Gewinnspiel: „Live Sound“ für die Party von Sony

Sony

Sony legt diesen Sommer drei neue portable Lautsprechermodelle vor, Outdoor-Party-Lautsprecher mit LED-Lichteffekten, Extra-Bass und „Live Sound“. Wir haben das größte Modell der Serie, den SRS-XB41, der Extremsituation eines Polterwochenendes unterzogen.

Sony_SRS-XB41_Lifestyle_02Gerald G. ist spätestens seitdem er aufrecht stehen kann Musiker. Gerald spielt vornehmlich Gitarre in Heavy-Metal– und Punk-Bands. Er braucht es laut und wild, statt dem beinah altertümlichen „Sex, Drugs & Rock`n`Roll“ lieber ein paar Dezibel mehr, das Gehör ist ohnehin schon lediert. Dieses Jahr wird Gerald nebst seiner sonoren Liaison aber auch in den seligen Hafen der Ehe schippern – sein Glück: bei seiner Angetrauten heißt das nicht bereits Lebensabend mit Anfang 30, den Dezibel muss er keineswegs abschwören – im Gegenteil. Aber dennoch: Bevor ihn seine wild-maskuline Horde aus bärtigen Rabauken und brünftigen Zottelmonstern in die Mariage entfleuchen lässt, muss naturgemäß und traditionell noch zünftig gepoltert werden.

Das hierfür perfekte Setting schafft eine mehrtägige Grillage am Naturgewässer, bei der vegetarische Beilagen kurzerhand durch noch mehr totes Tier ersetzt werden, mit einem wochenendlichen Bierverbrauch vergleichbar mit dem per-anno-Umsatz einer kleinen Metropole. An musikalischer Untermalung darf es angeregter Gesprächskultur zum Trotz natürlich gerade bei einer musikalisch dithyrambischen Truppe wie dieser nicht mangeln – zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen siechende Kassettendecks bereits nach den ersten Stunden mit rauchenden Batterien die Waffen streckten: Auch während höhlenmenschlichem Gebaren befinden uns immer noch in einem fortschrittlich technologisierten Zeitalter.

An apple a day keeps the doctor away

Ja, Apple ist kein Unternehmen, sondern eine Sekte – eine der wenigen vernünftigen Aussagen, die U2-Sänger Bono Vox zuzuschreiben sind. Dem Sänger der Band übrigens, die 2014 ihr Album „Songs of Innocence“ gratis aber unverlangt einer halben Milliarde iTunes-Nutzer aufs Auge drückte – entgegen deren Musikgeschmack, und löschen konnte man die Songs auch nicht ohne Weiteres. Aber das nur so nebenbei.

Kein Unternehmen schafft es wie Apple, Menschen so emotional an sich zu binden: Käufer von ihren Produkten sind keine Kunden, sie sind Jünger. Besitzer von Produkten mit dem kleinen i fühlen sich als etwas Besonderes. Der Fetischcharakter der Apple-Produkte ist nicht zu unterschätzen. Man kauft nicht einfach ein iPhone, ein iPad oder einen iPod, sondern quasi eine Weltanschauung. Andererseits muss man auch neidlos zugestehen: iPods sind schon super. Ja, der iPod war das Vehikel, mit dem Apple ein paar Jahre später Kunden in den iTunes Store zog, wo das Unternehmen bei jedem Song, der dort verkauft wird, einen stattlichen Betrag als Provision einstreicht – zulasten der Künstler, freilich. Und der iPod war die Grundlage für das iPhone, das das Geschäftsmodell des iTunes Store mit dem App Store noch erweiterte. Aber der iPod ist nun mal klein, leicht und handlich, dabei aber robust und mit Tonnen an Musik gefüttert – wie gemacht für Extremsituationen. Hätte John Rambo 1985 bereits einen besessen, hätte er den vietnamesischen Dschungel in unter 50 Minuten aufgeräumt, 1988 Afghanistan in vielleicht einer Stunde. Insofern ist er wie geschaffen dafür, Stimmungsfundament für eine 72-stündige Party zu liefern.

