Die verflixte siebente Saison des /slash Filmfestivals

Slash Filmfestival 2016

Das /slash Filmfestival ist Österreichs größte Veranstaltung zum Fantastischen Film. Im Frühherbst heißt es also im Wiener Gartenbau wieder, den Regenponcho auspacken. Denn: Es wird blutig …

slash Plakat Sujet 2016/slash – Österreichs größtes Filmfestival des Fantastischen Films, startet ins verflixte siebente Festivaljahr, und zwar vom 22. September bis 2. Oktober! Auch heuer eröffnen die Damen und Herren vom /slash im Gartenbaukino, um danach für ganze 10 Tage im wunderschönen Filmcasino Wahnsinn, Blut, Fantastisches, Grenzen auslotendes, wildes und intelligentes Filmmaterial aus dem Hut zu zaubern. Besagter Hut ist auch schon ziemlich voll – rund 40 großartige und handverlesene Film-Höhepunkte des internationalen Genrekinos und des Fantastischen Films werden am Ende auf der großen Leinwand zu sehen sein, großteils österreichische Uraufführungen.

/slash Filmfestival: Eröffnung im Gartenbaukino

Vor Freude jodelnd wird am 22. September im Gartenbaukino mit der Österreich-Premiere von Dominik Hartls Zombie-Komödie „Angriff der Lederhosenzombies“ eröffnet – sozusagen eine längst überfällige Abrechnung mit dem in unseren Breitengraden teilweise im monströsen Ausmaß agierenden Wintersport-Hallilgalli. Eine Geschichte, wie sie das Leben schöner nicht schreiben könnte: Ein geldgeiler Hotelier entwickelt ein Wundermittel für ewig währenden  Kunstschnee, das allerdings alle, die mit ihm in Kontakt kommen, in Zombies verwandelt. Drei Profi-Snowboarder, die in der Almhütte festsitzen, sind plötzlich dem erweiterten Wahnsinn ausgeliefert und der Kunstschnee färbt sich rot … Dazu Markus Keuschnigg, Leiter des /slash Filmfestivals:

Dominik Hartl hommagiert Genre-Kapazunder von Stuart Gordon bis Peter Jackson, kombiniert saftigen Lokalkolorit mit  internationaler Stoßrichtung (gesprochen wird vorwiegend  Englisch) und lässt  Margarethe Tiesel als schnapsgeeichte Almwirtin mit einem Maschinengewehr Zombies in Lederhosen niedermähen, bis die Lift-Gondeln Trauer tragen. Ein kleiner Schritt für den Zombiefilm, aber ein großer Schritt für das österreichische Genrekino!

Im Anschluss an die Premiere von „Angriff der Lederhosenzombies“ verwandelt sich das Foyer des Gartenbaukinos, die philiale, in eine Après-Ski-Bude mit Stil und gemeinsam mit dem Filmteam sowie den Plattenauflegern Christian Fuchs (Black Palms Orchestra, FM4) und Road Tripper (Arena, FM4) wird mit schöner Musik jenseits von Hüttengaudi & Co die Eröffnung siebenten Festivalausgabe gefeiert, es wird fetzen!

/slash Filmfestival: Zombies aus Südkorea

Noch mehr Zombies, allerdings animierte, liefert Yeon Sang-ho mit seinem frenetischen Zombie-Animations-Thriller „Seoul Station“: Der Bahnhof in der südkoreanischen Hauptstadt ist ein von strengen Hackordnungen zerfranster Kosmos, als plötzlich eine Zombie-Epidemie über die dort hausenden und von der Polizei brutal kontrollierten Obdachlosen hereinbricht. Und die, die ganz unten in der sozialen Rangordnung stehen, sind die einzigen, die der Bedrohung etwas entgegenzusetzen haben …

„Train To Busan“ ist ebenfalls von Yeon Sang-ho und stellt sein beeindruckendes Spielfilmdebüt dar, ein meisterhaft klassischer Zombiefilm, aus demselben Produktionsjahr wie „Seoul Station“ und auch zeitgleich spielend: Während in Seoul also die Zombie-Epidemie wütet, sitzt Seok Woo mit seiner Tochter im Zug, doch es dauert nicht lange, und auch im engen Abteil beißt der erste Infizierte wild um sich. Konzeptuell ähnlich angelegt wie die Endzeit-Philosophie „Snowpiercer“ von Landsmann Bong Joon-ho, wird doch eine ganze eigene Strecke gefahren und sowohl die Figuren als auch die Zuschauer stürzen von einem atemlosen Set-Piece ins nächste.

