Eine Nacht mit … THE BETH EDGES

Hier möchten wir euch eine neue [highlight color=”yellow”]!ticket-Reihe[/highlight] vorstellen, bei der Künstler von der Redaktion einen Abend lang begleitet werden. Ein „normales“ Interview ist eine Sache – einen Abend mit einer Band zu verbringen, inklusive bewusstseinsverändernder Getränke, bringt so einiges ans Tageslicht.

Dieses Mal haben wir die sympathischen [highlight color=”yellow”]The Beth Edges[/highlight] begleitet. Anthony Jacobson von [highlight color=”yellow”]Perdurabo Film[/highlight] hat den Abend filmisch festgehalten:

Tickets bei oeticket.com

[highlight color=”yellow”]20:00 Uhr[/highlight]

Wir starten in einem kleinen Wiener Lokal in Neubau. Der Wirt – ein Wiener Original, optisch der Weihnachtsmann im Jeanshemd. Wir stellen uns vor, erfahren, dass drei der Jungs aus Oberösterreich sind, einer aus Niederösterreich – aber trotzdem dazugehört. Das Lieblingsessen von David sind Spaghetti Bolognese. Und das am besten jeden Abend. Eine weitere Frage tut sich auf: Ist Running Sushi eigentlich eine Lieblingsspeise? Oder müsste man das vielleicht präzisieren, so wie Flo, der sein Pariser Schnitzel mal schnell in ein California Maki umwandelt. Es werden einige Fragen in Stammbuchmarnier beantwortet und es stellt sich heraus, dass es dann doch schwierig ist, nur einen Satz zu finden, den man immer schon mal sagen wollte. Andreas sagt beispielsweise eh immer, was er sagen will und Tobias findet Roland Düringers „Is ja eh wurscht, oder?“ großartig, weil manche Dinge einfach wirklich wurscht sind. Beim Lieblingsgetränk sind sich die meisten einig: etwas, das ein paar Prozentchen beinhaltet. Dementsprechend starten wir mit der ersten Runde, Prost!

[highlight color=”yellow”]21:00 Uhr[/highlight]

Runde zwei. Ich bekomme einen Einblick in die Tischtennis-Geschichten der Band. Da gibt es unglaublich viele. Als The Beth Edges ihr gleichnamiges Album in Ebensee „at the Ranch“ eingespielt haben, wurden einfach alle Entscheidungen im Tischtennis gefällt. Nicht nur musikalischer Natur, da ging es vor allem um Hausarbeit und andere Challenges. David musste beispielsweise nach einem verlorenen Turnier zehn Sekundenim bitterkalten Traunsee ausharren. Und weil die Jungs anscheinend auf Spielen stehen, starten wir ein Trinkspiel. „Ding-Ding-Bottle.“ Jede 5, jede Zahl die durch 5 teilbar ist und in der 5 vorkommt, ist einfach Ding-Ding. Mit 7 verhält es sich ebenso – die Zahl ist „Bottle“. Durchzuzählen bis Ding-Ding-Bottle, also 35, wurde nicht erreicht. Es wird weiter geübt. Zwischenzeitlich geht es natürlich auch um das Hauptthema Musik. Ist die Bezeichnung Austropop eigentlich als diffamierend zu betrachten? Reicht sie nur von Fendrich bis Danzer? Müsste nicht jegliche Populärmusik aus heimischen Gefilden als Austropop bezeichnet werden? Sind The Beth Edges eigentlich Austropop (neeeeiiiinnnn!)? Und warum gibt es in Österreich eigentlich so viel musikalischen Neid?

[highlight color=”yellow”]22:00 Uhr[/highlight]

Pause am Würstelstand. Käsekrainer ist einfach das Beste überhaupt! Finden alle bis auf Tobias, der sich lieber eine gemeine Frankfurter in ein Hotdog-Brot packen lässt. Gut vorbereitet, wie die Band nun mal ist, hat man auch Plakate dabei, die (natürlich nur legal) auch gleich aufgehängt werden. Man schlendert inmitten von Boboville weiter, ist froh über etwas Festes im Magen und begibt sich frohen Mutes in das nächste Lokal.

[highlight color=”yellow”]22:30 Uhr[/highlight]

Unsagbar – so der Name der Wiener Piratenbar, der auch Omen ist. Unsere letzte Station des Abends. Jetzt folgt Gluck-Gluck. Dies bezeichnet die Art, einen allseits beliebten Kräuterschnaps zu konsumieren – Flasche zwischen die Zähne, Ohren zuhalten – gluck-gluck. Redakteurin und Kameramann lassen diese Runde aus. Die Diskussionen werden heißen – man überlegt sich in der Runde, welche Bands man auf den Tod nicht ausstehen kann. Interessanterweise sind etliche Übereinstimmungen vorhanden. Nach minutenlangem Bandbashing,das auch Redakteurin, Kameramann und Promoterin nicht ausließen, einigte man sich dann aber unisono, dass man eigentlich keine Band so richtig hasst und großen Respekt vor musikalischer Leistung hat.

[highlight color=”yellow”]23:30 Uhr[/highlight]

Noch immer ist alles unsagbar. Nun kommt die Frage: „Was treibt euch eigentlich immer weiter an, Musik zu machen?“ Während Andreas davon spricht, dass er einfach Musik machen muss, erkennt auch Tobias eine gewisse Sucht und einen Trieb dahinter. Flo hat einen sportlichen Ansatz und vergleicht das Gefühl, Musik zu machen mit diesem, einen Tiefschneehang auf seinem Snowboard hinunterzurasen – man denkt nicht über andere Dinge nach, man ist genau im Moment, und das kann man mit Musik vergleichen. Abgeschlossen wird dieser interessante, bereichernde und vor allem auch sehr lustige Abend mit einer wunderschönen Allegorie,
die David noch zu später Stunde hinzaubert:„Wenn man beim Sport bleibt – ich stell mir da einen Viererbob vor. Jeder weiß genau, wo er anziehen muss, wie er sich drehen muss, wo er Gewicht verlagern muss, damit der Bob in der Bahn bleibt. So verhält es sich auch bei uns – jeder Einzelne trägt zum Erfolg bei. Beim aktuellen Album hat jeder genau gewusst, was er tun muss. So sind wir dann auch gemeinsam ins Ziel gefahren.“

Soeben ist das dritte Album "The Beth Edges" erschienen. !ticket verlost hiervon zwei Stück - und das sogar signiert! Einfach HIER beim Gewinnspiel mitmachen.

Soeben ist das dritte Album “The Beth Edges” erschienen. !ticket verlost hiervon zwei Stück – und das sogar signiert! Einfach HIER beim Gewinnspiel mitmachen.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei der Band bedanken, die uns einen so spannenden, aufschlussreichen und lustigen Abend beschert hat! Danke auch an Louise von den MAMIS und last but not least: Anthony Jacobson von Perdurabo Film.

[highlight color=”yellow”]Es warten noch etliche Auftritte von The Beth Edges auf euch, die sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen![/highlight]

28. März ppc, Graz
29. März Becks, Zwettl/Rodl
19. AprilWurmfestival,
Neumarkt am Hausruck
11. Mai Rockhouse, St. Pölten

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