premiere von Der Freischütz beschließt die Wiener Staatsoper noch einmal hochkarätig besetzt diese Spielzeit.
Nach der Spieltzeit ist vor der Spielzeit: Bei diesen (als auch den vergangenen) vielversprechenden Produktionen darf man bereits auf die kommende Theatersaison ab September 2018 gespannt sein – wir halten Sie diesbezüglich am Laufenden!

Tradition, neue Wege und Klassik open air


Mit “Hyperreality” hat Tomas Zierhofer-Kin 2017 den Schritt an die Peripherie gewagt. 2018 geht die Clubkultur-Schiene in die zweite Runde. Erste Acts wie DJ Assault, DJ Haram sowie die Rapperin Ebow wurden bereits bekannt gegeben. Das Programm der Wiener Festwochen selbst wird Mitte Februar präsentiert.

 

 

 

Neues bringt die 51. Ausgabe des steirischen Herbst. Zum ersten Mal findet dieser unter der Leitung von Ekaterina Degot statt. Die gebürtige Russin könnte den Fokus auf die bildenden Künste legen, “[a]ber auch Performance wird bleiben”, verspricht die neue Intendantin. Zudem soll der Blick weiter nach Zentral- sowie Osteuropa gelenkt werden.

 

 

50 Jahre Franz Liszt Verein Raiding als auch zehn Jahre Intendanz Johannes & Eduard Kutrowatz feiert dieses Jahr das Liszt Festival Raiding. Anlässlich dieser Jubiläen wird das neue Liszt Festival Orchester ebenso präsentiert wie Andrea Eckert mit ihrer Erfolgsproduktion “Meisterklasse Maria Callas” im Burgenland gastiert.

 

 


Der Tradition hingegen verschreibt sich das Internationale Brucknerfest in Linz: Das Goethezitat “Was du ererbt von deinen Vätern” dient als Motto mit dem Untertitel “Bruckner und die Tradition”. Mit der diesjährigen Ausgabe startet der Countdown für das Bruckner-Gedenkjahr 2024: bis dahin wird jedes Brucknerfest am Geburtstag des österreichischen Komponisten, dem 4. September beginnen sowie mit seinem Todestag, am 11. Oktober enden.

 

 

 

Noch vor jener Musikveranstaltungsreihe steht Linz ab Juni wieder im Zeichen der Klassik-Open-Air-Bühne vor dem Mariendom. Internationale Stars wie Juan Diego Flórez, Martin Grubinger und David Garrett wie auch die Operettenaufführung der “Lustigen Witwe” mit Oliver Pocher als Moderator sorgen bei Klassik am Dom für kulturelle Momente unter freiem Sternenhimmel.

 

 

 

Ein zweites Mal open air ist Juan Diego Flórez zusammen mit der Philharmonie Salzburg in der atemberaubenden Kulisse der Alpen Arena Bad Hofgastein am 21. Juli zu erleben.

 

 

 

 

In den Genuss von Klassik open air kommen Kulturbegeisterte auch bei den traditionellen Auftritten der lettischen Opernsängerin Elīna Garanča vor dem Stift Göttweig sowie vor dem imposanten Anblick der Kitzbüheler Bergwelt Anfang Juli.

 

 

Ähnlich garantiert das Grafenegg Festival diesen Sommer wieder für einzigartige, hochkulturelle Erlebnisse im architektonischen Meisterwerk des Wolkenturms. Eröffnet wird das Klassik-Festival mit Carl Maria von Webers “Freischütz”. In der Kulisse des Schlossparks trifft das Tonkünstler Orchester NÖ unter Yutaka Sado auf ein Spitzenensemble mit Gal James, Daniela Fally, Michael König, Tuomas Pursio, Adrian Eröd u.a., um Webers Musik zum Leben zu erwecken. Otto Schenk ist in der Rolle des Erzählers zu erleben.

 

Von Mörbisch bis Bregenz – die Sommertheater 2018

Gehen die Spielstätten mit Juli in ihre verdiente Sommerpause, gehören den zahlreichen Sommertheatern die Bühnen Österreichs. Bei den Bregenzer Festspielen steht ab 18. Juli 2018 Carmen am Spielplan. Für den dänischen Regisseur Kasper Holten handelt diese “Oper über Schicksal und Besessenheit” von “zwei Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, deren Wege sich kreuzen und die sich in einer leidenschaftlichen, aber ungesunden Beziehung aneinander klammern”.

Ungarischer Csárdás und böhmische Polka sind ab 12. Juli 2018 auf der Seebühne Mörbisch zu erleben. Der neue Intendant Peter Edelmann hat mit Gräfin Mariza eine der weltweit erfolgreichsten Operetten aller Zeiten für die Sommerbühne gewählt.

Bei den Wachaufestspielen im Teisenhoferhof ist Waltraud Haas in G’schichten aus dem Wienerwald zu erleben, die Raimundspiele Gutenstein feiern mit Der Verschwender 2018 ihr 25-jähriges Bestehen. Luzifer eröffnet sein Theater des Bösen in der Wachauarena Melk, Jedermann treibt sein Unwesen in Mödling und in Haag setzt man auf Shakespeare mit Was ihr wollt sowie in Klosterneuburg auf Verdi mit La Traviata.

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