Wiener Quintett M185 ist mit neuer Single zurück

Pünktlich zum Sommerbeginn melden sich M185 mit einer neuen Single zurück. Mit “Time O’ The Signs” beginnen sie wieder ordentlich zu brodeln. Neues Album: in Arbeit! Live-Shows? Ja, bitte!

Benannt nach dem chinesischen Symbol für “Shut the fuck up and dance” machen die Jungs ihren ganz eigenen alternativen Postpunk. Dafür wurden sie bereits mit dem FM4 Amadeus Award ausgezeichnet und die Zuhörer des österreichischen Indie-Senders krönten ihr letztes Album “Let The Light In” sogar zum FM4-Album des Jahres. Nach der Veröffentlichung des ersten Album-Vorbotens „Chew“ Ende letzten Jahres, präsentieren sie jetzt “Time O’ The Signs”.

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Der an Prince angelehnte Titel zeigt den gewohnt verspielten Zugang der Band. Der Song startet mit prägnat-monotonem Sprechgesang von Wolfram Leitner, der in Lou Reed-Manier süffisant die absurd-theatralischen Qualitäten des (medialen) Zeitgeschehens in kurz umrissenen Szenen zu einem irrlichternden Kaleidoskop montiert. Der Track ist ein ungeschliffenes aber trotzdem funkelndes Pop-Juwel mit einem hymnischen Gitarrenthema, lässigen Vocoder-Einsprengseln und einem groovenden Falsetto-Chor.

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Das dazugehörige Video lädt uns in ein Reich der Zeichen ein. Die von Künstler Benjamin Tomasi konzipierte Arbeit zeigt fragmenthafte Andeutungen von Piktogrammen und asiatischer Schriftzeichen. Die 16 kurzen in Tokio gefilmten Clips von LED Werbetafeln haben eine unterschiedliche Länge und wurden im Rhythmus der einzelnen Instrumente der Band geschnitten. So generieren sich faszinierend abstrakte Muster und ein Sog aus Licht und Schrift. Die Band setzt damit auch einen bewussten optischen Bruch zu ihren bisherigen Musikvideos. Auch soundseitig wird weit über die bisherige Indierock-Dimension von M185 hinausgedacht und gearbeitet.

Wie es weiter geht

Derzeit werken die fünf Musiker an Longplayer Nummer Vier, der Anfang 2018 erscheinen wird. Musikalisch darf man sich eine mutige und spannende Weiterentwicklung des Sounds einer geschmackssicheren Band erwarten. Anders als Szene-Kollegen, nehmen sich M185 bewusst Zeit für ihr neues Album. In ihren regelmässigen Sessions räumen sie dem Zufall und dem Experiment eine besondere musikalische Bedeutung ein. Wir dürfen gespannt sein, was diese Arbeitsweise zu Tage fördern wird. „Time O’ The Signs“ ist auf jeden Fall ein guter Appetizer, für das was noch kommen wird.

Ihre Hörerschaft erweitert M185 übrigens ständig, denn sie spielen unermüdlich live, wann immer sie können.

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