Generation Grönemeyer

Wie kein anderer Künstler begleitet Herbert Grönemeyer ganze Generationen an Fans. Mit “Dauernd jetzt” gibt’s ein neues Album, einen Soundtrack zum aktuellen Corbijn-Film und eine große Tour im Frühjahr.

 
 

Dreißig Jahre andauernder Erfolg, abonnierte Spitzenplatzierungen in den Hitparaden, ausnahmslos ausverkaufte Tourneen. Eines der Erfolgsgeheimnisse des sympathisches Stars aus Göttingen: Nach jedem Album und jeder Tournee zieht er sich in seine Wahlheimat London zurück, wo er unbehelligt von Fans und Presse seinem Familienleben nachgehen kann. Doch nun, zwei Jahre nach seinem englischsprachigen Album „I Walk“ und einer Club-Tournee durch England, die USA und Kanada widmet sich Grönemeyer wieder seinem Stammpublikum. Und das in einer gewaltigen Kreativ-Explosion, die ihn heuer und im kommenden Jahr kräftig auf Trab hält.
 
 

„A Most Wanted Man“
Seit Jahren ist der Fotokünstler und Filmemacher Anton Corbijn nicht nur für das Artwork von U2 verantwortlich, sondern auch für viele der Visuals von Grönemeyer. Klar, dass Herbert für den neuen Streifen des Holländers „A Most Wanted Man“, der im September in die Kinos kam, nicht nur in einer Nebenrolle zu sehen ist, sondern auch den Soundtrack beisteuerte.
Gleichzeitig stellte für die Österreicher liebster Germane seinen eigenen neuen Longplayer fertig, auf den er stolze 16 Tracks, darunter eine Live-Version von „Neuer Tag“ und den Song „Fang Mich“ als „Hoopieshnoopie“-Remix packte. Als Lead-Single wählte Grönemeyer wieder ein Liebeslied, das durch seine üblichen, ganz typischen Textschöpfungen besticht: „Wirst Du morgen noch mit mir tanzen, bleibst Du in Deiner Liebe fest. Wirst Du Dich für mich verwenden, bestehen wir zusammen jeden Test.“
 
 

Texten mit Bauchweh
Dennoch ist die Leichtigkeit, die die Songs versprühen, hart erarbeitet, auch nach mehr als drei Jahrzehnten des Liederschreibens und Textens leidet der Ausnahmekünstler bei jedem neuen Werk: „Mein Magen lief Amok, ich hab‘ ständig irgendwelche Heilerde wieder rein geballert. Die Magenspezialisten nennen das das zweite Gehirn. Da ist das eine, das wir kennen, und hinter dem Magen sitzt noch eines. Mein Magen läuft da völlig durcheinander, der Druck ist hoch und die Nerven gehen… nein, es wird leider nicht einfacher. Ich mein‘, ich schreib‘ gern Texte und wenn mir einer gelingt, freu‘ ich mich wie Bolle, aber dass es mir nun irgendwie leichter fällt oder ich entspannter heran geh‘ ist mir noch nicht gelungen.“

Warum er sich Qualen und Schmerzen antut? Die Antwort liegt auf der Hand:  „Ich tu‘ mir das an, um wieder Material zu haben, weil ich gerne spiele. Ich bin halt sehr verspielt und ich spiel‘ gerne live, und wenn ich nicht immer das gleiche spielen will, muss ich mir was schreiben. Das erfüllt schon einen eigenen Zweck. Ich muss dann leiden. Die kurze Zeit, vier, fünf Monate… wenn es dann fertig ist, wenn ich es dann höre, denke ich mir: Ja, das hast du ganz vernünftig gemacht.“

Wie vernünftig die neuen Titel und natürlich die Klassiker von „Bochum“ bis „Flugzeuge im Bauch“ auch nach vielen Jahren noch klingen, können österreichische Fans im kommenden Juni bestaunen, wenn Herbert Grönemeyer zum Abschluss seiner „Dauernd Jetzt Tour 2015“ in der Wiener Stadthalle auftritt.

 
 

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