Franzl! Sisi!

Dinnershows gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wer in dieser Branche Erfolg haben will, muss etwas wirklich Neues bieten – oder etwas besonders Altes wie das imperiale „k.u.k. Hofbankett“.

 

April 1879: Die gründerzeitliche, in vollem Aufschwung befindliche Metropole feierte sich im Rahmen der Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph I. und seiner Gemahlin Elisabeth auch gleich selbst. Öffentlicher Höhepunkt des mehrtägigen Festaktes war der Makart-Festzug am 27. April, Kunst, Wissenschaft, Handel, Gewerbe und Industrie paradierten vom Wetter begünstigt unter den Augen von Zehntausenden Schaulustigen vom Prater ausgehend über die Jägerzeile (heute Praterstraße) und die neu angelegte Wiener Ringstraße, der Kaiser drückte „seinen Wohlwollen“ aus.
Vom Kaiserhaus wurde der feierliche Anlass bereits ab 22. April 1879 im Palais des jüngeren Bruders des Kaisers, Erzherzog Karl Ludwig, mit dem „Historischen Familienfest des Kaiserhauses“ begangen. Hier stand allein die Dynastie im Mittelpunkt. Sechs Tableaux vivants – „lebende Bilder“, die mit Personen berühmte Gemälde oder Ereignisse nachstellen – gaben bedeutende Momente aus der Familiengeschichte wieder. Das Fest war nur einem privaten Kreis zugänglich, viele Mitglieder der Dynastie waren an der Aufführung beteiligt.

Die Silberhochzeit wird öffentlich
Die Dinnershow „k.u.k. Hofbankett“ debütierte 2004 in Bad Ischl und wurde in den beiden Folgejahren wiederholt. Verantwortlich für diese Dinnershow ist Jochen Auer, selbst Bad Ischler und Teil der Gastronomie-Familie, die seit Hunderten von Jahren (1665!) den traditionsreichen Gasthof zum Pfandl gelingen lässt. Jochen Auer selbst ist seit etwa 25 Jahren Veranstalter und Show-Produzent, zudem seit 15 Jahren Caterer und bringt demnach höchste Ansprüche mit: „Durch die Zusammenarbeit mit den weltweit größten Stars bin ich natürlich die oberste Liga gewohnt! Und das erwarte ich mir auch, wenn ich in ein Top-Restaurant oder zu einer Dinner-Show gehe.“
Konzipiert wurde der „imperiale Abend“ 2003, als Jochen Auer und sein Team für das Kongress- und Theaterhaus in Bad Ischl tätig waren und von Tom & Domino Blue für deren „Sisi Musical“ einen Catering-Auftrag bekamen. Von da an war der Weg zum „k.u.k. Hofbankett“ nur mehr zu gehen – und wer Jochen Auer kennt, der weiß ob seiner Zielstrebigkeit.

Fassade Sofiensäle

Das perfekte Ambiente für die imperiale Dinnershow bieten die revitalisierten Sofiensäle.

Wie zu Sisis Zeiten
„Speisen, Feiern und Amüsieren wie zu Sisis Zeiten“ ist der Anspruch des imperialen Abends, der nun erstmals in der Bundeshauptstadt in den ehrwürdigen Sofiensälen stattfinden soll, zudem noch am Geburtstag von Kaiser Franz Joseph I premiert. „Wir haben diverse Geschichtsbücher durchstöbert und uns natürlich auch über diverse Tafeln und Sitzordnungen mit höchster politischer Anwesenheit und über deren Menüpläne informiert! Ein großer und wichtiger Teil der Recherche waren natürlich die Essgewohnheiten der damaligen Zeit“, weiß Auer von damals zu berichten, und fährt fort: „Wir haben nach langer Recherche tatsächlich das damalige Menü gefunden und auch die Tafel inklusive Sitzordnung! Das Menü wurde von Starkoch Günter Gaderbauer an die heutige Zeit angepasst! Es ist eine sehr schöne Story, dass wir Auszüge aus dem damaligen Menü verwenden, aber ich bin sicher, dass es wichtig und notwendig war, das Menü an die aktuellen Essgewohnheiten anzupassen. Auch die Menüfolge von damals würden unsere Gäste – trotz der Liebe zu Sisi und der Kaiserzeit – womöglich nicht goutieren.“

Gustomoment
Es ist doch nicht das Menü des oberösterreichischen Küchenprofis allein (eine vegetarische Variante, wenngleich ohne historischem Bezug, wird angeboten), sondern auch die Show, die den Abend gelingen lassen wird. „Die Show wird in etwa vier bis viereinhalb Stunden dauern. Es werden ca. 20 Bühnenkünstler, Akrobaten, Tänzer, Sänger und Domino Blue in der Hauptrolle als Sisi mitwirken. Und auch das Servicepersonal in historischen Kostümen der Kaiserzeit ist Teil der Show!“, lässt Jochen Auer bereits einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Nur das Beste vom Besten
Jochen Auers Cateringfirma bediente bereits Rockstars wie Black Sabbath, Metallica und The Rolling Stones, Popstars wie Christina Aguilera und Justin Bieber sowie Firmen wie Ferrero oder Allianz – allesamt Kunden, die genügend Geld liegen lassen, und demnach auch „ihre Ansprüche haben“: „Wann auch immer wir mit einer solchen Klientel unterwegs sein dürfen, müssen und werden wir Top-Qualität liefern! So wie auch beim k.u.k. Hofbankett!“
Allerdings braucht der Gast des „k.u.k. Hofbankett“ nicht über einen imperialen Kontostand zu verfügen: „Im Vergleich zu dem, was geboten wird, ist der Preis tatsächlich sehr gering! Ich kenne Shows, die ohne Menü beinahe das Gleiche kosten, und auch Restaurants, in denen 5-Gang-Menüs das Gleiche oder gerne auch mal viel mehr kosten – ohne Show!“ Getränke sind zwar wie üblich nicht inkludiert, Getränkepauschalen werden für Gruppen und exklusive Shows aber durchaus angeboten.
Es ist eine Wohltat, dass man weder Kaiser noch Star sein muss, um in ein Ambiente geladen zu werden, in dem einen Qualität und Unterhaltung auf höchstem Niveau erwartet, sowohl was das Programm, die Show, aber auch den Gaumen betrifft, da muss man nicht einmal „Sisi-Fan“ sein – immerhin verbindet Jochen Auer mit „unserer Kaiserin“ auch „nur“ Bad Ischl und die Liebe zu Tattoos, immerhin ist er Vater der Wildstyle & Tattoo Messe, während sie einen Anker am Schulterblatt tätowiert hatte. Vielmehr versteht sich das „k.u.k Hofbankett“ als Dinnershow für die ganze Familie inklusive der Großeltern, die einen Abend zum Genießen erleben wollen.
 
Weitere Informationen finden Sie auf www.hofbankett.at! Die imperiale Dinnershow „k.u.k. Hofbankett“ erleben Sie zwischen 26. Dezember und 15. Jänner in den Wiener Sofiensälen. Die Preise liegen zwischen € 129 und € 139 und sind bei oeticket.com erhältlich.

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