Imagine Dragons: Smoke And Mirrors

Wer „die Drachen“ schon einmal live gesehen hat, der weiß, dass ihn ein rhythmisches Wunderwerk, getragen von einem unglaublichen Stimm-Volumen erwartet, das einerseits vor Rockelementen nur so strotzt, es durch den „Indie-Faktor“ aber auch gekonnt schafft, elektronische Elemente so ausgeklügelt zu verpacken, dass sich diese einfach nur wie ein kleines Zahnrädchen in den musikalischen Rest einordnen, ohne ihn zu zerstören, sondern ebendiesem noch einen weiteren Push zu geben.

Auf ihrem neuen Werk „Smoke + Mirrors“ wird dies auch fernab der Bühne bewiesen und man erkennt, wie unrhythmisch Rhythmus funktionieren kann – zwei Schritte vorwärts und drei Schritte zurück, so möchte man sich beispielsweise zu „I’m So Sorry“ bewegen, das natürlich im Roboter-Modus, dann passt es perfekt. Apropos Tanzen: Das möchte die Autorin dieser Zeilen das ganze Album lang!

Natürlich darf auch eine etwas ruhigere, radiotaugliche Nummer nicht fehlen. Die ist mit „It Comes Back To You” geglückt und reiht sich nicht wirklich in das restliche Album ein. Dieses ist dynamisch, kraftvoll, ein wirkliches Erlebnis. In eine Ecke oder gar musikalische Schublade kann hier nicht eingeordnet werden, und was anfangs ungewöhnlich klingt, macht genau den Reiz des Vorliegenden aus.

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