Gewinnspiel: Viennale 2017

Viennale

Jedes Jahr Ende Oktober findet in der Wiener Innenstadt mit ihren schönen Kinos ein Festival mit urbanem Flair und internationaler Ausrichtung statt: die Viennale.

ViennaleDie Viennale, die 2017 zum 55. Mal stattfindet, ist Österreichs größtes internationales Filmevent und zugleich eines der akzentuiertesten und qualitätsvollsten Filmfestivals im europäischen Zusammenhang. Die Viennale ist der Versuch, sowohl ein Publikumsfestival für eine breite, kinointeressierte Öffentlichkeit zu sein, als auch den Stand der internationalen Filmkultur auf hohem ästhetischen und politischen Niveau zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Es ist diese Kombination, die die Einmaligkeit der Viennale ausmacht.

Das Hauptprogramm der Viennale

In einer Art lebendigem, kulturellem Ausnahmezustand präsentiert die Viennale eine filmische Entdeckungsreise durch das Kino der Welt. Die Viennale zeigt in ihrem jährlichen Hauptprogramm eine akzentuierte Auswahl neuer filmischer Arbeiten aus allen Ländern, nationale, zum Teil internationale Premieren, durchwegs Beispiele einer lebendigen Kinematographie von ästhetischem Eigensinn und politischer Aktualität. Neben der umfangreichen aktuellen Spielfilmproduktion in allen ihren Formen, Genres und Erzählweisen widmet das Festival besondere Aufmerksamkeit dem dokumentarischen Kino, dem internationalen Kurzfilmschaffen sowie experimentellen Werken und Arbeiten aus dem crossover Bereich. Für viele RegisseurInnen stellt die Viennale die einzige Möglichkeit dar, ihre Arbeiten in Österreich zu zeigen, denn nur die wenigsten Filme aus dem Festivalprogramm kommen in den regulären Kinospielbetrieb.

“The Shape of Water” von Guillermo del Toro, “Lucky” von John Carroll Lynch und “Wonder Wheel” sind nur drei der vielen Spielfilme, die dieses Jahr auf der Viennale zu sehen seien werden – das komplette Spielfilmprogramm finden Sie hier. Aber nicht nur die Lang-, sondern auch die Kurzform hat ihren Platz auf der Viennale verdient: die komplette Auflistung finden Sie hier. Dokumentarfilme sind neben Spielfilmen ein wichtiger Bestandteil des eindrucksvollen Programmes – darunter mit “Purge This Land” die Frage nach Gerechtigkeit und Mitgefühl oder mit “Aus einem Jahr der NIchtereignisse” eine – ehrlich gesagt – willkommene Abwechslung.

Fünf Filme möchten wir exemplarisch hervorheben – für alle von ihnen verlosen wir je 2×2 Karten:

Barbara Viennale 2017BARBARA
28. Oktober, Gartenbaukino und 29. Oktober, Metro

Mathieu Amalric, F, 2017, Spielfilm, 95 Minuten, OMEU

Dem, was man liebt, nähert man sich gerne zunächst indirekt: Mathieu Amalric inszeniert in seiner sechsten Spielfilmregie sich selbst als Fan der legendären französischen Sängerin Barbara, der gleichzeitig als Regisseur Yves ein Biopic über selbige Chansonlegende dreht. Für die Hauptrolle hat dieser Yves eine Schauspielerin namens Brigitte engagiert, die von Jeanne Balibar verkörpert wird, die selbst auch als Sängerin auftritt. In den Spiegelungen von Film-im-Film, Fiktion-Realität und vielen Liedern entsteht ein Film, der sowohl von Liebe, Respekt und Identifikation handelt, als auch an Barbaras großes Talent erinnert.

