Julian ist Soweit Sonar

Das schönste Geschenk zum 21. Geburtstag im Juni bescherte sich Julian le Play, der im bisherigen Leben als Julian Heidrich im Kiddy Contest, bei Helden von Morgen oder als Sänger bei Dancing Stars auf sich aufmerksam machte, selbst. Mit dem Song Mr. Spielberg – inklusive dem äußerst aufwendigen Video – landete er auf Anhieb einen Sommerhit. Am 2. Oktober steigt mit einem Live-Konzert im Wiener WUK die Party zum Album Soweit Sonar. Warum er sich für seine Casting-Show-Auftritte gar nicht geniert und warum die schöne Mirjam Weichselbraun demnächst in seinem Leben eine Rolle spielen soll, verriet er im TICKET-Interview auf der Terrasse des 25hours über den Dächern Wiens.

TICKET: Was bedeutet der Herr Spielberg für dich?

Julian le Play: Er muss nur für einen Vergleich und einen netten Wortwitz herhalten, er selbst bedeutet mir nichts. Da geht es um ein Mädel und eine Situation, die wohl jeder kennt, der mit Liebe herumprobiert hat. Das war eine recht ernste Geschichte, ich hatte sie sehr gern und wir waren schon sehr weit, aber in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Da kam die Zeit, wo man ins Kino geht und nicht fünf Sunden miteinander plaudert, weil man sich nicht mehr so viel zu sagen hat. Im schlimmsten Fall sieht man dann in einem Spielberg-Film ein Happy End und denk sich: Scheiße, das stimmt doch gar nicht!

TICKET: Bei dir geht es ständig um Beziehungen und Liebeskummer.

Julian: Bei den Songs, die man bis jetzt kennt. Auf dem Album gibt es nix mehr in dieser Richtung.

TICKET: Kam der Erfolg von Mr. Spielberg überraschend?

Julian: Wir hatten eine kleine Facebook-Community und wollten für die etwas veröffentlichen. Dann ist der Titel plötzlich voll ins Radio geschossen.

TICKET: Siehst du dich in der Singer-Songwriter-Tradition?

Julian: Da komm‘ ich sicher her. Ich komme mit der Gitarre ins Studio und spiele vor, was ich geschrieben habe. Dann schauen wir, was der Titel braucht. Da gibt’s einfache Songs auf dem Album, die nur mit Klavier und Stimme sind, bei manchen haben wir eine riesige, fette Pop-Geschichte gemacht.

TICKET: Wenn man bei youtube nachschaut, findet man Videos vom Kiddy Contest, von Helden von Morgen und vieles andere. Bereust du die digital ausgebreitete Vergangenheit?

Julian: In Österreich gibt’s nicht viele Möglichkeiten, sich in der Öffentlichkeit auszutesten. Mit elf Jahren findet man Kiddy Contest cool, mit 19, nach der Schule, hab‘ ich Helden von Morgen probiert. Es ist aber nichts, was mir peinlich ist. Richtig cool finde ich das Video vom Kiddy Contest heute zwar nicht mehr, aber ich hab‘ schon damals im Interview gesagt, dass ich Sänger werden möchte.

TICKET: Was hat es mit Fräulein Weichselbraun auf sich?

Julian: Ich fand sie als Jugendlicher schon sehr toll, und ich hab‘ sie kennengelernt, als ich bei Dancing Stars gesungen hab‘. Sie hat angedeutet, dass sie gerne mal in einem Video mitspielen würde, weil sie das Video zu Mr. Spielberg so cool findet. Ich schreibe jetzt gerade einem Drehbuch für das Video zur nächsten Single, das wird aber kein klassischer Romantik-Clip. Er wird eher dunkel, ganz anders. Ich wünsche mir, dass sie mitspielt. Ob es was wird, werden wir im Herbst sehen.

Interview: Alexander Haide
 
Soweit Sonar erscheint demnächst bei GRIDmusic. Präsentiert wird es am 2. Oktober bei der Album Release Party im Wiener WUK!  

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