Madsen lässt die Musik an!

TICKET traf zwei der sympathischen Mitglieder von Madsen – die Brüder Sasha und Sebastian. Im Interview erzählen sie uns, was uns bei ihrem Auftritt am 12. Oktober im Wiener Gasometer erwartet. Außerdem plaudern sie mit uns über Vinyl, verrückte Metaller und Politik.

Würdet ihr gerne Musik in einem anderen Jahrzehnt machen – oder: Was sind die Vorteile der heutigen Zeit?

Sebastian Madsen: Der Nachteil daran wäre – wir wären jetzt älter. Ich bin ja ehrlich gesagt kein Freund von Nostalgie. Aber spannend wäre zum Beispiel das Paris der 20er. Woodstock hätte ich auch gerne

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miterlebt. Ich würde gerne eine Platte rausbringen, die wirklich nur auf Vinyl erscheint. Man hört den Song im Radio und dann dauert es aber, bis man den wirklich kriegen kann. Dann stehen sie vor dem Plattenladen und können es kaum abwarten bis das Ding rauskommt. Das hätte ich gerne erlebt, das muss ich dann doch sagen.
Sasha Madsen: Ja, mal so für ’ne Woche (lacht). Was ich sehr genieße ist, dass wir die Musik, die wir machen auch relativ einfach umsetzen können. Wir haben ziemlich schnell die Möglichkeit, etwas so aufzunehmen, wie wir das wollen. Es muss nicht mehr aufwendig ein Studio gebucht werden. Es muss dann auch nicht einer im weißen Kittel da sein, der die Bandmaschine bedient. Wir können vorhandene Ideen schon richtig gut festhalten.
Sebastian: Es gibt halt immer Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite kann man sich irrsinnig schnell verwirklichen. Auf der anderen Seite verwirklichen sich viel zu viele Menschen. Man will nicht unbedingt alles hören und mitkriegen.

Ihr bringt außerdem eine Maxi-Single von Lass die Musik an auf Vinyl heraus. Wie kann man Platten der Generation i-Irgendwas wieder schmackhaft machen?

Sasha: Ich glaube, dass das jeder wieder selbst entdecken muss. Das ist natürlich leicht gesagt – wir sind ja damals so aufgewachsen. Irgendwann habe ich mich danach zurückgesehnt, eine Platte aufzulegen. Es ist ein eigenes Gefühl – das Knistern – und man kann nicht zurück- oder vorspulen, man muss dann einfach die Platte weiterhören. Das habe ich total vermisst und dann habe ich mir wieder einen Plattenspieler zugelegt. Und ich genieße es bis heute.

Zum Thema Generation im Arsch – sind wir wirklich alle im Arsch? Wenn ja, warum?

Sasha: Nicht alle! (lacht)
Sebastian: Das ist natürlich eine Momentaufnahme. Es gibt Menschen auf der Welt, denen es wesentlich schlechter geht als der Mediengeneration. Ich kenne kaum jemanden mit so einem richtig bodenständigen Beruf – so wie Autoschrauber oder Bäcker oder sowas in der Richtung. Das scheint gerade uncool zu sein. Facebook, Google und Amazon – all das frisst unsere Aufmerksamkeit. Ich glaube auch, dass immer weniger Menschen auch mal Zeitung lesen. Sie verschwenden ihre Zeit mit sinnlosen Dingen und posten Fotos und wollen dann schauen, wie viele Leute das kommentieren und was sie dazu sagen. Wie bewerten die das? Das rückt immer mehr in den Vordergrund und das finde ich eigentlich schade.

Ihr seid ja auch sehr politisch interessiert und setzt euch vor allem gegen politischen Rechtsruck ein. Schaut ihr hier auch über die Landesgrenze?

