Klang und Kulisse in Grafenegg

„Klang trifft Kulisse“, lautet das Motto am renommierten Festivalstandort Grafenegg. Architektonisches und klangliches Highlight ist der „Wolkenturm“.

 

Ein zu Beginn seltsam anmutendes Gebäude ragt aus dem 32 Hektar großen Schlosspark in Grafenegg, das zwischen der Wachau und Wien gelegen ist. Bei genauerer Betrachtung wird klar: Der „Wolkenturm“ ist eine Open-Air-Bühne, die seinesgleichen sucht. Der Name wurde gewählt, da das Projekt darauf ausgelegt wurde, die umgebende natürliche Landschaft und den Himmel im Glas- und Stahldach zu spiegeln – ein gezähmtes Monstrum sozusagen. Am unteren Ende – zwischen den imposanten Betonfassaden – findet sich eine große Öffnung inklusive Bühne, die in einer Senke liegt. Am Hang gegenüber ist Platz für über 2.000 Besucher, die sich der professionell ausgemessenen, feinen Akustik erfreuen dürfen. Klang trifft Kulisse.

Genügend Platz

Der Wolkenturm ist umgeben von einem weiteren neuen Gebäude, dem Auditorium, in dessen Saal – je nach Bestuhlung – weitere 1.400 Gäste Platz finden. Ebenfalls zu sehen sind die „Alteingesessenen“: Schlosstaverne, Reitschule und das Schloss selbst. Es ist noch gar nicht lange her – im Jahr 2007 –, da wurden Wolkenturm und Auditorium entwickelt und gebaut, um dem Festivalstandort eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen. In der Klassik-Szene konnte sich Grafenegg innerhalb kurzer Zeit einen guten Ruf erarbeiten. Künstler schätzen das Ambiente genau so wie Zuschauer.

Hochkarätige Klassik-Künstler

Ja, Künstler schätzen Grafenegg, deshalb kommen auch im Sommer 2014 viele Stars der klassischen Musik. Pianist Rudolf Buchbinder hat dieses Jahr die künstlerische Leitung über. Er lädt zu Konzerten der Wiener Philharmoniker unter Gustavo Dudamel, des London Symphony Orchestras unter Sir Antonio Pappano oder des Filarmonica della Scala di Milano mit Daniel Harding und Christine Schäfer. Auch ein großer lebender Komponist beehrt Grafenegg: der Deutsche Jörg Widmann.
Ein Besuch einer der Großveranstaltungen lohnt sich mit Sicherheit, ob man Klassik-Fan ist oder nicht. Alleine die Kulisse ist sehenswert, der Klang überwältigend. Ob es die einzelnen Sommerkonzerte sind, die bis 9. August stattfinden, oder der Höhepunkt, das Grafenegg Festival, ist in diesem Fall unerheblich – ein Erlebnis wird es allemal.

 

 

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