In Flames – Ganz normale Kerle

Seit über 20 Jahren begeistern In Flames aus Göteborg schon ihre Fans mit eingängigem Metal und fantastischen Pyro-Live-Shows. Auch mit ihrer neuen CD „Siren Charms“ lassen sie es wieder einmal ordentlich krachen. Dass sie alles richtig gemacht haben, sagt der Erfolg. !ticket traf Schlagzeuger Daniel Svensson zum Gespräch:

Wie lange habt ihr an „Siren Charms“ gearbeitet?

AlbumCoverSirenCharms

Ein paar Sekunden Reinhören genügt, um zu wissen: Das sind In Flames in Reinstform! Flotte, ausgeklügelte Riffs auf Bass und Gitarre untermalt von genialen Doublebass-Rhythmen.
Siren Charms ist bei Epic d (Sony Music) erschienen.

Daniel: Wir haben letztes Jahr im November und Dezember sechs Wochen lang aufgenommen, aber die meisten Songs waren natürlich schon komponiert, bevor wir ins Studio gingen. Es ist schwierig zu sagen, wie lange wir tatsächlich am Album gearbeitet haben – wenn du es aber mit unseren beiden letzten vergleichst, die wir in unserem eigenen Studio aufgenommen haben, war es diesmal definitiv schneller.

Wie kann man sich euren kreativen Prozess vorstellen? Wer entscheidet was?

Wir sind eine demokratische Band – wir haben alle was zu sagen. Wir haben Vertrauen in einander. Ich würde z.B. Anders nie sagen, wie er zu singen hat und er mir nicht vorschreiben, wie ich zu spielen habe.

Ihr habt einen sehr straffen Tourplan, wie geht ihr damit um?

Auf Tour zu sein ist das Lustigste am Bandleben. Es ist großartig, jeden Abend seine Songs einem anderen Publikum zu präsentieren. Die Kehrseite ist natürlich, dass man von seiner Familie lange Zeit getrennt ist. Heutzutage gibt es glücklicherweise fast überall Wi-Fi und ich kann mit ihr skypen. Wenn man sehr lange unterwegs ist, wird einem manchmal auch langweilig, aber sobald du wieder auf der Bühne stehst, weißt du, dass es das wert ist. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl und der beste Job der Welt!

Was gefällt euch denn mehr – indoor oder Open-Air-Konzerte?

Wir mögen eigentlich alles – von kleinen, intimen Club-Shows bis hin zu riesigen Open-Air-Festivals. Wenn wir Open Air spielen, können wir eine riesige Bühnenshow mit Pyro, Lichtshow usw. liefern – das geht bei kleinen Clubs nicht so gut. Der visuelle Teil bei unseren Konzerten ist sehr wichtig, weil wir den Fans immer etwas Spezielles bieten wollen! Andererseits ist es in kleinen Clubs sehr intim, das hat auch Vorteile! Wir sind einfach nur glücklich und dankbar, dass wir an all diesen unterschiedlichen Venues spielen dürfen.

Wie kann man sich als Laie das Rockstarleben vorstellen?

Ich sehe mich wirklich nicht als Rockstar. Wir sind einfach ganz normale Kerle, die zufällig in einer Band spielen und um die Welt touren. Für mich ist ein Rockstar eine arrogante Person, die denkt, sie ist mehr wert als andere Menschen und ich versuche nicht so zu sein. Ich denke und hoffe, dass Menschen uns als bescheiden und cool wahrnehmen.

Hast du dennoch irgendwelche Rockstar-Idole und konntest du sie schon treffen?

Über all die Jahre hatten wir schon die Chance, mit vielen zu spielen. Es waren auch einige dabei, die wir hörten, als wir jünger waren und die uns inspiriert haben Musik zu machen. Einer der größten Momente für mich persönlich war, als wir einige Shows mit Metallica spielten und auch die Chance hatten, uns ein bisschen mit ihnen zu unterhalten. Außerdem durfte ich auch Ronnie James Dio treffen bevor er starb. Er war einer der nettesten Menschen des Business‘ – in jeglicher Art und Weise.

Findest du es gut, wenn eure Musik in Werbespots verwendet wird?

Es ist eine gute Möglichkeit, seine Musik zu promoten, aber es ist auch wichtig, dass man sich nicht an eine Firma oder ein Produkt bindet, hinter dem man nicht stehen kann. Wir würden zum Beispiel nicht zustimmen, dass unsere Musik für Zigarettenwerbung verwendet wird.

Zu etwas anderem, fernab der Musik: Die Grillsaison hat im Sommer gestartet – was legst du am liebsten auf den Grill?

Ich bin ein leidenschaftlicher Koch und grille sehr gerne – auch im Winter! Da kommt von Fleisch über Gemüse und Meeresfrüchte alles auf den Grill. Wenn ich mich für ein Gericht entscheiden müsste, wären das Rippchen. Ich mariniere sie und smoke sie dann stundenlang im Griller bis sie ganz zart sind – simpel aber unglaublich gut.

Eine Frage, die dir nie gestellt wurde, die du aber immer schon beantworten wolltest?

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