It ain’t over until the fat lady sings

Damit man sich nicht vollends in die Arme der Sekte begibt, kann man aber zumindest in Punkto Lautsprecher auf unternehmensfremde Produkte zurückgreifen – es wird zwar nicht gern gesehen, aber kompatibel ist Apple durchaus auch mit dem Mitbewerb, der zudem nicht selten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Erst letztes Jahr haben wir uns in den damals neuen Bluetooth-Kompaktlautsprecher der Premium-Marke Sony verliebt, der nicht nur alle musikalischen, sondern auch die situativen Hürden, die wir ihm stellten, bravourös meistern konnte – immerhin geht es hier um ein Outdoor-Produkt für einen Mulatschag, und nicht um ein mondänes Heimkino. Dieses Jahr widmen wir uns der Frage, welche Fortschritte sein Nachfolger XB41 gemacht hat und testen selbigen gleich in der Extremsituation am Stausee Novomlýnské Nádrže. Was passiert mit dem anderthalb Kilo leichten Teil, wenn es auf Wasser und Bier losgelassen, in die Hände von illuminierten Gestalten mit diskutablem Musikgeschmack und latentem Hang zu Lautstärke gelassen wird? In seinen YouTube-Videos würde Vlogger und Musiker Louis Cachet, Insidern auch als Varg Vikernes von Burzum bekannt, frohlocken: „Let’s find out!“

Varg

Für die drahtlose Entgegennahme von Audio-Signalen ist Bluetooth 4.2 vorgesehen, das Pairing ist deppensicher. Bei iPhone und iPad lässt sich – zugunsten der Übertragungsqualität – mit der AAC-Streaming-Unterstützung oft eine Komprimierungsstufe übergehen. Noch geringere Komprimierungsverluste wären mit dem Sony-eigenen Bluetooth-Codec LDAC drin, doch existieren derzeit nur wenige passende Partner-Devices. Dafür ist mit zahlreichen Smartphones die Nutzung als Freisprecheinrichtung gestattet, man hat dazu ein Mikrofon untergebracht und BT-Profile wie HSP und HFP implementiert. „Content-Quellen“ (also die portablen Musikspeicher) sind auch kabelgebunden hörbar zu machen, ein analoger Eingang für 3.5mm-Klinkenstecker steht zur Verfügung. Allerdings kein analoger Ausgang, nicht mal ein Kopfhörer-Anschluss – der (und das muss fairerweise auch gesagt werden) bei einem Party-Produkt auch nicht unbedingt obligatorisch ist. Denn mithören wollen ja schließlich alle:

Was der Sony nicht kann, ist (subjektiv) schlechte Musik in gute Musik zu verwandeln – aber er kann sie zumindest gut klingen lassen; Somit fiel leider das angestrebte Argument, mit Punk Rock käme der Lautsprecher nicht zurecht, leider flach. Das wäre aber auch ein kleines Wunder gewesen, denn selbst komplexe, basslastige, ja beinahe dröhnende Musiken – die diversen Spielarten des Heavy Metals – klingen differenziert und sauber, da sind für ihn die simplen Schrumm-Schrumm-Akkorde des Punks ein klares Kinderspiel. Mit seinen 58-Millimeter-Breitband-Schallwandlern kann der SRS-XB41 hohe Klangerwartungen locker erfüllen, und während einige vergleichbare Lautsprecher des Mitbewerbs gerade mit dem Bass ihre liebe Not haben – entweder ist der Bass lediglich ein Bässchen oder wummert nur stupide in blind rasendem Taumel vor sich hin – macht der „ExtraBass“, ein optionaler, auf bauchige Tiefton-Reproduktion ausgerichteter Sound-Modus, dem Auftrag alle Ehre. Schon das passive Abstrahl-Verhalten des schlau konzipierten Gehäuses fördert eine gefühlt „satte“ Wiedergabe. Allerdings: Der Sony ist definitiv auf basslastige und/oder elektronische Musik ausgerichtet – denn während er im Tieftonbereich kraftvoll und brünftig wie ein Stier wütet, lässt er im Hochtonbereich die Brillanz missen und ist somit für Klassik, Jazz oder akustische Musik weniger geeignet – aber (und ohne despektierlich klingen zu wollen): das sind ja nun auch wirklich keine Genres, die zur Party laden.

