Durchgehört und Hineingeblickt – Marina Zettl

Dass Ihre Stimme Ihr stärkstes Instrument ist, war der hübschen Grazerin schon von Kindesbeinen an klar. Heute begeistert Marina Zettel auch international mit ihrem soulig-jazzigem Sound. TICKET hat mit ihr nicht nur über das neue Album Watch Me Burn  geplaudert.

Warum hast du dich bei deinem neuen Album Watch Me Burn  auf einen dezenten, klaren Sound fokussiert?

Marina Zettl: Wir spielen seit einiger Zeit im Trio und fühlen uns sehr wohl dabei. Dabei muss jeder auch schon mal mehr als einen Part übernehmen, aber dadurch entsteht auch unser eigener Sound. Das wollten wir bei den Aufnahmen in den Vordergrund stellen. Natürlich sind auch wieder Gäste auf ein paar Nummern zu hören, aber die bereichern und unterstützen unseren Sound eher, als dass sie ihn verfremden. Der Song und seine Message sind und bleiben im Vordergrund.

Dein Sound ist sehr vielfältig. Welchem Genre würdest du dich am ehesten zuordnen?

Marina: Eine Gegenfrage: Gefällt euch unsere Musik – gefällt euch unser Sound?

Wenn ja – super! Wenn nein – dann eben nicht! Für mich ist es ganz gleich, welchem Genre wir angehören. In der Band haben wir sehr unterschiedliche musikalische Einflüsse, aber finden immer einen gemeinsamen Nenner und das ist es, was mir wichtig ist.

Dein Gesicht ziert das Cover deines neuen Albums Watch Me Burn.  Das ist heute eher untypisch. Warum hast du dich dafür entschieden?

Marina: Ich weiß nicht, ob es wirklich untypisch ist, aber für mich war es das erste Mal, dass mein Gesicht so groß auf dem Cover zu sehen ist. Wir hatten verschiedene Ideen und Entwürfe und der war der beste und passendste in Bezug auf den Titlel Watch Me Burn. Der Blick ist direkt, straight, es entsteht der Eindruck, dass man in mich hinein blicken kann.

Wann hast du gemerkt, dass du Musik machen möchtest?

Marina: Das war für mich immer schon klar. Meine Familie hat das sehr früh erkannt und mich dahingehend auch unterstützt.

Was fasziniert dich an Jazz?

Marina: Jazz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl unterschiedlichster Stilistiken aus verschiedensten Epochen. Ich mag alte Big Band Aufnahmen und Swing genauso wie groovige, moderne Sachen. Was mir wichtig ist, ist die Offenheit, die Freiheit, sich auszudrücken.

Du warst ja schon international unterwegs. Wie schwer ist es, sich als Österreicherin auch international durchzusetzen?

Ich habe es bei unseren Konzerten gar nicht schwer gefunden einen Draht zum Publikum zu bekommen, ganz im Gegenteil. Das Interesse war da, eine „unbekannte“ Band mit ihren eigenen Songs kennenzulernen. Ich kann von keinen negativen Erlebnissen berichten. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt….Da finde ich es im eigenen Land manches Mal fast schwieriger etwas Neues auf die Beine zu stellen. Generell denke ich, braucht man ein gutes Durchhaltevermögen.

Was inspiriert dich beim Schreiben deiner Songs?

Das Spannende daran ist, dass man nie weiß, wann man inspiriert wird. Manchmal hört man einen besonders guten Satz in einen Film, liest einen Artikel oder summt eine Melodie vor sich hin. Und diese kleine Idee versucht man dann zum Wachsen zu bringen.

CD Cover

Watch Me Burn: Simpel und dennoch abwechlungsreich, Jazz und Soul mit Funk gekitzelt, Englisch sowie Deutsch. Auf ihrem neuen Album lässt sich Marina Zettl ganz tief in Ihr Herz schauen.

 

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