Elysium

Regisseur Neill Blomkamp ist in der A-Liga angekommen

raylogoschwarz-620x3012009 sorgte ein überschaubar budgetierter Science-Fiction-Film namens District 9 für weltweites Aufsehen: Ein cleveres, ungewöhnliches Drehbuch, tolle visuelle

Effekte und eine offenkundig sehr sichere Regie ließen die Geschichte um Außerirdische, die auf der Erde, konkret in Johannesburg, gestrandet sind und dort in einer Art Slum gehalten werden, zum Knüller werden. Die sichere Hand gehörte dem damals 30-jährigen, in Südafrika geborenen und in Kanada lebenden Neill Blomkamp, der die Story schon in seinem Kurzfilm Alive in Joburg (2005) skizziert hatte. Und smart ist der Bursche: Wie sonst hätte er es geschafft, den großen Peter Jackson als Produzenten und Sci-Fi-Altmeister Ridley Scott als Fürsprecher zu gewinnen? Der Lohn waren nicht weniger als vier Oscar-Nominierungen, darunter als Bester Film – für einen Debüt-Spielfilm wahrlich ein überwältigender Erfolg.

„Not since Hall and Oates has there been such a team.“ (Ryan Gosling als Luke)

Von daher kann es nicht überraschen, dass der junge Mann in Hollywood, das ja immer auf der Suche nach neuen Talenten und nach frischem Input ist, mit seinem Drehbuch zum Science-Fiction-Thriller Elysium auf freudige Reaktionen stieß: Rasch waren 120 Millionen Dollar Budget und zwei Top-Stars (die Oscar-Preisträger Matt Damon und Jodie Foster) zur Hand, um Mr. Blomkamp in seinem Vorhaben zu unterstützen. Die Story hat durchaus gewisse Anklänge an seinen Instant-Erfolg: Im Jahr 2154 leben die Superreichen auf einer makellosen Raumstation namens Elysium, während der Rest auf der überbevölkerten, heruntergewirtschafteten Erde haust. Die Erdbewohner setzen alles daran, der wild wuchernden Kriminalität und der Armut zu entkommen. Und sie haben nicht die exquisite medizinische Versorgung, die es auf Elysium gibt. Mit Hilfe strenger Anti-Einwanderungsgesetze versucht die Elite, ihren luxuriösen Lebensstil zu bewahren. Max de Costa ist ein ganz normaler Mann, der verzweifelt versucht, nach Elysium zu gelangen. Während sein Leben an einem seidenen Faden hängt, übernimmt er widerwillig eine gefährliche Mission, bei der er gegen Elysiums Ministerin Delacourt und ihre Hardliner-Truppen antreten muss…

Man muss zugeben: Es ist eine Geschichte, wie man sie – zumindest auf den ersten Eindruck hin – noch nicht gehört und gesehen hat, und das ist ja keine Kleinigkeit im nicht abreißen wollenden Output an formelhaften Sci-Fi-Stoffen. Sympathisch auch, dass Blomkamp seinen alten Kumpel Sharlto Copley, mit dem er schon Alive in Joburg gedreht und der in District 9 die Hauptrolle gespielt hatte, in dieses Projekt mitgenommen hat. Elysium ist sicherlich einer der Filme, die es in diesem Blockbuster-Sommer erst zu toppen gilt.

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  • Regie: Neill Blomkamp
  • Darsteller: Matt Damon, Jodie Foster, Sharlto Copley, William Fichtner
  • Start: 16. August

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