Viennale Grace JonesGRACE JONES: BLOODLIGHT AND BAMI
26. Oktober, Gartenbaukino und 2. November, Urania
Sophie Fiennes, GB/IRL/D, 2017, Dokumentarfilm, 115 Minuten, OF

Der Film ist kein Rockumentary im klassischen Sinne, in dem die Geschichte von Aufstieg und Ruhm einer Rock-Celebrity als chronologischer Entwicklungsroman beschrieben wird. Fiennes verzichtet auf Archivmaterial und talking heads und entwickelt “Grace Jones” als Konzertfilm mit langen Reportagestrecken, in denen die titelgebende Heroine bei Reisen in ihre Heimat Jamaika oder auf Tournee in Hotelzimmern Einblicke in ihren Alltag gewährt. Höhepunkte des Films sind allerdings jene Szenen, in denen die Urmutter aller Queer- und Transgender-Ästhetiken in surrealen Outfits herrisch über die Bühne stolziert und im Stroboskopgewitter den Taktstock schwingt: “Slave to the Rhythm!”

Viennale Chuck BerryCHUCK BERRY HAIL! HAIL! ROCK ‘N’ ROLL
1. November, Gartenbaukino
Taylor Hackford, USA, 1987, Dokumentarfilm, 120 Minuten, OF

Chuck Berry, der im März verstarb, war der Shakespeare des Rock ’n’Roll: Mit wenigen Zeilen konnte er Figuren, Milieus und gesellschaftliche Zusammenhänge zu suggestiven Songplastiken modellieren. Diese Dokumentation ist ein Porträt des Künstlers als reifer Mann: 1986 feierte der Sänger seinen 60. Geburtstag mit zwei Konzerten im Kreise von Superstars wie Eric Clapton und war in bestechender Form: Seinen “DuckWalk”, den Entengang mit der Gitarre, praktiziert er so souverän wie einst als 20-Jähriger. Regisseur Hackford erinnert sich mit gemischten Gefühlen an die Dreharbeiten: “Chuck war kompliziert, schwierig, geradezu diabolisch. Und trotzdem habe ich ihn geliebt.”

Viennale Denk ich an DeutschlandDENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT
27. Oktober, Gartenbaukino
Romuald Karmakar, D, 2017, Dokumentarfilm, 105 Minuten, OMDU

Und wieder – nach “196 BPM”, “Between The Devil And The Wide Blue Sea” und “Villalobos” – beschäftigt sich Karmakar mit Techno, artverwandten Stilen und der Tradition der elektronischen Musik in Deutschland. Er lässt Ata Macias, Roman Flügel, David Moufang, Ricardo Villalobos und Sonja Moonear – fünf Protagonisten der Szene – von ihrer Arbeit erzählen und hört ihnen beim Philosophieren zu. Er zeigt sie im Studio, im Club und auf der Bühne. In den Gesprächen offenbaren sich die Musiker mit großer Ernsthaftigkeit, während die Dancefloor-Szenen die unterschiedlichen Sounds zu angenehm ausgiebiger Geltung bringen. Die Nacht wird zum Tag auf die allerschönste Weise, tanzend.

Viennale Patti CakesPATTI CAKE$
21. Oktober, Gartenbaukino und 25. Oktober, Urania
Geremy Jasper, USA, 2017, Spielfilm, 108 Minuten, OMDU

Patricia Dombrowski ist nicht das, was man sich unter einer Gangsta-Rapperin vorstellt und ihre HipHop-Persona, Patti Cake$, existiert bislang lediglich für ein paar Freunde, allesamt ähnlich hoffnungslose Fälle von Schwärmern und Exzentrikern mit Witz und Vision. Doch unverdrossen gibt Patricia Gemütvoll-Populäres wie Rüd-Vulgäres in Unorten wie Shopping Malls und Strip Clubs zum Besten. Und “Patti Cake$” wäre nicht das Indiekino-Gustostück, wenn seine rotunde, energische Heldin nicht am Ende einen Triumph erränge, und die Kleinbürgertumsvorhölle, in der sie lebt, mit einem Mal wirkte wie das verlorene Paradies. Menschenfreundliche Unterhaltung vom Feinsten.

