LORDI – die spinnen, die Finnen!

Mit Hard Rock Hallelujah haben die maskierten Finnen von Lordi im Jahr 2006 die Zuseher und Jurymitglieder des Eurovision Songcontests ganz schön von den Sesseln gerockt! Und gut war es – schlussendlich gingen sie ja als Gewinner der “europäischen” Musikveranstaltung hervor.

Finnland war immer schon ein bisschen anders – ein Ping-Pong-Ball zwischen Schweden und Russland, der es dann aber doch schaffte, weder vom schwedischen, noch vom russischen Schläger weiter getroffen zu werden. Außerdem beachtlich: die finnische Sprache! “Lentokonesuihkuturbiinimoottoriapumekaanikkoaliupseerioppilas” ist mit 61 Zeichen das längste finnische Wort – gut, auf Deutsch gibt es dieses Wort, das vom Flugzeugturbinenmotorassisistent handelt gar nicht. Vielleicht wäre es hier ja ebenso lang?

Wie auch immer, zurück zur Musik! Wenn man durch finnische Städte flaniert, wird sofort klar: Hier hielt der Metal aber gewaltig Einzug! Genauso wie ihre schwedischen Nachbarn, frönen die Finnen der Musik des härteren Genres. Irgendwie klar, denn ein bisschen finster ist es ja im Winter dort oben schon! Girlie-Pop passt da dann doch nicht so gut.

Inmitten dieses metalllastigen Staates, entstand dann im Jahr 1992 die zombieske, monströse Hard-Rock-Band Lordi. Gegründet wurde sie von Tomi „Mr. Lordi“ Putaansuu, der nach eigenen Angaben immer schon von Verkleidungen, Drachen und Mystik fasziniert war. In seiner Jugend war er ein großer KISS-Fan und was lag da näher, als seine eigene Band auch zu maskieren?

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Lordi nur als maskierte Band zu bezeichnen, wäre zu wenig. Sie haben mit ihren Kostümen und Special-Effects neue Figuren geschaffen, die immer wieder adaptiert und von Album zu Album – heuer erschien übrigens ihr sechstes Studioalbum To Beast Or Not To Beast – neu entwickelt werden. Der Vergleich mit der amerikanischen Rockband Gwar, ist natürlich ein naheliegender. Mr. Lordi gibt hier zu Protokoll: “Alle die finden, wir sind wie Gwar, verstehen weder Gwar, noch Lordi. Das Einzige, das wir gemeinsam haben ist, dass wir beide Masken tragen und Gitarren und Drums haben. Das war es dann aber auch schon! Musikalisch sind wir komplett verschieden! Man muss sich nur umsehen – es gibt ja auch KISS, Alice Cooper oder Slipknot. Das sind auch “Monster” auf der Bühne und wir sind alle ganz unterschiedlich.”

Nun kommen die Rockmonster aus dem hohen Norden auch nach Österreich. Was auf jeden Fall feststeht ist, dass es eine außergewöhnliche Show werden wird, weil Lordi ja außergewöhnlich sind. Sollte sich irgendjemand ein Kuschelkonzert – aus welchen Gründen auch immer –  wünschen, wird er enttäuscht werden. Lordi werden niemals ein akustisches Set spielen, so sagen sie. Es passt einfach nicht zu ihrem Sound. Gut, Schrumm-Schrumm-Songs gibt es ohnehin schon genug, deshalb freuen wir uns auf Horrification et al!

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