Jake Bugg

Viele nennen ihn Wunderknaben, manche sehen in ihm den neuen Dylan, alle sind sich einig: Jake Bugg ist – trotz oder gerade wegen seines jungen Alters von 18 Jahren – derzeit eine der größten Ausnahmeerscheinungen im Music-Biz.

Dein Terminkalender ist absolut verrückt, ein paar Tage in England, dann in den USA, nach Deutschland und Österreich. Wie gefällt dir bisher das Superstarleben?

Jake Bugg: Ich fliege so viel durch die Gegend, dass ich das gar nicht

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so richtig mitbekomme, wann ich wo bin. Und jeder stellt mir jeden Tag die gleichen Fragen. Das ist aber cool, denn auch die Journalisten machen nur ihren Job und meiner ist es, die Fragen zu beantworten. Es ist großartig, wenn sich so viele Menschen für das interessieren was ich mache. Klar! Aber es ist auch harte Arbeit. Ich kann meine Musik spielen und reise in der Welt herum, ich lebe genau so, wie ich immer schon wollte. Was sollte ich mehr verlangen?

Man nennt dich einen Wunderknaben. Magst du das?

Jake: Es ist schön, dass die Menschen meine Musik mögen, aber ich lese nicht, was über mich geschrieben wird. Ich widme dem keine Aufmerksamkeit. Wenn es Komplimente gibt lächle ich und bedanke mich. Das ist nett. Gleichzeitig interessiert mich das nicht zu sehr, denn sonst würde ich vielleicht den Grund vergessen, weshalb das alles im Grunde geschieht. Ich möchte nur meine Musik machen, das ist, was ich liebe.

Ist der riesige Erfolg etwas Angenehmes?

Jake: Die eine Hälfte ist, dass ich Musik aus Leidenschaft mache. Zur anderen es ein Job, den man ernsthaft erledigen muss. Es ist eine feine Linie zwischen den beiden Seiten. Klar, die letzten Monate waren echt verrückt, aber ich habe noch einen weiten Weg vor mir.

Mich hat verwundert, wie sehr du nach Bob Dylan klingst.

Jake: Dazu kann ich nichts sagen. Es gibt auf jeden Fall bessere Musiker als Bob Dylan, auch wenn er großartig ist.

Du bist ein Fan der Musik der 60er Jahre. Was fasziniert dich daran?

Jake: In den 60ern gab es noch nicht diese Flut von Musik wie heute und man konnte sie nicht so einfach konsumieren. Ich mag eigentlich Musik aus jedem Jahrzehnt, ich höre mir alles an. Ich verstehe nicht, warum ich so vieles aus den 60ern mag, aber vielleicht macht gerade das den Reiz aus.

Heute verwenden junge Musiker eher einen Computer, du hast zur Gitarre gegriffen. Weshalb?

Jake: Weil ich mir einfach keinen Computer leisten konnte. Viele orientieren sich nur an dem, was derzeit in den Charts ist, deshalb klingt vieles ähnlich. Ich wollte etwas ganz anderes machen.

Ist das auch dein Erfolgsgeheimnis?

Jake: Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung. Ich habe ein paar Songs geschrieben, das war‘s. Ich höre mir natürlich aktuelle Musik an, aber im Grunde mache ich mein eigenes Ding. Wenn das den Menschen gefällt und sie in meine Songs reinkippen, ist das toll. Mehr kann ich nicht verlangen. Wäre das nicht so, würde ich trotzdem die gleichen Stücke schreiben und singen.

Die meisten Songs sind gerade einmal zwei, drei Minuten lang. Gibt es einen Grund für die kurzen Titel?

Jake: Ich bin faul, um ehrlich zu sein. Viele Künstler heutzutage tendieren dazu, zu viele Refrains einzubauen und am Ende des Songs bist du ziemlich gelangweilt. Mein längster Titel dauert vier Minuten und das kommt nur daher, weil sich die Spannung immer weiter aufbaut. Ich mag es lieber, gleich auf den Punkt zu kommen, zwei, drei Refrains, that’s it. Da folge ich meinem Instinkt. Wenn es sich gut anfühlt, ist ein Titel fertig.