Diskutabel hingegen ist die (glücklicherweise ebenfalls optionale) „Live Sound“-Funktion: Diese soll den Klang räumlich wahrnehmbarer machen, und man erhält zwar auch tatsächlich eine wahnsinnig breite Sound-Bühne, die definitiv weiträumiger ist als bei vergleichbaren Lautsprechern, jedoch wird der Klang hierbei immens verbogen. Der SRS-XB41 klingt dann nur noch mittenlastig und verquer: Hier müsste definitiv noch mit einem Update nachgebessert werden, denn bei den kleineren Modellen funktioniert dies wesentlich besser – und da hilft auch kein Nachbessern des Sounds über die Sony Music Center App. Apropos App: Auch optionale Soundeffekte wie DJ-Scratch-Geräusche und ähnliches sind mehr witzig als wirklich nötig, eine Spielerei, die wohl eher Kinder (oder Erwachsene, die in ihr kindliches Stadium zurückfallen) begeistern wird.

Der Sony ist also kein musikalischer Feingeist, dafür aber genau das, wofür er tatsächlich auch angepriesen wird: ein hochwertiger Outdoor-Party-Lautsprecher. Und ganz ehrlich: Betrachtet man die Optik und die gebotenen Features, dann will der SRS-XB41 auch nicht mehr als ein für den Preis tadelloser, robuster Lautsprecher sein, der draußen druckvoll und vor allem laut aufspielen und für Spaß sorgen will. Und ja, wir haben es getestet: Es können auch die umliegenden Nachbarn mithören – ob sie wollen, oder nicht. Für eine weitläufige (!) Beschallung reicht tatsächlich schon eines der Geräte aus, wobei man bis zu 100 Lautsprecher koppeln könnte – aber das wird letztendlich wohl nur wirtschaftliches Wunschdenken der Hersteller bleiben, denn es werden sich kaum zahlreiche Möglichkeiten ergeben, tatsächlich mehr als nur zwei zusammenzuschließen.

Schließlich: Die Verarbeitung ist genauso gut wie der geforderte Klang, und auch die Optik – mit der bereits vom Vorgänger bekannten (optionalen) Stroboskop-Lichtshow, die überraschend synchron mit der Musik mithält und dabei zumindest im eigenen illuminierten Zustand nicht enerviert – weiß zu überzeugen. Auch dass der Lautsprecher zwei Lademöglichkeiten bietet, ist löblich zu erwähnen: Er kann sowohl über das mitgelieferte Netzteil, aber auch via Micro-USB geladen werden – wieso man da aber nicht gleich auf USB-C gegangen ist, erschließt sich uns ad hoc jedoch nicht wirklich. Außerdem hält der Akku bei Lichtverzicht und mittlerer Lautstärke ohnehin 24 Stunden, das dürfte sich für eine Party ja ausgehen, oder? Zudem – und das ist bei einem Outdoor-Produkt ganz wichtig: Der Lautsprecher ist IP 67-zertifiziert, das heißt er ist staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen (id est: bis maximal 1 Meter Wassertiefe für maximal 30 Minuten, auf klares Wasser bezogen) geschützt. Dieses Hoppala ist uns jedoch, im Gegensatz zu vielen anderen, nicht passiert – hier vertrauen wir also trotz Testbericht auf das Versprechen der Produktbeschreibung.

Fazit: Für das Polterwochenende war der Lautsprecher mindestens ähnlich integraler Bestandteil wie das Bier – die 230 Euro sind in diesem Fall tatsächlich hervorragend investiert, und im Gegensatz zum Bräutigam in Spe kam der Sony unverletzt wieder zurück. Weitere Informationen gibt es auf der Produktseite zum Sony SRS-XB41.

 

Wir verlosen ein Stück des Sony SRS-XB41 zuzüglich € 50 Gutschein von Spotify!

Sie möchten an unseren Verlosungen teilnehmen? Dann füllen Sie einfach das untstehende Formular aus oder senden eine E-Mail an gewinn@ticketmagazin.com. Einsendeschluss ist am 1. August! Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Eine Barablöse des Gewinnes ist nicht möglich. Mitarbeiter der CTS Eventim Austria GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die personenbezogenen Daten der Pflichtfelder werden bis zur Auslosung, Übersendung bzw. Gewinnerfüllung (Konzert) gespeichert, die des/der Gewinner/s für das laufende Kalenderjahr – anschließend werden die Daten unwiederbringlich gelöscht. Bitte notieren Sie im Feld „Wunschgewinn“ das Stichwort „Sony“!

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