„Gegen die Wand“: Identitätssuche im Werk X

Das Werk X nimmt Alexander Simons Bühnenfassung des mehrfach ausgezeichneten Spielfilms ab 8. März wieder auf.

© Yasmina Haddad

Nach einem missglückten Selbstmordversuch lernt die 20-jährige Deutsch-Türkin Sibel den 40-jährigen Cahit kennen. Um den Moralvorstellungen ihrer Eltern zu entfliehen, geht Sibel mit dem alkoholkranken und drogensüchtigen Landsmann eine Scheinehe ein. Sie genießt das neu gewonnene Leben in vollen Zügen, doch als Cahit und sie sich wirklich ineinander verlieben, nimmt das Unglück seinen Lauf.

Der erste Teil der Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“ des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin kam 2004 in die heimischen Kinos und war gleichermaßen bei Publikum und Kritik ein großer Erfolg (unter anderem mit dem Goldenen Bär und 5 Lolas in Gold ausgezeichnet). Gleichzeitig gab Akin mit seinem Spielfilm den längst überfälligen Anstoß zur Debatte um interkulturelles Zusammenleben und belebte die Diskussion um Integration, Tradition wie auch um Interkultur. Die Bühnenfassung von Alexander Simon feierte 2013 seine umjubelte Premiere. Das Werk X nimmt Gegen die Wand mit Zeynep Buyraç als Sibel und Harald Windisch als Cahit ab 8. März 2018 wieder in sein Repertoire auf.

Pressestimmen:

Das famose Theater-Remake von Fatih Akins Spielfilmerfolg Gegen die Wand (2004) in der Wiener Garage X profitiert von einer nachträglichen Schärfung des Bewusstseins: Auch in Österreich hat man beschlossen, das Thema der Interkulturalität verstärkt auf die Agenda zu setzen. Alexander Simons Inszenierung überträgt den Balladenplot der beiden Suizid-Liebenden Sibel (Zeynep Buyrac) und Cahit (Harald Windisch) in wenigen Worten nach Wien.
Das sechsköpfige Ensemble spielt sich kolossal frei. (Der Standard, 18.01.13)


Die Handlung rast dahin. Asli Kislal, Tim Breyvogel, Dennis Cubic und Arthur Werner tragen jeweils (in mehreren Rollen) mit Witz und Präsenz viel zum komödiantischen Gehalt des Abends bei, der sehenswert und kurzweilig ist. (Kurier, 18.01.13)


Überzeugend ist zunächst die Einfachheit der Raumlösung, die Bühnenbildnerin Monika Nguyen gefunden hat. Auf der leeren, weißen Bühne nur einige Schaumstoffmatratzen…
An dem sich ständig verändernden Ort entfaltet Regisseur Alexander Simon sein suggestives Aktionstheater mit großer Intensität. (Kronen Zeitung, 18.01.13)

Gegen die Wand, Werk X

Inszenierung: Alexander Simon
Ausstattung: Monika Nguyen
Mit: Zeynep Buyraç, Aslı Kışlal, Tim Breyvogel, Dennis Cubic, Arthur Werner, Harald Windisch

Donnerstag, 8. März
Freitag, 9. März
Samstag, 7. April
Sonntag, 8. April

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