Hannah – die Entdeckung des Jahres von Null auf Platz 3!

Weiber es isch Zeit!

Andreas Hofer, der Sandwirt aus Tirol, 1809 hat er als Anführer des Bauernaufstandes dem kleinen Korsen, Napoleon, in den Befreiungskriegen heftig geärgert. Dem Hofer wird der Spruch „Mander es isch Zeit“ zugeschrieben und damit hat er seine Truppe motiviert. Tiroler sind Freigeister. Hannah ist Tirolerin und irgendwer hatte er einmal das Attribut „Weibliche Antwort auf Andreas Gabalier“ umgehängt. Was natürlich Blödsinn ist, denn erstens hat Andreas Gabalier nie eine Frage in diese Richtung gestellt und zweitens wird dieser Vergleich der Hannah aus Mils nicht gerecht. Hannah ist Hannah und ihre Musik ist ebenso ihre eigene Geschichte wie ihre Stimme und ihre Texte. Mit Weiber es isch Zeit drückt sie nicht nur ihr weibliches sondern viel mehr auch ihr musikalisches Selbstverständnis aus.

 

„Der an den Säulenheiligen aller Tiroler, Andreas Hofer, erinnernde Spruch lässt mich auch an eine schwere Zeit meines Lebens denken, in der ich von heute auf morgen kämpfen lernen und eine Existenz aufbauen musste“, meint Hannah. Der Mann hat die Familie verlassen. Zurück blieben Herzschmerz und ein Berg an Schulden. Das Album hat somit einen großen Teil der Erfahrungen aus dem eigenen Leben der Künstlerin als Fundament und was sich dabei zeigt ist, dass Authentizität immer noch der beste Weg zur künstlerischen Glaubwürdigkeit ist. Hannahs Album ist ein weiterer Fingerzeig wie sehr sich Austropop und alpine Klänge ineinander verschränken können ohne dabei in den Schlager gleiten zu müssen. Wenn man so will, handelt es sich dabei um Austropop 2.0. Keine Schranken, keine Grenzen. Von der Harmonika zur hart gespielten Fender. Allem voran steht der Dialekt und die autobiografischen Züge begleiten jede Note, jeden Track, jedes gesungene Wort. Es ist ihr zweites Album. Und damit landete sie von Null direkt auf Platz 3 der Album Charts!

Der Beitrag gefällt dir? Jetzt teilen!