/slash Filmfestival: Fokus Südkorea

Wir bleiben im Filmland Südkorea: Kult-Regisseur Park Chan-wook (OLDBOY) liefert mit „The Handmaiden“ eine bildgewaltige Adaption des Kriminalromans „Fingersmith“ von Sarah Waters. Angesiedelt im Korea der 1930er Jahre, verliebt sich die reiche Erbin Hideko in ihr Dienstmädchen Sook-hee – die aber auch noch andere, durchaus finstere Pläne verfolgt, gemeinsam mit einem Hochstapler, der sich als Graf ausgibt …

Jang Jae-hyuns Horrorthriller „The Priests“ schließlich zeigt uns Exorzismus auf koreanisch, da treffen dann klassische Exorzismus-Rituale auf landeseigene Besonderheiten wie ein Ferkel und das Ganze ist überaus lässig inszeniert – wir garantieren beste Unterhaltung!

Branchentage beim /slash filmfestival

Neu dabei ab heuer im /slash Festivalzirkus ist das Institut Schamlos, das, bereits erstmalig bei der Diagonale 2013 vorgestellt, damals die folgenden Ziele im Kopf hatte:

Wie das Avantgardekino, der Dokumentarfilm und der Kurzfilm braucht das Genre des Fantastischen – das im Besonderen, aber nicht nur Horror-, Science-Fiction- und Fantasyfilme meint – eine Konzentration, eine Fürsprech-Agentur, eine Lobby. Wieso, ist schnell gesagt: Die österreichische Filmkultur hat das Fantastische Kino in den letzten Jahrzehnten kaum adäquat abgebildet und schon gar nicht diskutiert. Für viele intelligente, kreative Menschen ist die Auseinandersetzung mit Erzählformen und -mitteln, die gemeinhin dem Fantastischen zugerechnet werden, immer noch ein Stigma. Das Institut Schamlos muss Anlaufstelle und Wohnzimmer für all jene werden, die sich mit dem Fantastischen Film auseinandersetzen. DrehbuchautorInnen und RegisseurInnen, Kameraleute und ProduzentInnen, FilmkritikerInnen und KinotheoretikerInnen und natürlich auch die Fan-Community. Sie alle sollen miteinander in einen Dialog treten, aber auch gemeinsam arbeiten und für ihre Sache kämpfen. In einem Netzwerk.

Das Institut wird somit heuer wiederbelebt: Geboten werden zwei intensive Branchen-Tage, bei denen hinter die Kulissen des Fantastischen Films geblickt wird, mit österreichischen und internationalen Gästen, Vorträgen, Master Classes, Workshops und einer Karaoke-Party (!!!) – Programmpunkte, die bei den vergangen Festivalausgaben bereits fixer Bestandteil waren, sollen verdichtet und konzentrierter an die österreichische Filmbranche herangetragen werden – auf dass auch nach dem Festival-Ende etwas in Österreich zurückbleibt: eine Idee, ein Kontakt, der Beginn eines Netzwerkes, das im Besonderen heimischen Filmschaffenden die Möglichkeit geben soll, sich mit internationalen Produzenten, Festivalmachern, Verleihern und natürlich Regisseuren zu verknüpfen.

 

The PriestDetails zum Programm und den Gästen ab Anfang September auf institutschamlos.at, das gesamte Festival-Programm des 7. /slash Filmfestivals gibt es am 31. August auf slashfilmfestival.com. Der Vorverkauf startet am 9. September ebenda!

 

Wir verlosen 10 x 2 Tickets für das /slash Filmfestival!

 

Sie möchten an unserer Verlosung teilnehmen? Dann schreiben Sie uns einfach eine Postkarte (!ticket, Heumühlgasse 11, A-1040 Wien), füllen das untstehende Formular aus oder senden eine E-Mail an gewinn@ticketmagazin.com. Einsendeschluss ist am 9. September! Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Eine Barablöse des Gewinnes ist nicht möglich. Mitarbeiter der Ticket Express GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bitte notieren Sie im Feld „Wunschgewinn“ den Betreff „/slash Filmfestival“! Die Filme, für die die Freikarten gestellt werden, werden von /slash ausgesucht!

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