Die NESTROY-Nominierungen 2017

40 Nominierte in 13 Kategorien werden am 13. November im Mittelpunkt der NESTROY-Gala stehen. Mit Kirsten Dene, Ayad Akhtar als auch Katrin Brack sind bereits drei PreisträgerInnen fixiert.

Bereits zum 18. Mal wird diesen November der österreichische Theaterpreis NESTROY im Wiener Ronacher Theater vergeben. Hält man sich bezüglich Konzept und Moderation bedeckt, wurden vergangenen Montag immerhin drei Auszuzeichnende fixiert: Kirsten Dene wird etwa den Preis für ihr Lebenswerk erhalten.
Nicht nur zollte ihr Thomas Bernhard mit dem Stück “Ritter, Dene, Voss” seinen Respekt, ebenso war das Ensemblemitglied des Burgtheaters 2004 für den heimischen Theaterpreis nominiert, welchen die deutsche Schauspielerin sechs Jahre darauf erhielt. Ferner wurde der 74-Jährigen der Gertrud-Eysold-Ring fürs Lebenswerk verliehen.

Ebenso wurde Ayad Akhtar in der Kategorie “Bestes Stück – Autorenpreis” als Preisträger bekanntgegeben. In seinem Werk “Geächtet” behandelt der U.S.-Amerikaner mit pakistanischen Wurzeln die soziale, kulturelle wie auch religiöse Identität. Das Debütstück von Akhtar wurde zuvor mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und ist derzeit im Schauspielhaus Linz als auch dem Burgtheater Wien zu sehen.

Die “Beste Ausstattung” lieferte Katrin Brack für “Carol Reed” sowie “der herzerlfresser” im Wiener Akademietheater. Erst vor wenigen Monaten erhielt die deutsche Bühnenbildnerin auf der Theater-Biennale 2017 den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk.

Ich versuche, meine Bühnenbilder meist auf wenige konkrete Dinge zu reduzieren. […] Ich verwende das Material dabei nicht als Symbol oder Illustration für etwas anderes. Es bleibt, was es ist, nämlich etwa Konfetti. Es behauptet nicht, etwas anderes zu sein. (Quelle: Die Presse)

Die NESTROY-Nominierungen im Überblick:

BESTE SCHAUSPIELERIN
Lina Beckmann (Rose Bernd in “Rose Bernd”, Salzburger Festspiele)
Gerti Drassl (Gina Ekdal in “Die Wildente”, Theater i.d. Josefstadt)
Andrea Jonasson (Freifrau Sophie von Essenbeck in “Die Verdammten”, Theater i.d. Josefstadt)
Evi Kehrstephan (Célimène in “Der Menschenfeind”, Volkstheater)
Christiane von Poelnitz (Josephine Krüger in “Pension Schöller”, Burgtheater sowie Atossa in “Die Perser”, Akademietheater)

BESTER SCHAUSPIELER
Lukas Holzhausen (Alceste in “Der Menschenfeind”, Volkstheater)
Roland Koch (Philipp Klapproth in “Pension Schöller”, Burgtheater)
Joachim Meyerhoff (“Die Welt im Rücken”, Akademietheater)
Tobias Moretti (Jedermann in “Jedermann”, Salzburger Festspiele)
Steven Scharf (John Proctor in “Hexenjagd”, Burgtheater)

BESTE DARSTELLUNG EINER NEBENROLLE
Alexander Absenger (Baron Martin von Essenbeck in “Die Verdammten”, Theater i.d. Josefstadt)
Tonio Arango (Er in “Lenya Story – Ein Liebeslied”, Kammerspiele der Josefstadt)
Rainer Galke (Oronte in “Der Menschenfeind”, Volkstheater)
Birgit Stöger (Arsinoé in “Der Menschenfeind” sowie Erna in “Kasimir und Karoline”, Volkstheater)
Eduard Wildner (Habakuk in “Der Alpenkönig und Menschenfeind”, Raimundspiele Gutenstein)

BESTE REGIE
Jan Bosse (“Die Welt im Rücken”, Akademietheater)
Elmar Goerden (“Die Verdammten”, Theater i.d. Josefstadt)
Mateja Koležnik (“Die Wildente”, Theater i.d. Josefstadt)

BESTER NACHWUCHS weiblich
Felicitas Franz (Annie Sullivan in “The Miracle Worker”, Theater der Jugend)
Carolin Knab (Janne in “Hose Fahrrad Frau”, Volx/Margareten)
Maresi Riegner (Helen Keller in “The Miracle worker”, Theater der Jugend sowie Hedvig in “Die Wildente”, Theater i.d. Josefstadt)
Alina Schaller (Shirley in “Hangmen (Die Henker)”, Volx/Margareten)
Miroslava Svolikova (Autorin in “Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt”, Schauspielhaus Wien)

BESTER NACHWUCHS männlich
Jakob Elsenwenger (Tom Ripley in “Der talentierte Mr. Ripley”, Theater der Jugend)
Felix Hafner (Regisseur für “Der Menschenfeind”, Volkstheater)
Simon Jensen (mehrere Rollen in “Die Komödie der Irrungen”, Burgtheater)
Franz-Xaver Mayr (Regisseur für “Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt”, Schauspielhaus Wien)
Merlin Sandmeyer (“Platons Party” sowie Kerkermeister in “Die Komödie der Irrungen” als auch “der herzerlfresser”, Akademietheater)

SPEZIALPREIS
Das Bronski & Grünberg Theater (für die Initiative von SchauspielerInnen)
Doris Uhlich und Michael Turinsky (für Inklusion auf Augenhöhe)
Kasimir und Karoline” ((für die Neuerfindung eines Klassikers), Salzburger Festspiele)

BESTE OFF-PRODUKTION
HOLODRIO. Lass mich Dein Drecksstück sein!” (Theater Rabenhof)
JA, EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis” (Theater Rabenhof)
Macht und Rebel” (Werk X)

BESTE DEUTSCHSPRACHIGE AUFFÜHRUNG
Drei Schwestern” (Theater Basel)
Die Räuber” (Residenztheater München)
Faust” (volksbühne Berlin)

BESTE BUNDESLÄNDER-AUFFÜHRUNG
Der Auftrag: Dantons Tod” (Schauspielhaus Graz)
Ein Sommernachtstraum oder Badewannengriffe im Preisvergleich” (Theater Phönix, Linz)
Maria Stuart” (Stadttheater Klagenfurt)

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