Hasta la Vista Zucchero!

Von der Halbinsel auf die Insel: Für sein neues Album La Sesión Cubana hat sich die Italo-Blues-Röhre Zucchero Fornaciari mit kubanischen Musikern zusammengetan, um neue Stücke und alte Hits in karibischem Gewand aufzunehmen. Auch sonst genoss er mit Cuba Libre und Zigarren die Sessions in Castros Reich, wie er TICKET erzählte.

Was zog dich für das neue Album nach Kuba?

Zucchero: Ich mag das Land, die Musik und die Menschen, sie sind warmherzig und nett. Sie haben große Achtung vor Kultur und Kunst. Es war ein Traum von mir, den ich lange mit mir herumgetragen habe. Als ich 1990 als erster Rock-Musiker überhaupt im Kreml in Moskau aufgetreten bin, beschloss ich, auch bald in Kuba zu spielen. Dann kam so viel dazwischen, Tourneen und Alben, außerdem ist es nicht leicht, ein Konzert in Kuba zu organisieren. Also habe ich das immer und immer wieder aufgeschoben. Anfang Dezember hatte ich die nun endlich die Möglichkeit, auch live in Havanna aufzutreten, und das wollte ich mit einem ganz besonderen Album feiern, das auf Kuba mit kubanischen Musikern entstanden ist.

War es nicht schwierig, unter den lokalen Bedingungen aufzunehmen?

Zucchero: Nicht wirklich. Es stimmt, es gibt keinen Reichtum, aber die Lust Musik zu machen, ist ungebrochen. Das Lebensgefühl ist sehr positiv, es gibt exzellente Musiker. Das Studio hatte zwar ein bisschen vom Look der 60er Jahre, aber es war voll funktionsfähig.

Du hattest sehr viele Musiker im Studio. War das eine ganz andere Erfahrung als mit deiner angestammten Band?

Zucchero: Mein Produzent Don Was, der ja auch die Rolling Stones produziert, hat es gemeinsam mit mir geschafft, alle unter einen Hut zu bekommen. Zudem machte der Pianist einen hervorragenden Job als musikalischer Leiter.

War es schwierig, deinen Blues mit dem Tex-Mex-Sound zu kombinieren?

Zucchero: Nein, denn ich wollte ja keine Platte im typisch kubanischen Stil machen. Mir lag es am Herzen, den kubanischen Rhythmus einzufangen, vor allem die Bläser. Trotzdem muss mein Sound beherrschend sein, auch wenn er mit New Orleans- und Tex-Mex-Sounds angereichert wird. Es hat nicht die puristische Süße und Harmonie, sondern es ist eher rau.

Weshalb hast du eine Coverversion von Quantanamera aufgenommen? Die gibt es doch schon

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zuhauf.

Zucchero: Das ist lustig, denn auf der ursprünglichen Liste der Songs, die wir aufnehmen wollten, stand es gar nicht drauf. Wir hatten bei den Sessions so viel Spaß, dass wir den Titel eigentlich nur zu unserem privaten Vergnügen gespielt haben. Was dabei herauskam, ist etwas ganz Neues, anders als alle Versionen zuvor. Schon deshalb, weil ich italienisch singe. Zudem ist der Sound sehr aktuell, und so wurde der Song zum Kernstück des Albums. Die anderen Coverversionen sind bewusst so ausgewählt, dass es unbekannte Stücke sind, die ich aber allesamt gerne selbst geschrieben hätte.

Kostet es nicht eine große Überwindung, deine alten Songs noch einmal ganz neu zu gestalten?

Zucchero: Nein, überhaupt nicht! Eigentlich ist es eine Freude, eine Herausforderung. Es ist, als wenn man einer schönen Frau ein neues Kleid anpasst. Natürlich habe ich bei der Song-Auswahl darauf geachtet, dass sie gut zum kubanischen Stil passen, wie Baila Morena oder Cuba Libre.

Ist es für deine Konzentration besser, wenn du weit weg von zu Hause arbeitest?

Zucchero: Wenn ich arbeite, möchte ich zu hundert Prozent konzentriert sein, deshalb ist es einfacher, wenn ich weit weg von zu Hause bin (lacht).

Wie siehst du die politische Situation in Kuba angesichts des Wandels?

Zucchero: Natürlich waren viele aus meiner Generation von den jungen Helden der kubanischen Revolution der 68er-Bewegung begeistert. Ich fühlte mich immer sehr von Che Guevara und seinen Gedanken angezogen. Ich möchte aber weder das Album noch das Konzert in einem politischen Kontext sehen, es ist ein Geschenk an das kubanische Volk, das ich liebe. Ein Geschenk, das ich machen wollte, bevor sich Kuba verändert.

Auf dem Cover sieht man dich mit Zigarre. Du hast sichtlich die Annehmlichkeiten der Insel genossen?

Zucchero: Es war fantastisch! Wenn man am Abend nach getaner Arbeit in einer Bucht mit Blick aufs Meer sitzt und mit einer guten Zigarre und einem Cuba Libre entspannt … es gibt nichts Besseres!

Wie geht es eigentlich der Karriere deiner Tochter Irene, die ja auch Musik macht?

Zucchero: Danke der Nachfrage, es geht ihr blendend! Irene arbeitet gerade an Material für ihr neues Album.

Interview: Alexander Haide

Die “kubanische Session“ erleben Sie im Mai in Bregenz, Innsbruck, Wien, Graz und Salzburg!

La Sesión Cubana ist bei Universal Music erschienen.

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