Maxïmo Park – Neues aus Newcastle

Mit Too Much Information  erscheint am 31. Jänner ein neues kleines Meisterwerk der sympathischen Briten. TICKET hat sich mit Schlagzeuger Tom English über Musik und Gott und die Welt unterhalten …

Wie geht es dir?

Tom English: Sehr gut – danke! Ich bin gerade zu Hause und schau mir Snooker im Fernsehen an.

Ist das dein Lieblingssport?

Tom: Es ist mein zweitliebster Sport! Am liebsten mag ich Cricket.

Oh, Cricket! Kannst du uns ein bisschen darüber erzählen?

Tom: Cricket wird zurzeit in Australien gespielt – da muss man dann sehr lange auf bleiben, um es im Fernsehen zu sehen. Ich befürchte die Regeln zu erklären, würde ein bisschen zu lange dauern. Es ist sehr schwierig zu erklären, wenn man es nicht vor Augen hat. Vielleicht erzähle ich dir ein anderes Mal mehr.

Kurz zum neuen Album: Man hat das Gefühl, ihr erfindet euch immer wieder neu. Habt ihr ein Geheimrezept, wie ihr das macht?

Tom: Danke! Ich wünschte wir hätten eines. Um ehrlich zu sein, folgt man die meiste Zeit nur seinem Riecher. Wir müssen nicht viel mehr tun, als Songs zu schreiben – irgendwie nehmen wir das schon als selbstverständlich an, was wir natürlich nicht tun sollten. Wenn wir dann genug Nummern zusammen haben, können wir ein neues Album heraus bringen und wieder auf Tour gehen. Das ist unsere Leidenschaft. Ich glaube unser Geheimrezept, immer alles neu und spannend zu halten, besteht auch darin, anderen Musikern zuzusehen. Man bekommt oft die besten eigenen Ideen, durch andere Musik. Vielleicht gibt es ein paar Genies da draußen, die Musik auf einer einsamen Insel weiterentwickeln können, wir gehören nicht dazu. Wir mögen auch alle ganz unterschiedliche Musikrichtungen – man muss das dann alles vereinen.

Welcher Musikstil gefällt dir persönlich denn am besten?

Tom: Wir haben alle einen sehr breitgefächerten Geschmack. Was mich betrifft, ich mag alten Rock ‘n‘ Roll sehr gerne und auch Country. Wie beispielsweise Buddy Holly, die Everly Brothers oder auch Hank Williams. Das klingt vielleicht ziemlich überraschend, wenn man sich dann unsere Musik anhört. Ich mag aber auch Joe Jackson oder XTC – das würde wohl eher mit uns in Verbindung gebracht werden. Ich finde es auch wichtig, dass man sehr viel Unterschiedliches hört. Vor 10 Jahren war ich – man könnte sagen – ein Purist, ein Modernist, aber je älter ich werde, desto älter wird auch die Musik, die ich höre.

Too Much Information ist bei Vertigo Berlin / Universal erschienen.

Too Much Information ist bei Vertigo Berlin / Universal erschienen.

Maximo Park kommt ja aus Newcastle – ich mag das Bier von dort! Was kann man denn noch über Newcastle erzählen?

Tom: Du magst das Bier? Das ist ja lustig zu hören! Die meisten Leute aus deinem Teil der Welt sind doch eigentlich mit ihrem eigenen Bier ganz zufrieden und finden Newcastle nicht so gut, weil es nicht so spritzig ist.

Natürlich sind wir auch ganz glücklich mit dem österreichischen Bier, aber dennoch, genießen wir hier auch ganz gerne ein Britisches …

Tom: Abgesehen vom Bier – ich erzähl einmal ein bisschen über die ganze Landschaft, nicht nur über die Stadt selbst. Newcastle liegt sehr nahe an der nordöstlichen Küste und es ist wahrscheinlich einer der schönsten – wahrscheinlich der schönste – Platz in ganz Großbritannien! Die Küste von Twynemouth bis hin zu Berwick-upon-Tweed ist einfach nur wundervoll. Das Schöne daran in Newcastle zu leben ist, dass du schnell einmal an der Küste bist. Es sind nur ungefähr sechs Miles – es gibt auch eine Metro, über die wir und ein paar andere Kollegen aus der Gegend schon gesungen haben. Es ist ziemlich romantisch und jeder liebt es. Die Strände, die unzähligen Schlösser, das Naturleben – auf jeden Fall sehenswert! Auch kulinarisch kann man es sich dort gut gehen lassen, es gibt beispielsweise die berühmten Smoked Kippers aus Craster – eine lokale Delikatesse. Ich empfehle sie mit lokalem Bier (lacht).

Euer Auftritt in Wien ist um die Faschingszeit herum … feiert ihr auch Fasching in Großbritannien?

Tom: Es gibt ein religiöses Fest es ist aber kein nationales Event. Karnival haben wir in Notting Hill, alljährlich, das ist dann an alles karibische angelehnt, passiert aber im Sommer. Ende Februar feiern wir so etwas eigentlich nicht, da freue ich mich, dass wir das in Wien erleben können!

Zum Abschluss – was würdest du denn als den „Worst song ever“ bezeichnen?

Tom: Puh, das ist schwierig. Ich bin zum Glück ziemlich ignorant, und hör mir keinen Müll an (lacht). Ich vermeide auch Mainstream-Radiostationen zu hören. Ich habe noch niemals darüber nachgedacht (lacht).

Maxïmo Park präsentieren ihr neues Album am 15. Februar im Wiener Flex. Ein kleines Clubkonzert, das sicherlich bald ausverkauft sein wird.

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