Sasha: Ich wohne ja in Wien und verfolge das mit viel Interesse und tatsächlich auch etwas Sorge. Parteien wie FPÖ und BZÖ zerstören sich intern selbst, schaffen es aber dennoch immer irgendwie aufzustehen und wieder neuen Scheiß zu machen. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass man einfach sagt: „Leute, das geht so nicht! Guckt euch doch mal um und seht euch die Geschichte an – das ist doch alles Scheiße irgendwie!“
Sebastian: Ich bin zum Beispiel auf der Suche nach einem T-Shirt auf dem „Free Pussy Riot“ steht. Ich finde es einfach unfassbar, dass es sowas in Europa gibt, dass eine Band sich kritisch äußert und dafür eingekerkert wird. Wie krank ist das denn? Kunst darf man nirgendwo auf der Welt so eingrenzen.

Zum Cover des neuen Albums Wo es beginnt – was bedeutet der Apfel mit dem Dämmmaterial? Beginnt es im Proberaum und steht der Apfel für den Beginn aller Dinge?
Sasha: Das ist eine schöne Assoziation …

Sebastian: Wir haben uns mit dem Grafiker getroffen – ein unheimlich verrückter, lustiger Vogel. Er meinte, er hätte zwei Stunden meditiert und dann hätte er den Apfel gesehen. Dann packt man noch ein paar Nieten dran und dann ist es der eiserne Apfel – umso besser. Das Lustige ist auch, dass wir vorher bei einigen Präsentationen waren, wo Grafiker dann Begriffe wie „Sehnsucht“ oder „Mutter“ in den Raum geworfen haben. Wir dachten uns einfach: „Was wollt ihr uns damit sagen?“ Und dieser Typ hatte einfach nur diese einzige Idee – und die war geil! Der Apfel!

Warum der Labelwechsel von Universal zu Sony Music?

Sebastian: In Berlin sitzen bei Sony Menschen, die auch mit dem Wechsel und der Umstrukturierung der Musikindustrie klarkommen, sie denken vorausschauend. Ich will Universal natürlich überhaupt nicht schlechtreden. Da der Vertrag dann sowieso ausgelaufen ist, hat sich das einfach angeboten.

Sebastian, du hast ja auch bei Callejons Song Porn From Spain 2 mitgesungen. Beim Videodreh scheint es heftig zugegangen zu sein.

Sebastian: Super Typen! Ich bin stolz, dass ich da mitbrüllen durfte. Die Metaller, die spinnen echt (lacht). Es wurden ziemlich viele Fans eingeladen, die dann auch Party gemacht haben. Da wurde schon am Nachmittag gesoffen. Der Regisseur war am Boden zerstört am Ende des Drehs! Ich habe dann schon ein bisschen Angst bekommen. Da gab es diesen Fake-Blutregen und die Leute fingen an umzufallen, eine Flasche ging kaputt und einer hat sich seine Hand komplett aufgerissen…

Ihr seid ja auch ein bisschen lauter geworden als früher …

Sebastian: Das letzte Album war ja sehr experimentell für unsere Verhältnisse. Dann gab es eine Zwangspause und eine Neuorientierung. Wir haben versucht, den Blick aufs Wesentliche zu lenken. Was können wir, und vor allem – was wollen wir? Lass uns doch echt mal wieder ein ganz klares Bild malen. Lass uns dann, was uns und die Menschen live begeistert, mal wieder auf Platte bringen. Und da sind dann härtere Töne einfach erwünscht gewesen – also auch bandintern.

Was erwartet Österreich bei eurem Auftritt am 12. Oktober im Wiener Gasometer?

Sasha: Wir machen keinen großen Zirkus, keine Feuershow, keine Explosion und kein Pipapo. Es soll einfach um die Band gehen, die da auf der Bühne steht und die Spielfreude auf das Publikum überträgt.
Sebastian: Wir hatten schon eine Konfettikanone, Feuer, Nebel und alles Mögliche. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich das gar nicht will, wenn ich auf Konzerte gehe. Ich will eine Band sehen, die Spaß hat und die durchdreht.

Interview: Petra Albrecht
Live am 12. Oktober im Wiener Gasometer. Tickets auf oeticket.com!

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