Madonna: Rebel Heart

Seit Mitte Dezember kursieren sie im Word Wide Web, sechs Songs aus Madonnas 13. Album „Rebel Heart“. Madonnas Style war es noch nie, an einem Punkt stehen zu bleiben. Anstatt im 80er-Jahre Synthpop verhaftet zu sein, setzt sie bei „Rebel Heart“ auf moderne Soundproduktion à la Wave- und Clubsound.

 

Somit bleibt sie am Zahn der Zeit. Denn alt zu werden, das ist nicht das Ding der 56-jährigen Pop-Ikone. Zu Hilfe kommen ihr beim Song- und Soundwriting Beat-Größen wie Avicii oder Diplo, ein erfolgreicher DJ, Rapper und Songwriter aus Los Angeles.

Rebellisch, wie der Album-Titel ankündigt, ist es jedoch nicht. Es sei denn, man bezeichnet Elektro-Sound und durch ein Programm gezogene Computerstimme als die Provokation der Nation. Beim Hören sieht man sich sofort in vertrauter Disco-Dance-Atmosphäre, kaum ein Song klingt wie etwas, das man zuvor noch nie gehört hat. Der Titel „Hold Tight“ überlädt sich mit mehr Effekten als für den Song gesund, und die Single „Living For Love“ wirkt wie ein gezwungen positiver Break-up-Song. Anders ist dagegen„Devil Pray“: Vor allem die ersten 90 Sekunden des Mixes mit leichtem Country- und Gitarren-Geschmack sind erfrischend. Nach 1:30 heißt es wieder: Ab auf den Dancefloor. Schade eigentlich.

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