Die Tournee zum Achtziger

Mit ihren „Weiße Rosen aus Athen“ eroberte die gebürtige Griechin 1961 die Herzen der Menschen, seither ist die Diva mehr als 50 Jahre lang ohne Unterbrechung im Musikgeschäft erfolgreich. Nach einer kurzen Auszeit wurde ihr die Pension zu langweilig – und so ging die zweiterfolgreichste Frau aller Zeiten im Music-Biz erneut auf eine Tournee, die bis zu ihrem 80. Geburtstag am 13. Oktober dauern wird.

 

Mittlerweile sind ja Generationen mit Ihrer Musik aufgewachsen…

Es ist wundervoll, dass die jungen Menschen meine Musik von ihren Eltern und Großeltern her kennen. Und die meisten verbinden damit schöne Erinnerungen. Damals hatte ich mit „Weiße Rosen aus Athen“ den ersten wirklich großen Erfolg in Europa, der mich im deutschsprachigen Raum bekannt machte. Erst danach folgten die englischsprachigen Länder. Das war ein besonders wichtiger Punkt in meiner Karriere.

 

Was empfinden Sie dabei wenn Sie hören, dass sie nach Madonna die Frau mit den meisten verkauften Tonträgern aller Zeiten sind?

Das macht mich besonders stolz, ist aber zugleich eine riesige Verantwortung. Manchmal ist man sich dem nicht so bewusst, denn man tut etwas, verfolgt seinen eigenen Weg und bemerkt erst im Nachhinein, dass das Ergebnis von dem Menschen angenommen und gemocht wird. Man war damals neuer Musik gegenüber nicht so aufgeschlossen wie heute, in den 60er und 70er Jahren, als ich mit Bob Dylan, den Beatles, den Stones und Neil Young aufgewachsen bin. Madonna hat später eine ganz andere Tür aufgestoßen. Ich habe es geschafft, als Künstlerin all die Jahre irgendwie zu überstehen. Das ist wunderbar für mich, ich bin stolz und unendlich dankbar dafür.

 

Was ist das Geheimnis einer Karriere, die nun bereits länger als 55 Jahre dauert? Und das ohne längere Pause oder einem Karrieretief.

Das stimmt, ich habe nie eine längere Pause gemacht. Wenn ich gerade nicht in Europa erfolgreich war, dann habe ich woanders gearbeitet. In den 60er und 70er Jahren war ich vor allem in Deutschland und Österreich, in ganz Europa präsent. Gleichzeitig habe ich auch in Frankreich gearbeitet, in den USA und Kanada. Das waren ganz wichtige Märkte für mich, als ich mit Quincy Jones und Harry Belafonte gearbeitet habe. Ich hatte das unwahrscheinliche Glück, aus Griechenland kommend mit ein paar deutschsprachigen Liedern Erfolg zu haben und gleichzeitig meine griechischen Lieder vorzustellen und einem neuen Publikum zu präsentieren zu können. Ich habe dabei immer ehrlich meinen Weg verfolgt und meinen Stil beibehalten, mit viel Liebe und Hingabe an meiner Musik gearbeitet. Es ist harte Arbeit, man muss so eine Karriere immer ernsthaft verfolgen und sich mit diesem Lebensstil arrangieren. Außerdem gibt es immer jemanden, der besser ist als du. Also muss man immer das Beste geben um erfolgreich zu bleiben. Das habe ich gemacht. So sind viele Jahre vergangen, ich darf mich über ein sehr loyales Publikum freuen.

 

Sie haben in Ihrem Leben mehr als 300 Gold-, Platin- und Diamantauszeichnungen erhalten. Die müssten doch ein ganzes Haus füllen, oder ein Museum?

Ich habe kein Museum. (lacht) Ich habe in Genf, in der Schweiz, wo ich hauptsächlich lebe, ein Zimmer, das voll damit ist. Damals war es ja wichtig, solche Auszeichnungen zu erhalten, denn sie dokumentierten den Erfolg, die Zahl an verkauften Schallplatten. Heute ist das leider selten geworden.

 

 

Was bewegt Sie dazu, mit bald 80 Jahren noch immer auf der Bühne zu stehen? Sie könnten längst auf einem Karibikstrand ausspannen.

