Lombardos Legendenstatus

Dave Lombardo ist eine Schlagzeuglegende: Als Mitgründer von Slayer schrieb er Musikgeschichte, bei Fantômas befand er sich mit den Herren Patton, Osborne und Dunn in einem elitären Zirkel. Philm ist sein jüngstes Baby.

 

Zahlreiche einschlägige Fachmagazine führen Dave Lombardo als „besten Metal-Drummer“ an der Spitzenposition – oder zumindest in den Top-5 – an. Für Musiker ist er Vorbild, für Rezipienten schlichtweg eine Ikone. Szene-Referenzwerke wie das Trio Infernale „Reign In Blood“, „South Of Heaven“ und „Seasons In The Abyss“ festigen seinen Status, Aufnahmen mit dem Kollektiv Fantômas, jener experimentellen „Supergroup“, bewiesen, dass sein technisches Raffinesse, die Agilität seiner Gliedmaßen bei Slayer noch lange nicht ausgereizt war.

 

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Da waren Intermezzi mit Grip Inc., Testament („The Gathering“), Voodoocult (mit Death-Metal-Vater Chuck Schuldiner und Mille von Kreator) und ja selbst Apocalyptica lediglich noch das Tüpfelchen auf dem i, für den abgedrehten Connaisseur sei vielleicht noch die verquere Kollaboration mit John Zorn („Taboo and Exile“, „Xu Feng“) nachgeschossen. Kurz: Der Amerikaner mit kubanischen Wurzeln ist ein Ausnahmetalent, unglaublich innovativ – der „Godfather of Doublebass“.

Philm

Philm ist nun, nach seinem wiederholten (diesmal aber augenscheinlich endgültigen) Ausstieg bei Slayer sein jüngstes, „eigenes“ Baby, die bereits 2012 mit dem Debüt „Harmonic“ einen gleichermaßen gewichtigen, wie auch unikalen Einstand ablieferten; „Post-Hardcore“ als ein Versuch der Schubladisierung, Lombardo selbst meint: „Wir leben auf der „heavy“-Seite, aber unsere Musik ist gleichzeitig eindringlich, fließend, aber auch desolat.“ Da ist selbst eine Ikone wie Bill Ward (ex-Black Sabbath) Fan davon.

 

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Mehr noch als das Debüt besticht nun der Zweitling „Fire From The Evening Sun“ durch eine fast unheilige Annäherung der einzelnen Töne und Akkorde, ein bipolarer Clash der Affekte. Gemeinsam mit seinen Mitmusikern Gerry Nestler (Civil Defiance) und Pancho Tomaselli (War) gelingt eine ohrenbetäubende Dringlichkeit zu erwecken, bei der freilich die kraftvoll-aggressive, stark vertrackte Rhythmusfraktion im Mittelpunkt steht. Dies klingt stellenweise roh, ungeschliffen und improvisiert, aber stets temperamentvoll – und wird wohl live in einem derart intimen Rahmen wie in der Wiener Arena für einem Malstrom aus Schweiß sorgen.

 

Live am 9. September in der Wiener Arena, Support sind die Wiener Prototyper. Auch ziemlich geiler Shice. Und das für lächerliche 15 Euros.

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2 Kommentare

  1. yoko hannen kaneyasu

    Every time when I try to write about Why Slayer band including big 4 have to had to separate , metal heads keep talking that it won’t be the same after Jeff Hanneman passed away. But story is never goes and what exactly happened in Japan, also I really don’t like that it great music , musicianships going to worth.

  2. Stefan Baumgartner (Beitrag Autor)

    The loss of Jeff was definitely tragic – not only personally, but also songwriting wise. But IMHO Slayer still kick some ass live, and I am looking forward to judge them by their upcoming record :)

Kommentare sind geschlossen.