HURTS – FEINSTER BRITISCHER SYNTHPOP

Adam Anderson und Theo Hutchcraft schossen bereits mit ihrem ersten Album und der Singleauskopplung Wonderful Life an die Spitze der heimischen Charts. Drei Jahre später ist es um sie kein bisschen leiser – mit Exile erschien im Frühjahr ihr zweites Meisterwerk. Wie sich solch ein Erfolg anfühlt und vieles mehr erfuhr TICKET von Adam höchstpersönlich.

© Charl Marais

© Charl Marais

Mochtest du Synthie-Pop, als du jünger warst?

Adam Anderson: Ich stand eher auf Gitarrensound. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich für Bands wie Depeche Mode und Tears For Fears interessiert habe. Ich habe Depeche Mode auch schon etliche Male live gesehen.

Du gehst also noch oft auf Live-Konzerte?

Adam: Oh ja – vor allem auf Festivals. Es ist auch nett mit Bands abzuhängen und Erfahrungen auszutauschen.

Du bist ja bald 30 – glaubst du es ändert sich etwas am musikalischen Stil, wenn man älter wird?

Adam: Das ist eine gute Frage. Vielleicht … es ist gut, wenn man sich ein bisschen verändert. Wir wollten mit unserem zweiten Album ja auch nicht das erste wiederholen. Man wird auch ein bisschen besser, je älter man wird – da hat man einfach schon mehr Erfahrung.

Wie hat es sich für dich persönlich angefühlt, als mit Hurts dann schlussendlich der musikalische Durchbruch kam?

Adam: Es war ein bisschen seltsam am Anfang. Zuerst hatten wir gar nichts und dann sind wir auf einmal über Nacht berühmt geworden – das war ein ganz seltsames Gefühl! Als wir gelernt haben, damit umzugehen, war es einfach großartig. Wenn man die ganzen Leute beobachtet und sieht, wie sehr sie sich freuen und sich mit unserer Musik identifizieren. Dann spürt man auf einmal, dass das das Beste überhaupt ist!

Würdest du gerne an einem Ort spielen, an dem ihr noch total unbekannt seid?

Adam: Das ist gerade passiert! Wir haben in Japan wirklich kleine Konzerte gegeben. Auch Island ist toll, um kleine Gigs zu geben – wir waren schon drei Mal dort; ein wirklich fantastischer Ort! Das Publikum ist auch perfekt. Es kommen ja nicht viele Bands nach Island, deshalb ist das Publikum viel euphorischer.

Wie gefällt dir der Norden generell? Ihr habt ja in Göteborg an eurem Album gearbeitet …

Adam: Skandinavien ist großartig – vor allem im Sommer. Im Winter ist mir dort zu kalt. Wir waren im Jänner 2010 dort, um unser erstes Album zu machen – es war einfach der kälteste Ort an dem ich jemals gewesen bin. Wenn du längere Zeit draußen verbracht hast und dann wieder rein musstest, hat es ungefähr drei Stunden gedauert, bis dir wieder warm wurde.

Woran meinst du liegt es, dass Großbritannien ein so erfolgreiches Musikexportland ist?

Adam: Ich glaube das geht auf unser Erbe zurück – man denke nur an die Beatles. England hat einen sehr guten Ruf, die Musik betreffend.

Wusstest du schon von klein auf, dass du Musiker werden willst?

Adam: Nein, gar nicht. Ich wollte eigentlich immer Fußballer werden. Ich spielte viel Fußball – ich bin ein großer Manchester United Fan. Dann hatte ich eine schlimme Verletzung und musste pausieren – zu dieser Zeit kaufte ich mir eine Gitarre …

Man sagt ja, dass das britische Essen nicht sonderlich gut ist. Was würdest du denn empfehlen?

Adam: Ich komme aus dem Norden Englands – das Essen dort ist wirklich etwas anders, im Vergleich zum restlichen Land. Wir haben viel mehr Hausmannskost; Sunday Roast ist beispielsweise ein sehr traditionelles Gericht – das kann ich wirklich empfehlen. In London ist es ein wenig anders, da es eine Großstadt ist.

Was euer speziellster Auftrittsort?

Adam: Wir haben in einer Kirche gespielt, das war nicht schlecht. Auf einem Berg zu spielen wäre auch sehr spannend. Es gibt weltweit viele verlassene Städte, an denen niemand mehr wohnt. Es wäre interessant einmal an solch einem Ort aufzutreten.

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