Jedermann „rockt“ im Stephansdom

Zum Welt-AIDS-Tag laden der Life Ball und die katholische Kirche am 30. November zu einem Gastspiel von „Jedermann (reloaded)“ mit Philipp Hochmair in den Stephansdom.

Kultur-Highlight zum Welt-AIDS-Tag

Am Vorabend des internationalen Welt-AIDS Tags, der jährlich am 1. Dezember stattfindet, laden Gery Keszler, Obmann des Vereins LIFE+, Kardinal Christoph Schönborn und der Prokurator des Malteser-Ritter-Ordens Österreich Norbert Salburg-Falkenstein zu einer einmaligen Benefizvorstellung des Jedermann (reloaded) mit dem ehemaligen Burgtheater-Schauspieler Philipp Hochmair in den Stephansdom. Der Erlös der Benefizveranstaltung kommt dem südafrikanischen Aids-Hospiz „Brotherhood of Blessed Gérard“ zugute.

Philipp Hochmair selbst zeigte sich sofort davon begeistert, den „Jedermann“ für den guten Zweck vom Salzburger Domplatz in den Wiener Stephansdom zu holen:

Ein Generikum kostet 3 Euro pro Person und Tag, 93 Euro im Monat. Das hießt, jeder Einzelne kann mit dem Kauf eines Tickets einem Menschen das Überleben sichern. Das ist die direkte Übersetzung von Hofmannsthals Stück und das wunderbarste aller Geschenke.

Auch Kardinal Christoph Schönborn ist die Mission klar:

Hier treffen sich die Bestrebungen des Malteserordens und die des Vereins von Gery Keszler in wunderbarer Weise. Beide sind bemüht, den Menschen zu helfen und das können wir hier unmittelbar und noch dazu in einer so passenden Kulisse wie dem Wiener Stephansdom, in dem Himmel und Erde, Leben und Tod einander so nahe sind.

Mit Electro-Beats und Rocksounds ins Grab

Unter Electro-Beats und Rocksounds verwandelt sich das 100 Jahre alte Mysterienspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal in ein vielstimmiges Sprechkonzert von heute. Wie ein Rockstar erkämpft sich Philipp Hochmair, der dieses Jahr kurzfristig als Jedermann bei den Salzburger Festspielen einsprang, die Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Manns. Getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Elektrohand Gottes wird Jedermann als Zeitgenosse erkennbar, der in seiner unstillbaren Gier nach Geld, Liebe und Rausch verglüht. Zwischen Leben und Tod katapultiert ihn die Musik in eine ungeahnte Ekstase, mit der sich der Untote ins Grab singt. (jedermann-reloaded.de)

Zur Einstimmung finden Sie nachstehend den Trailer zur Produktion im Berliner Ensemble:

Gutes tun und jetzt Tickets sichern!

Der Beitrag gefällt dir? Jetzt teilen!