Das wäre aber auch sehr langweilig! Den Sommer verbringe ich lieber in Griechenland, denn ich liebe meine Heimat und die Sonne ist dort anders als in der Karibik. Ich habe zu singen begonnen, weil das ein großartiger Weg war, mich künstlerisch auszudrücken. Wenn ich singe, dann fühle ich mich in Sicherheit. Wenn ich traurig war, Angst oder Probleme hatte, hat mir die Musik immer geholfen, das zu überwinden. Musik war meine erste Liebe und sie ist es noch immer. Deshalb konnte ich auf großen Bühnen stehen, viele Menschen kennen lernen und viel reisen. Dadurch habe ich auch erkannt, dass es auf der Welt Frieden und Liebe

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gibt. Sie dürfen nicht vergessen, dass meine erste Kindheitserinnerung der Krieg ist. Damals war ich vier Jahre alt. Das ist meine Motivation im Leben. Die Menschen haben Freude an meiner Musik, deshalb bin ich auf der Bühne auch sehr glücklich. Das ist auch die Ausrede dafür, dass ich jetzt noch auf Tournee gehe. Als ich 2004 beschlossen habe, eine Farewell-Tour zu machen, wollte ich mich damit bei meinem Publikum für die Jahrzehnte lange Unterstützung bedanken. Ich wusste ja, dass ich nicht jünger werde und irgendwann einmal aufhören muss. Das war eine traurige Entscheidung, die ich sehr sorgfältig getroffen hatte. Nach einiger Zeit habe ich die Bühne und das Drumherum vermisst und erkannt, dass ich noch immer gut singen kann. Also habe ich ein Comeback gewagt und weshalb sollte ich das Jahr, in dem ich meinen 80. Geburtstag feiere, nicht mit meinem Publikum auf der Bühne bei Konzerten verbringen?

 

Sie werden im Herbst 80 Jahre alt. Was sind Ihre Gedanken dazu?

Ich denke jeden Tag an das nächste Konzert und gebe das Beste, das ich kann. Danach kommt das nächste und nächste Konzert, bis ich schließlich Geburtstag habe. Wenn ich es bis dahin schaffe… man weiß ja nie. Auch junge Menschen sterben überraschend von einem Tag auf den anderen. Aber jeder Konzertabend muss perfekt sein, denn für mich ist es immer wie ein erstes und letztes Mal zugleich.

 

Sie waren Abgeordnete des EU-Parlaments. Wie kommentieren Sie den Zustand der EU heute?

Das ist ein sehr komplexes Problem, denn meiner Meinung nach hat sich die Welt zu rasch geöffnet. Die EU ist eine großartige Idee! Allerdings haben die Menschen noch nicht gelernt, mit offenen Grenzen umzugehen. Andererseits hat Europa die Verpflichtung, humanitäre Hilfe zu leisten, was aber nicht in jedem Fall leistbar ist. Aber was kann ich schon sagen, ich bin bloß eine Sängerin, ich kann versuchen, die Hoffnung zu vermitteln, dass alles besser werden kann.

 

Ist die EU eine Erfolgsgeschichte oder ein großer Irrtum – Stichwort Finanzkrise und Immigration?

Die EU ist sicher kein Fehler, allerdings gibt es noch viele Dinge zu verändern und zu verbessern. In meiner Jugend hatten wir das große Problem des Rassismus. Das scheint jetzt wieder zu kommen. Scheinbar beginnt alle 50, 60 Jahre alles von neuem. Die EU ist nicht gescheitert, aber noch lange nicht vollkommen. Man braucht neue Regeln, denn das Leben ist heute völlig anders als vor 50 Jahren. Das wichtigste ist Frieden für Europa und die ganze Welt.

 

Ihr Markenzeichen ist die schwarze Brille. Dachten Sie nie daran, sie abzulegen, nach all den Jahren?

Am Beginn meiner Karriere war es nicht einfach, denn alle Fernsehstationen wollten, dass ich sie abnehme. Sogar auf der Bühne sollte ich sie nicht tragen. Harry Belafonte wollte auch, dass ich sie ablege, also habe ich drei Konzerte ohne Brille gespielt. Er hat sie einfach gehasst! Ich habe meistens darauf bestanden, sie aufzulassen. Ich war schüchtern, ein Nobody im Musikgeschäft und hatte viele Komplexe. Meine Brille war aber auch immer ein Zeichen der Ehrlichkeit. Nach vielen Jahren wurde sie dann ein Markenzeichen. Übrigens hatte ich dafür nie einen Sponsor oder Werbevertrag, ich habe meine Brillen immer selbst gekauft. Einige Zeit lang waren Billen ja nicht besonders schick, aber heute sehe ich viele junge Menschen, die sie gerne tragen. Ich hatte damals ja keine andere Wahl …

 

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