Die Welt trauert um einen Star

Nachruf der Redaktion:

Goodbye Whitney!

Wie bei vielen Schicksalen war der Weg deutlich vorgezeichnet, scheinbar ohne möglichen Ausweg. Und das, obwohl Whitney Houston stets selbst zugab, ein Drogenproblem zu haben – Medien und Weltöffentlichkeit sahen zu, wie vielleicht die begnadetste Stimme unserer Zeit sich selbst zugrunde richtete. Überraschend kam der Tod Whitney Houstons nicht. Nicht überraschender, als der von Amy Winehouse vor einigen Monaten. Nur Michael Jackson litt ohne Öffentlichkeit und so traf seine Todesnachricht heftiger. Im Grunde gleichen sich die Schicksale: Gesegnet mit unglaublichem Talent, leiden unter einem Leben in der Öffentlichkeit ohne ein Stückchen Privatsphäre, zusammenbrechen unter dem Leistungsdruck, dem selbst auferlegten Credo, niemals scheitern zu dürfen.

Branford Marsalis, einer der ganz großen Jazzer unserer Tage, bedauerte im Gespräch das Ableben der Soul-Diva, relativierte aber auch: „Da draußen sterben jeden Tag Menschen auf die gleiche Art wie Whitney. Nur, dass sie es leise, ohne jede Aufmerksamkeit tun, denn sie sind nicht der Superstar Whitney Houston. Aber sie zerbrechen an den gleichen Dingen, an einer Wahrheit über sich selbst, die sie nicht ertragen können. Einem Druck, den sie nicht standhalten.“

„I Will Always Love You“ – ihr größter Hit, vielleicht auch ihr größtes Scheitern. Nie soll sich Whitney sicher gewesen sein, ob sie ihre Fans auch wirklich lieben. Nie fand Whitney die Liebe ihres Lebens bei Ex-Mann Bobby Brown, der sie erst mit harten Drogen in Kontakt brachte. Und vermutlich wird ihre Tochter, Bobbie Christina, nie jene Liebe daheim erfahren haben, wie sie in unspektakulären Familienleben von Otto Normalo, bei dir und mir daheim, ganz alltäglich ist.

Das Leben und Sterben der Stars, öffentlich. Auch wenn die (Pop-) Welt einen Augenblick inne gehalten hat, so wird sie weiterhin solche Figuren produzieren, von denen man später sagt: „They burn out, but never fade away! R.I.P., Whitney!

Alexander Haide

R.I.P. Whitney Houston!

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