IFSC Climbing World Championships in Innsbruck

Zehn Tage Kletter-Action in Innsbruck: Von 6. – 16. September kämpfen über 700 AthletInnen bei den Weltmeisterschaften im Sportklettern in Innsbruck um Medaillen im Lead, Bouldern, Speed und dem olympischen Kombinationsformat. Parallel dazu finden die Titelkämpfe im Paraclimbing statt.

Nach 25 Jahren ist es wieder soweit: Von 6. – 16. September ist Innsbruck zum zweiten Mal Austragungsort der Weltmeisterschaften im Sportklettern. Dabei werden über 700 AthletInnen im Kletterzentrum Innsbruck und in der Olympiaworld zehn Tage lang um Medaillen kämpfen. Damit gilt die diesjährige WM als bisher längste Kletter-WM, um den Athleten zu ermöglichen, in allen Disziplinen antreten zu können ohne ihre Leistungsfähigkeit einzubüßen. Zusätzlich gibt es bei der diesjährigen Kletter-WM ein neues Olympiaformat: Denn das Kombinationsfinale, das 2020 in Tokio zur Austragung kommt, wird 2018 zum ersten Mal in eine WM integriert.

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© KVÖ / Elias Holzknecht

Erster Höhepunkt: Entscheidungen im Lead

Am ersten WM-Wochenende stehen im Vorstieg die Entscheidungen an: Am Samstagnachmittag geht es in der Olympiaworld für die Damen um die Finalplätze und anschließend am Abend um die ersten WM-Medaillen, bevor am Sonntag die Herren um den Titel im Vorstieg klettern. Lead ist seit über 30 Jahren bei Kletter-Wettkämpfen etabliert. Bei den Herren steht das mit Spannung erwartete Duell der besten Sportkletterer der Welt an: Der 19-fache Weltcupsieger und Weltmeister 2012, Jakob Schubert, trifft in seiner Heimatstadt auf den tschechischen Doppelweltmeister Adam Ondra und den deutschen Spitzenkletterer Alexander Megos. Bei den Damen wird die phänomenale Janja Garnbret versuchen ihren Titel zu verteidigen. Die österreichische Ausnahmekletterin Jessica Pilz, Anak Verhoeven aus Belgien und Jain Kim aus Korea dürften um Gold ein Wort mitreden.

Boulder Legenden und Paraclimbing am Dienstag (11.09.)

Seit 2010 gingen in Innsbruck 4 Boulder-Weltcups und 2 Boulder-Europameisterschaften über die Bühne. Die Siege von Anna Stöhr und Kilian Fischhuber sind dem Innsbrucker Publikum in bester Erinnerung. Anna Stöhr blickt mittlerweile auf zwei Weltmeistertitel und 22 Weltcupsiege zurück und wird wie ihre Teamkollegin Katharina Saurwein bei der WM wahrscheinlich ihre Abschiedsvorstellung geben.

Außerdem wird das österreichische Paraclimbing-Team seine WM-Premiere feiern. Paraclimbing steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, wurde es erst 2011 in die Kletter-WM integriert. Umso größer ist die Bedeutung der WM, um zu zeigen, dass Klettern ein Sport ist, der sich für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung eignet. Nach dem Auftakt am Dienstag stehen die Finalrunden am Donnerstag, Freitag und Samstag der zweiten Woche in der Olypmiaworld an.

Donnerstag ist Speed-Tag

Der 13. September steht bei der Kletter-WM im Zeichen der Geschwindigkeit. Am Vormittag beginnen die Qualifikationsrunden, bevor am Abend die Runde der besten 16 beginnt. Dann geht es Schlag auf Schlag bis zum Finale, in dem der schnellste Kletterer den Weltmeistertitel holen wird. Außerdem werden die besten Kombinierer am Start sein um sich für das große Kombinationsfinale am Sonntag zu qualifizieren.

Kombinationspremiere am Sonntag

Zum WM-Abschluss am 16. September steht eine historische Premiere an: Die sechs besten Damen und Herren mit dem niedrigsten Gesamtscore aus allen drei Einzeldisziplinen treffen sich zum finalen Showdown in der Kombination. In jeder Disziplin erhält man die Punkte, die dem eigenen Ranking entsprechen (4. Platz = 4 Punkte). Die Punkte werden anschließend multipliziert sodass derjenige mit der niedrigsten Punktzahl gewinnt. Die WM 2018 wird die ersten Weltmeister im neuen Kombinationsformat hervorbringen, die als erste Favoriten für Tokio 2020 gelten werden.

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