G.checkt: “Mopspop” von Beatmöpse

Möpse mag Mann. Also, diese niedlichen Hündchen, die Wikipedia als “robust und kompakt” beinahe wie einen Kleinwagen beschreibt – dabei huldigt gar der große österreichische Lyriker Ernst Jandl dem Mops, der dem Otto bekanntlich trotzig seinen Mageninhalt vor die Füße ergießt. Ein Schelm, der beim Projektnamen “Beatmöpse” und dem Titel des Debütalbums “Mopspop” Schmutziges denkt.

Beatmöpse

Hinter jenem kindlich-spielerischen Auftreten verbirgt sich Marie-Luise Haugk aus dem Großstadtrevier, Derrick und dem Theater (Jägerstraße). Beatmöpse ist jedoch nur eines ihrer musikalischen Soloprojekte, Mauki Malusi und die Goldmarie hat man vielleicht schon irgendwann einmal beim Stöbern in den Untiefen des Weltweitennetzes gefunden und als Ohrwürmchen abgespeichert. 2007 tat sie sich dann mit ihrer Bontempi Orgel zusammen, das Resultat des kreativen Schaffens frei nach den Mottos “Musik vom Kleinsten” und “Kill all Schubladen” liegt nun mit Mopspop vor.

Klingen tun die Laber-Rababer-Momentaufnahmen, die Beste-Freundin-Smalltalks in etwa so, wie wenn sich das Erste Wiener Heimorgelorchester Helium reingepfeffert hätte und am Kindergeburtstag groß aufspielt. Minipop nennt sich diese Gattung, die am japanischen Musikmarkt (bekanntlich der abgedrehteste ever … ka-poooow!) wohl massiven Anklang finden würde, hierzulande wohl nur einen elitären Zirkel hinter dem Ofen hervorlockt. Ein Zirkel, der halt “wirklich versteht, was die Marie-Luise damit voll aussagen will” und Mopspop als “eigenständig und ur-faszinierend” sieht. Doch wenn man ehrlich ist, ist das weder neu, noch sonders erfrischend, nicht einmal gelungen dadaistisch – aber zugegebenermaßen locker-flockig und heiter, kindlich-unbeholfen und dementsprechend irgendwie süß.

Kindchenschema allein reicht aber nicht immer aus.

Mopspop

Mopspop ist bei Pate Records erschienen, die Beatmöpse sind freilich auch auf Facebook.

 

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