Kaiser Franz Josef – Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

So ein sonniger Nachmittag im Wiener Prater hat schon was!Vor allem wenn man ihn gemeinsam mit den Vollblutrockern von Kaiser Franz Josef verbringt.

Wir haben diesen lustigen Nachmittag auch auf Video festgehalten:

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Es ist brütend heiß, als wir uns vorm Kugelmugel im Prater treffen. Die Jungs von Kaiser Franz Josef – nicht zu verwechseln mit Kaiser Franz Joseph, aber das macht ohnehin niemand mehr – beantworten sympathisch-frech alle möglichen und unmöglichen Fragen. Wir erfahren, dass Sham ein Fan von Dromedaren ist, Can lieber mit den Wölfen tanzen würde und Tom dann doch irgendwie auf Free Willy abfährt.

Alte Musik – junge Musiker 

Aber im Endeffekt geht es natürlich um eines – um die Musik! Und dazu haben die Jungs einiges zu erzählen! Sie sind allesamt Rockfans – unter ihren Lieblingsbands tummeln sich Led Zeppelin, Black Country Communion und die Foo Fighters. Ein ziemlich „alter“ Musikgeschmack für so eine junge Truppe. Sham erklärt uns, warum dem so ist: „Wir sind eigentlich sehr alt und haben uns einen jungen Körper gekauft. In diesen haben wir unsere Herzen und Hirne rein implantieren lassen und kommen eigentlich aus der Zukunft.“ Can bringt es auf den Punkt: „Wenn man ein Major-Label hat, dann ist das alles ganz einfach. Ein Major-Label kann heutzutage alle Wünsche erfüllen.“ Nach einigem Gelächter fährt er ernsthafter fort: „Wir machen die Musik, die wir auch gerne hören. Man stößt auf alte Musik genauso wie auf neue – da gibt es kein Geheimnis. Es gefällt einem einfach etwas, man findet heraus, was das ist, und dann hört man es immer weiter.“ Und ja, es soll auch junge Leute geben, die sich The-Doors-Platten kaufen, verrät uns Sham.

Im Looping

Um etwaige Langeweile zu vermeiden, die übrigens in keiner Sekunde aufkam, machen wir uns auf zu den richtig spaßigen Dingen – den Unterhaltungen im Wurstelprater. Entscheidungen, mit welchem Gerät man als erstes fährt, werden ganz in Bandmanier demokratisch getroffen, und somit fällt der Entschluss, Hochschaubahnfahren im Liegen auszuprobieren – „Volare“ macht es möglich. Ein kurzes Fazit nach dem Wahnsinnsritt: Can: „Es war ziemlich laut da oben, weil die anderen beiden so geschrien haben.“ Tom: „Ich glaub’, ich speib’ gleich.“ Nun denn, das Übergeben ist eine andere Geschichte …

Nachdem die Nachwehen der ersten Attraktion überstanden waren, geht es schon weiter. Eine Fahrt auf dem Höllengerät, das sich „Discovery“ nennt, wird abgewählt, weiter geht es mit einer Loopingbahn mit dem hübschen Namen „Boomerang“. Can hätte wohl auch nichts dagegen gehabt, noch stundenlang weiter damit zu fahren, und scheint der Einzige aus dem Triumvirat zu sein: Tom wirkt trotz sommerlicher Bräune ein bisschen blass um die Nasenspitze, und Sham? Ja, das ist besagte andere Geschichte!
Eine bisschen Fitness darf natürlich nicht fehlen, deshalb gilt es, um einen halben Euro einem Punching-Ball ordentlich eine zu nussen! Die Jungs beweisen, dass sie nicht nur in die Saiten oder auf Toms schlagen können, und falls man zur musikalischen Karriere noch einen Zweitberuf dazu bräuchte, würde sich Schattenboxen auf jeden Fall eignen.

Über den Wolken
Entmutigen lassen sich die Jungs auf jeden Fall nicht, und die dritte und letzte Station ist das traditionsreiche Kettenkarussell. Die Diskussionen beginnen: Tom ist topmotiviert, Sham hat Höhenangst – sehr schlechte Voraussetzungen. Can ist etwas besorgt: „Angst hab ich nicht wirklich … eigentlich. Nur Sorgen.“ Durch Toms trockenen Kommentar „Dass er stirbt“ wird Cans Vertrauen nicht unbedingt aufgebaut: „Leute, wenn ich daran sterbe, dann steig ich aus aus der Band.“ Shams „Zwangsweise“ ist nichts hinzuzufügen. Gegen Ende sind sich dann aber doch alle einig, dass die Aussicht schön und das Erlebnis ein tolles war.

Fazit: Langweilig wird einem mit Kaiser Franz Josef nie! So wie ihre Musik, spiegeln auch sie eine Authentizität und Sympathie wieder, wie man sie sonst oft vermisst. Fein, dass sich am musikalischen Nachwuchssektor noch so viel tut, und dass es natürlich Bands gibt, die alles andere als „schlechte österreichische Musik“ machen.

Kaiser Franz Josef auf Herbsttour

5. 9. Weekender, Innsbruck
6. 9. Luegstock Festival
13.9. Stereo, Klagenfurt
19.9. Röda, Steyr
20.9. Bergfestival
26.9. Rockhouse Salzburg
27.9. Szene, Wien
4.10. Bergwerk, Neusiedl am See

 

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