Kritikenrundschau: Die letzten Tage der Menschheit (Paulus Manker)

Vergangene Woche wurde die Serbenhalle in Wiener Neustadt zum Schauplatz von Paulus Mankers neuem Theaterspektakel. Freitag, der Dreizehnte sollte sich für „Die letzten Tage der Menschheit“ als Glückstag erweisen.

© Sebastian Kreuzberger

220 Szenen, 114 Rollen, 137 unterschiedliche Orte und 760 Seiten umfasst Karl Kraus‘ gigantische Tragödie. Der österreichische Schriftsteller hat Die letzten Tage der Menschheit als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg verfasst. Paulus Manker hat sich nun dem Mammutwerk angenommen. Vergangenen Freitag, ausgerechnet an einem Dreizehnten, adaptierten 30 SchauspielerInnen – darunter Manker selbst – das Stück auf 75 Szenen konzentriert und in sechseinhalb Stunden für die (Simultan-) Bühne in der Serbenhalle in Wiener Neustadt. Das Publikum wurde „unmittelbarer Augen- und Ohrenzeuge historischer Geschehnisse“, „von Soldaten angerempelt oder im Lazarett von Krankenschwestern von der Bettkante verscheucht […], in konspirative Gespräche unter Monarchisten verwickelt“. (Der Standard, 16.7.)

Pressestimmen

Manker überwältigt Karl Kraus. (Die Presse, 15.7.)

Enfant terrible Paulus Manker hievt „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus in einer Industriehalle auf die Bühne und macht daraus ein dampfendes, loderndes Spektakel. (Kleine Zeitung, 16.7.)

Paulus Manker verwandelt „Die letzten Tage der Menschheit“ in einer Werkshalle in ein grandioses Spektakel. (Salzburger Nachrichten, 16.7.)

In der Serbenhalle Wiener Neustadt erschließt der Regisseur Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ als spannende pyromanische Ereignislandschaft. (Der Standard, 16.7.)

Tatsächlich jahrelang muss er den Text seziert, hinterfragt haben. Denn bereits das Programmbuch, als Eintrittskarte aushändigt, ist ein prächtiges Erklärstück rund um den Untergang der Monarchie: Collageartig liefert Manker zu allen 75 Szenen, die er ausgewählt hat, die Illustrationen und Hintergrundinfos. (Kurier, 16.7.)

Bei aller Verkürzung und allem Pathos ist das aber immer abenteuerlich und emphatisch. Im besten Fall kommt man Momenten so nahe, dass man nachlesen möchte. Dazu gibt es auch einen 136-seitigen begleitenden Bildband, im Ticketpreis inbegriffen. Und QR-Codes, die mit dem Smartphone zu knacken sind. (Der Standard, 16.7.)

Raumkonzept-Arrangeur Georg Resetschnig hat eine begehbare Kriegswelt gezimmert. (Kleine Zeitung, 16.7.)

Bilder und Musik betören. […] Burgschauspieler Franz J. Csencsits bewältigt seine Rollen, etwa einen Pfarrer, der den Krieg rechtfertigt, am besten. (Die Presse, 15.7.)

Es gelingt ein Eintauchen in historische Situationen, man kommt in Kontakt mit politischen Prototypen der Kriegsjahre. (Der Standard, 16.7.)

Eine sehenswerte Aufführung. (Die Presse, 15.7.)

[E]in singuläres Erlebnis, das, de facto unsubventioniert, exemplarisch vorführt, welche Kraft Theater haben kann und muss. Riesiger Jubel. (Kronen Zeitung, 16.7.)

Frenetischer Jubel. (Kurier, 16.7.)

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Bilder: © Sebastian Kreuzberger

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