Es ist, was es ist!

Er feierte heuer seinen 50. Geburtstag, fühlt sich fitter denn je und ist neuerdings nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf der Leinwand zu sehen: Lenny Kravitz.

Mit „Strut“ veröffentlichte der stilsichere New Yorker sein bereits zehntes Studioalbum. Ruhiger ist er mit diesem auf keinen Fall geworden, Lenny Kravitz wandert hier wieder retour auf die Rockpfade seiner Anfänge. Natürlich darf auch eine Ballade nicht fehlen – ist er doch bekannt für seine schmachtenden Sounds und Texte. Seit einigen Jahren bewegt er sich abseits der Bühne auch auf der Leinwand, vor allem durch „Die Tribute von Panem“ konnte er sich als Leiwandwandfigur etablieren. Was macht nun das Multitalent Lenny Kravitz aus? Wir haben versucht, einige Dinge zu entlocken, das war aber gar nicht so einfach, so mysteriös sich der Herr auf der Bühne gibt und hinter seinen Sonnenbrillen versteckt, genauso wortkarg gab er sich beim Interview. Interessant allerdings: Er ist ein großer Wien-Fan!

Ist es einfacher für dich Rocksongs oder Balladen zu schreiben?

Es ist, was es ist. Es ist Musik. Jeder einzelne Teil von Musik ist eine eigene Kreation.

Hast du dir schon einmal überlegt was ganz anderes zu machen? Z.B. rein elektronische Musik?

Ich mache einfach, was auf mich zukommt. Ich bin für alles offen. Es ist, was es ist. Was auch immer dabei raus kommt, kommt dabei raus. Ich habe ja auch schon elektronische Musik mit Rock kombiniert. Ich bin in der besten Verfassung überhaupt, ich bin besser drauf als mit 25. Als ich das letzte Mal hier war, bin ich durch die Stadt spaziert, ich liebe Wien, es ist wunderschön. Ich mag das Gefühl, das diese Stadt ausstrahlt. Es ist sehr romantisch. Und sie hat großartige musikalische Wurzeln, in der Klassik. Ich war im kalifornischen Knabenchor zwischen 11 und 15. Wir waren der zweitbeste Knabenchor der Welt, erster waren die Wiener Sängerknaben. Einmal im Jahr haben wir mit ihnen gemeinsam gesungen, sie kamen dann nach Amerika. Seit ich ein Kind bin, träume ich von Wien.Lenny Kravitz03 Greg Kadel_web

Hat sich die klassische Musikausbildung positiv auf dein Stimmvolumen ausgewirkt?

Es hat auf jeden Fall geholfen und ich konnte sehr viel über Musik, Harmonien aber auch Disziplin lernen.

Was ist das wichtigste Thema, über das Songs geschrieben werden sollten?

Es ist egal. Was auch immer für ein Gefühl rauskommen mag.

Es muss also nicht Liebe sein?

Liebe ist definitiv ein wichtiges Thema für mich, aber ich schreibe auch über andere Sachen.

Wie hat deine Filmkarriere begonnen?

Ich habe den Regisseur Lee Daniels in einem Restaurant getroffen, er hat Pressures und Butler gemacht, und er hat einfach gemeint: „Ich glaube, du solltest Schauspieler werden, ich würde gerne mit dir arbeiten. So hat es angefangen, ganz einfach.

Ist die Schauspielerei anstrengend für dich? Ist ja nicht ganz dein Metier …

Nein, es fühlt sich ganz natürlich an. Ich mag es.

Wann musstest du so richtig lachen?

Am Tag zuvor, mit meiner Tochter, ich war in New York und habe die ganze Nacht mit ihr verbracht. Wenn wir zusammen sind, dann geht es immer ganz verrückt zu, wir sind dann immer ziemlich kindisch und lachen einfach die ganze Zeit.

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Lenny Hand in Hand mit Tochter Zoë

Was inspiriert dich jeden Tag weiter Musik zu machen?

Meine Leidenschaft für Musik und Kreativität. Ich liebe das zu machen, was ich tu. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich das tun darf, was ich liebe und auch davon leben kann. Ich bin noch immer abenteuerlustig, das motiviert mich.

 

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