GANZ „CROSSES“ KINO

Spätestens seit dem letzten Jahr ist der Pandabär aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. Cro machte den Raop populär und sorgte für mächtig Stimmung auf den Konzertbühnen. Die Charts wurden im Vorbeigehen auch noch gleich erklommen.

Hallo erst einmal und Gratulation zu Platz Eins in den österreichischen Charts mit Einmal um die Welt! Du bist einer der Senkrechtstarter des letzten Jahres, was hast du dir für 2013 vorgenommen?

Cro: Dankeschön. Ich will dieses Jahr nicht ganz so viel Hektik haben. Das wäre schön. Ansonsten will ich auf jeden Fall mein neues Mixtape fertig machen.

Du hast in kurzer Zeit schon sehr viel erreicht – hast du manchmal Angst davor, dass alles zu schnell passiert oder lebst du mehr nach dem Motto „nimm was du kriegen kannst“?

Cro: Ich mach mir da keinen Kopf. Da wird man nur verrückt von. Es kommt wie es kommt und grade läuft’s gut, also genieß ich das auch.

Mit dem Erfolg kommen auch Verpflichtungen – Interviews, Konzerte, Touren usw. Ist das Leben jetzt weniger „easy“ und dafür verplanter und stressiger?

Cro: Ja, klar, voll. Da hab ich mich auch immer noch nicht richtig dran gewöhnt. Am liebsten würde ich einfach nur Musik machen. Das gehört aber eben auch alles mit dazu.

Du bist ein sehr entspannter Typ – gibt es trotzdem irgendwas, das dich zumindest ein wenig aus der Ruhe bringen kann?

Cro: Fuuuh… Da gibt’s echt wenig. Also ich mag keinen Stress, aber wenn mich jemand zu sehr stresst klink ich mich da einfach aus. Richtig aus der Ruhe bringt mich das auch nicht.

Du bist ja auch graphisch bzw. zeichnerisch begabt. Kommt es vor, dass du etwas zeichnest und dies dich gleichzeitig zu einem Song inspiriert?

Cro: Nein, eher nicht. Das sind irgendwie zwei verschiedene Töpfe in mir drin, aus denen die Ideen herkommen. Ich nutz das eher um mich vom jeweils anderen abzulenken. Also wenn ich genug davon habe Musik zu machen und mir nichts mehr einfällt, dann mach ich Sachen für Vio Vio und zeichne was. Und andersherum. Das klappt ganz gut.

Was waren deine ersten Erfahrungen mit Musik und gibt es einen speziellen Song oder Künstler, der besonders prägend für dich war?

Cro: Meine Mum hat mich schon sehr früh zum Klavierunterricht geschickt und mein großer Bruder hat mir ein paar Riffs auf der Gitarre gezeigt. Das war so das erste. Und dann hab ich sehr schnell Deutschrap gehört. Beginner zum Beispiel oder Freundeskreis. Parallel dazu auch immer Sachen aus Papas Plattenkiste.

Fühlst du dich als Sprachrohr der jetzigen jungen Generation?

Cro: Nee, nicht wirklich!

Mit „Raop“ hast du dir mehr oder weniger eine eigene Nische in der Musikwelt geschaffen und wurdest gleichzeitig als Zukunft des deutschen Hip-Hop bezeichnet. Siehst du dich als Speerspitze einer neuen Hip-Hop-Bewegung?

Cro: Ich weiß nicht, ich finde komisch, so etwas über mich selber zu sagen. Das sollen andere sagen. Es gibt ja nicht nur mich, sondern auch einen Marteria oder Die Orsons. Die machen genau so etwas Neues und Freshes.

Die großen Labels haben um dich gebuhlt, letztendlich hast du dich aber dazu entschlossen, quasi in Eigenregie weiterzuarbeiten. Was war im Endeffekt der Grund, sich gegen einen Major zu entscheiden?

Cro: Mein Label Chimperator hat an mich geglaubt und mich unter Vertrag genommen als mich wirklich noch kein Schwein kannte. Die Majors hätten meine Sachen zu dem Zeitpunkt nicht mal angehört. Also warum sollte ich dann später, nachdem wir das selber schon auf ein sehr hohes Level gebracht hatten, zu jemand anderem gehen? Das wäre Quatsch. Wir haben das dann alle zusammen besprochen und gesagt wir machen’s alleine. Und wie man sieht war das genau die richtige Entscheidung!

Im Fußball tauschen Spieler nach einem Match ihre Trikots – könntest du dir einen Maskentausch mit einem anderen Musiker/Künstler vorstellen und falls ja, mit wem?

Cro: Na, also so für einen Tag oder so schon. Mit Sido würd ich die Maske mal tauschen.

Die Faschings – bzw. Karnevalszeit ist ja bereits im Gange. Als was verkleidet sich Cro?

Cro: Nackig, mit rotem Kopf, als Streichholz.

Ob nackig oder nicht, das sehen wir dann ja noch – jedenfalls ist der Panda am 31. August auf der Donauinsel-Festwiese in Wien zu sehen. Zumindest Sie können ja einmal nackig kommen, vielleicht lässt er dann ja nicht nur die Maske fallen. Feig!

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