Tribute im Rahmen der Viennale

Das aktuelle Hauptprogramm des Festivals wird durch ausgewählte Tributes und Special Programs, die bedeutenden Persönlichkeiten, Genres oder Thematiken des internationalen Kinos widmen, fortgeschrieben und ergänzt. Darüber hinaus veranstaltet die Viennale gemeinsam mit dem Österreichischen Filmmuseum jedes Jahr eine umfangreiche historische Retrospektive.

Dieses Jahr erleben wir etwa eine Hommage an den im Sommer 2017 verstorbenen, ehemaligen Direktor der Viennale, Hans Hurch, dessen Vision des Laufbildes sich gegen das Kino als Illusionsmaschine, die das erkennende Bewusstsein ausschließt, und damit auch gegen die Beschleunigungsdiktate der Gegenwart. Aber auch etwa Christoph Waltz ist 2017 ein Thema: Es gab eine Zeit, da kannte man sein markantes Gesicht vorwiegend aus TV-Filmen. Dann entdeckte ihn Quentin Tarantino, der Meister des Eklektischen, für Hollywood. Nun ist Christoph Waltz weltberühmt, ein Star mit zwei Oscars. Wir verlosen zwei Tickets für die Waltz-Gala (in Anwesenheit von Christoph Waltz) am Dienstag, den 24. Oktober um 18 Uhr im Gartenbaukino mit dem Film “Carnage” von Roman Polanski.

Viennale CarnageMehr Informationen über die weiteren Schienen der diesjährigen Viennale finden Sie hier. In den Retrospektiven tauchen wir dieses Jahr tief in die vergangenen Jahrzehnte der ehemaligen UdSSR ein, eine Auflistung des Programmes im Filmmuseum finden Sie hier.

Die Viennale ist mehr als “nur” Kino

Mit seinem umfangreichen Rahmenprogramm an Diskussionen, Lectures und künstlerischen Interventionen sowie Ausstellungen und Konzerten ist das Festival zugleich Ort der Auseinandersetzung und Reflexion. Auch Feste, Premierenfeiern, musikalischen Events sowie DJ-Lines und Partys gehören ebenso zum lebendigen und vielfältigen Geschehen des Festivals.

Filmpreise der Viennale

Den Abschluss des Festivals bildet eine Gala, bei der folgende Preise verliehen werden – der FIPRESCI-Preis der International Film Critics ‘Association, der von der Stadt Wien gestifteten Wiener Filmpreis, der ErsteBank MehrWERT-Filmpreis und DER STANDARD-Viennale-Publikumspreis.

Der Vorverkauf für die Viennale startet am 14. Oktober um 10 Uhr online auf www.viennale.at, telefonisch unter 01/526 594 769 oder direkt bei den Vorverkaufstellen. Sollten Sie die Tickets online kaufen, registrieren Sie sich bereits jetzt – die Log-In-Daten aus den Vorjahren sind nicht mehr gültig!

Neben Tickets für “Barbara”, “Grace Jones”, “Chuck Berry, “Denk ich an Deutschland in der Nacht”, “Patti Cake$” und für die Christoph-Waltz-Gala verlosen wir auch drei Viennale Taschen.

Sie möchten an unseren Verlosungen teilnehmen? Dann füllen Sie einfach das untstehende Formular aus oder senden eine E-Mail an gewinn@ticketmagazin.com. Einsendeschluss ist am 17. Oktober! Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist nicht an den Erwerb des Magazins gebunden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Eine Barablöse des Gewinnes ist nicht möglich. Mitarbeiter der CTS Eventim Austria GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bitte notieren Sie im Feld „Wunschgewinn“ das Kennwort “Viennale” zuzüglich Ihrem Wunschfilm oder “Viennale Tasche”!

Vor- & Nachname*

E-Mail*

Straße, Haus-, Türnr.*

Postleitzahl*

Ort*

Land*

Wunschgewinn*

Nachricht an uns:


*Pflichtfelder

Der Beitrag gefällt dir? Jetzt teilen!