Gewinnspiel: “Winterreise” im Festspielhaus St. Pölten

Einsamkeit, unerfüllte Liebe und letztlich die Sinnlosigkeit des Lebens selbst prägen Franz Schuberts Liederzyklus “Winterreise”. Matthias Goerne interpretiert das Meisterwerk von Schubert am 4. November im Festspielhaus St. Pölten. Wir verlosen Tickets!

Matthias Goerne, Alexander Schmalcz

Matthias Goerne (Gesang, li.) und Alexander Schmalcz (Klavier, re.)

Schubert wurde durch einige Zeit düster gestimmt und schien angegriffen. Auf meine Frage, was in ihm vorgehe, sagte er nur, “nun, ihr werdet es bald hören und begreifen.” Eines Tages sagte er zu mir, “komme heute zu Schober, ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dieses bei anderen Liedern der Fall war.” Er sang uns nun mit bewegter Stimme die ganze Winterreise durch. Wir waren über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft, und Schober sagte, es habe ihm nur ein Lied, Der Lindenbaum, gefallen. Schubert sagte hierauf nur, “mir gefallen diese Lieder mehr als alle und sie werden euch auch noch gefallen”; und er hatte recht, bald waren wir begeistert von dem Eindruck der wehmütigen Lieder, die Vogl meisterhaft vortrug. (Feil (1975): Franz Schubert)

Mit diesen Worten berichtet Franz Schuberts Freund Josef von Spaun über die Entstehung der Winterreise. Ursprünglich war das Werk eine Reihe von Gedichten, verfasst 1823 sowie 1824 und in zwei Teilen erschienen, von Wilhelm Müller. Franz Schubert berührten Müllers Gedichte derart, dass er die ersten zwölf Gedichte 1827 vertonte und wenig später ebenso die weiteren zwölf als “Fortsetzung der Winterreise von Wilh. Müller” komponierte.

Schuberts Winterreise liegt keine wirkliche Handlung zugrunde, sie ist vielmehr eine Kette von Rückblicken und Stimmungen eines Mannes auf seinem ziellosen Schweifen durch eine Winterlandschaft. Ein Schweifen, das zur Reise in die tiefsten Tiefen der Seele des Komponisten selbst wird, wo Melancholie, Entfremdung und Einsamkeit hausen. Schubert zeichnet in seinen – überwiegend in Moll-Tonart komponierten – Liedern sein eigenes Elend nach, das von Schwermut, Krankheit und unerfüllter Liebe gekennzeichnet ist. 1822 steckte sich der Komponist mit Syphillis an, was im 19. Jahrhundert einem Todesurteil gleichkam. Sechs Jahre darauf verstarb der gebürtige Wiener.

Überschritt die Intensität des Ausdrucks – Schubert stellte seinen Freunden die Winterreise als “Zyklus schauerlicher Lieder” vor – das, was damals noch gerade schicklich war, zählt der Liederzyklus heute zu Schuberts großen Meisterwerken. Der herausragende Schubert-Interpret Matthias Goerne wird mit diesem Gipfel der romantischen Liedkunst am 4. November 2017 im Festspielhaus St. Pölten die Hörenden berühren, ohne auf einen äußerlichen Effekt abzuzielen. Seine Interpretation der Winterreise erhielt bereits hymnische Kritiken – ein Liederabend der Sonderklasse! Begleitet wird der Opernsänger am Klavier von Alexander Schmalcz.

Bei Schuberts rast- und trostlosem Gesellen klafft die tödliche Wunde im Herzen in Matthias Goernes Lesart bereits mit dem ersten Ton. Jede Note seiner “Winterreise” umwehen die Abgründe der Verzweiflung, bestimmt ein Grundton der Aussichtslosigkeit. Dabei zeigte sich der deutsche Bariton am Dienstag als präziser Geschichtenerzähler. Als einer, der nicht in Worten, sondern in emotionalen Essenzen spricht. Das Wort selbst wird bei ihm – trotz Deutlichkeit – zum bloßen Transportmittel. (Wiener Zeitung)

Wir verlosen 3×2 Tickets für “Winterreise” am 4. November im Festspielhaus St. Pölten!

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