Du schreibst deine Lieder ganz klassisch mit der Gitarre. Du setzt dich hin, und die Songs sind da?

Jake: Nicht immer, aber meistens. Ich habe schon mal Ideen beim Bass-Spielen oder bei einem Drumbeat. Sie können von überall her kommen. Normalerweise setze ich mich hin, übe mit der Gitarre und es kommt einen neue Melodie heraus.

Einige Songs hast du im Alter von 14 Jahren geschrieben. Hast du keine Angst, dass du für neues Material für das nächste Album zu wenig Zeit haben wirst?

Jake: Ich mache doch nichts anderes als Songs zu schreiben! Ich möchte so schnell wie möglich ein weiteres herausbringen, aber in der nächsten Zeit bin ich viel auf Tournee. Ich würde aber niemals ein Album machen, wenn es nicht auch gut ist.

Du verdankst deine Karriere ja den Simpsons. Eine lustige Sache…

Jake: Ich hörte in einer Folge den Don McLean-Song Vincent und entdeckte so erst diese Art der Musik. Was ich davor machte, war ziemlich Scheiße.

Ist es ein Vorteil aus Nottingham zu kommen und nicht aus der Musikmetropole London?

Jake: Diese Szene in London kann dich verschlucken. Es ist aber egal, wo du aufwächst. Ich kann ja jederzeit nach London fahren.

In dem Video zu Two Fingers rauchst du einen Joint, in Seen It All singst du von ein, zwei Pillen, die du genommen hast. Sind Drogen ein Thema für dich?

Jake: Ich sage ja nicht, dass ich Drogen genommen habe und das cool ist. Ich sage: Ich habe diese Scheiße genommen und eine echt schlechte Nacht durchlebt. Ich sage eigentlich: Don’t do it! Es ist bekannt, dass ich ab und zu gerne mal einen Joint rauche, aber ich mache keine Werbung dafür. Ich habe viel ausprobiert, das meiste ist aber nichts für mich. Ich empfehle es weder weiter, noch sage ich, dass es cool ist. Das gilt für Rauchen im Allgemeinen.

In einem anderen Video geht es um häusliche Gewalt. Gibt es einen speziellen Grund, das Thema aufzugreifen?

Jake: Wenn Menschen sich betrinken, dann werden sie gewalttätig, vor allem in England. Es ist mir in meiner Kindheit selbst nicht extrem passiert, aber dort, wo ich aufgewachsen bin, ist das nichts Außergewöhnliches. Deshalb habe ich darüber geschrieben. Es ist ein sehr persönlicher Song.

Zu Weihnachten hast du War Is Over von John Lennon gecovert. Wird es in Zukunft weitere Covers geben?

Jake: Ich mag Covers gerne! Ich sollte einen Weihnachtstitel covern, schaute, was in letzter Zeit so in den Charts war, fand aber keinen Song, der es wert gewesen wäre, daraus eine Coverversion zu machen. War Is Over ist der einzige gute Weihnachtshit den ich kenne. Es ist übrigens schwierig, den Titel zu singen.

Du bist gerne ein Solo-Künstler. Würdest du dich als Einzelgänger bezeichnen?

Jake: Ich war in einigen Bands, als Bassist. Ich wollte aber immer mein eigenes Ding machen und mich nicht darauf verlassen, dass die vier, fünf anderen Typen gute Songs schreiben.

Noel Gallagher hat dich im Vorjahr zu einigen Konzerten eingeladen und machte dich so bekannt. Hast du noch Kontakt zu ihm?

Jake: Klar, wir reden immer wieder miteinander.

Bei dem Hype um dich – gibt es derzeit auch private Momente?

Jake: Irgendwann wird mal die Zeit dafür sein, irgendwann in der Zukunft. Ich arbeite daran.

Interview: Alexander Haide

Am 21. März ist der sympathische Sänger aus Nottingham im Wiener Flex zu Gast.

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