Max is back!

Ein Actionheld wird wiederbelebt: In den Achtzigern als billiger, aber harter Actionfilm produziert, feiert Mad Max nun in Cannes sein Revival.

 

Dass da noch niemand früher draufgekommen ist: 1979/80 sorgte ein kleiner, billig produzierter knallharter Actionfilm aus Australien für Furore, zunächst nur in Fan-Kreisen, als Geheimtipp. Doch die Kunde von dem sensationellen Power-Abenteuer verbreitete sich rasch. Der Film hieß „Mad Max“, und prägnanter kann man einen Film gar nicht nennen.
Es geht um ein quasi-apokalyptisches Australien, in dem alles aus den Fugen geraten ist und wo auf den Straßen das Faustrecht herrscht. Doch halt! Da ist ein in schwarzes Leder gekleideter Polizist namens Max Rockatansky, dessen bester Freund, dessen Frau und Kind von einer brutalen Straßengang ermordet wurden. Er macht sich auf, seine Lieben zu rächen – und wehe dem, der sich ihm in den Weg stellt.

Max Gibson
Den etwas unausgeglichenen Max spielte ein 23-jähriger Unbekannter namens Mel Gibson, der, wiewohl in den USA geboren, ein waschechter Aussie wurde: Seine Eltern zogen mit ihm und seinen zehn (!) Geschwistern – er war später auch recht fleißig, was die Zahl seiner Kinder betrifft – nach Australien. Er studierte Schauspiel in Sydney (u.a. mit Geoffrey Rush und Judy Davis). Dem Regisseur George Miller, eigentlich Notfall-Mediziner, gefiel der Bursche so gut, dass er ihn in der Hauptrolle seines Action-Krachers besetzte. Der Rest ist, wieder einmal, Geschichte: Mel Gibson wurde ein – wenn auch nicht unproblematischer – Superstar des internationalen Kinos. Zuvor wurden aber, natürlich mit wesentlich mehr Budget, zwei Fortsetzungen gedreht: „Mad Max 2: The Road Warrior“ und „Mad Max: Jenseits der Donnerkuppel“, letzteres mit keiner geringeren Bösewichtin als Soul-Queen Tina Turner. Miller, der ebenfalls eine beeindruckende Hollywood-Karriere („Die Hexen von Eastwick“, „Ein Schweinchen namens Babe“, „Happy Feet“) machte, hielt sich an die goldene Sequel-Regel „Mehr vom selben, aber anders“, und die beiden Filme wurden fulminante Kassenerfolge.

Prinzip Hollywood
Was wundert es also, dass sich Hollywood, immer auf der Suche nach „neuen“ Helden, nun des guten Max erinnerte und ein Spektakel zimmerte, das uns hören und sehen vergehen lassen wird. Der Film, der dieser Tage beim normalerweise äußerst kunstsinnigen Filmfestival in Cannes uraufgeführt wird, bietet nicht nur erneut George Miller als Regisseur auf, sondern auch den Briten Tom Hardy als neuen Max Rockatansky, und dazu jede Menge geballte Frauenpower: Die vielleicht schönste Australierin aller Zeiten, Charlize Theron, steht Hardy zur Seite, ebenso wie Zoe Kravitz, die Tochter des beliebten Sängers, und das Supermodel Rosie Huntington-Whiteley. Wie man hört, soll das Geschehen im Film in Echtzeit abrollen – aber nichts Genaues weiß man nicht, denn die Geheimniskrämerei wurde bei diesem Projekt wieder einmal auf die Spitze getrieben. Lassen wir uns also überraschen.

 

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