Metallica und die “Hardwired”-Videos

Metallica

Metallica machen seit Anbeginn, was sie wollen. So gerät auch die Veröffentlichung ihrer neuen Scheibe “Hardwired… To Self-Destruct” mehr als ungewöhnlich: Bereits im Vorfeld gibt es alle Songs zu hören. Als Videos – viele davon gelungen.

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Den Anfang machte vor zwei Monaten das Titelstück “Hardwired”, ein Clip, der an “One” ohne der dahinter stehenden Geschichte erinnert.

https://www.youtube.com/watch?v=uhBHL3v4d3I

“Atlas, Rise!” war der dritte, zu Halloween erschienene Vorbote und zeigt die Band samt Team beim Arbeiten im Metallica HQ. Witzig: Auf einem Board sieht man den Bandnamen als “Metllica” geschrieben (Minute 0:51).

https://www.youtube.com/watch?v=JFAcOnhcpGA

“Now That We’re Dead” premierte gestern bei Pitchfork und imitiert das – leider ziemlich grottenschlechte – Artwork von “Hardwired… To Self-Destruct”: Die Band spielt, während die dämonischen Grimassen auf sie projiziert werden.

https://www.youtube.com/watch?v=QlF4rhAbwyc

“Moth Into Flame” war die zweite Single, die Ende September vorgestellt wurde – ein ziemlich stimmiger Clip von Tom Kirk, der sich zuvor mit Muse einen Namen erarbeitet hat.

https://www.youtube.com/watch?v=4tdKl-gTpZg

Gshow durfte gestern “Dream No More” präsentieren: Achtet auf das Gesicht, das James macht, nachdem die Tänzerin ihre Pobacken wackeln lässt (Minute 5:00)!

https://www.youtube.com/watch?v=yqIQvE5R1tU

Die Kollegen vom deutschen Metal Hammer präsentierten heute “Halo On Fire”. Inmitten von Fans geben Metallica eine imposante Live-Performance. Am Ende gibt es sogar noch eine Schlägerei in bester „Fight Club“-Manier.

https://www.youtube.com/watch?v=WbxH5S9_A3M

Rolling Stone präsentierte gestern “Confusion”, in dem sich das Zivilleben einer Soldatin mit ihrem Kriegserlebnissen überschattet: “My life: the war that never ends”, singt Hetfield. Wie wahr, wie wahr.

https://www.youtube.com/watch?v=ZChXK2rdr9M

“Man(UN)kind”, das gestern bei Bravewords premierte, wird wohl für die größte Kritik sorgen, ist es immerhin ein Vorausblick auf den ohnehin schon reichlich diskutierten “Lords Of Chaos”-Film von Jonas Akerlund. Zudem: Was hat die fiktive Mayhem-Version mit Metallica am Hut? Aber: Blutig wie Sau!

https://www.youtube.com/watch?v=tUVr2xnGIEo

“Here Comes Revenge” kam heute via Triple M – ein ziemlich unheimliches Video mit der bisher wohl besten Transformation von Musik in Bild, gerade mit den zierlich-kindlichen Zeichnungen messerscharf und psychotisch.

https://www.youtube.com/watch?v=FpF8Wa2yQH0

Für “Am I Savage?” reisen wir nach Japan, zu RO69: Erneut ein sehr düsterer Clip mit hervorragender Umsetzung des Identitätsverlust und innerer Zerrissenheit: Lars schaut jedoch von Clip zu Clip immer mehr nach Sandler aus, und der Song klingt stellenweise extrem nach Megadeth.

https://www.youtube.com/watch?v=IkVG-qXRgfo

“Murder One”, die Lemmy-Hommage, wurde direkt auf der Metallica-Website gezeigt. Es ist ein comichafter Clip, der Spaß macht und Lemmy in seiner grellen Flapsigkeit wohl gefallen hätte. Zumindest optisch: Ein großes Tribut.

https://www.youtube.com/watch?v=2Mkq6GFLIsk

“Spit Out The Bone” wurde heute erstmals bei NME gezeigt – ein epischer, rasanter, dystopischer Clip. Für dieses Video war Phil Mucci verantwortlich, der zuvor u.a. für Korn und Opeth gearbeitet hat – er zeigt: er versteht sein Handwerk. Meiner Meinung nach das beste Video der Reihe, sowohl für sich stehend, als auch im Kontext zur Musik und zum Text.

https://youtu.be/m46Z0-HXySo

Fazit: Generell stehe ich dem Konzept, das komplette Album vor Veröffentlichung – und wenn auch in Form von Video-Clips – zu hören, eher ablehnend gegenüber, als Fan wohlweislich, nicht als Journalist. Wir mussten/durften/konnten das Album ohnehin schon vor wenigen Wochen komplett hören. Aber dem geneigten Fan nimmt dies glaube ich etwas die überschwängliche Freude, den Genuss, das Album erstmals in der kompletten Form zu hören. Doch wir müssen zugestehen: Die Umsetzung war zumeist gut – nur nächstes Mal bitte im Anschluss an die Veröffentlichung.

“Hardwired… To Self-Destruct” wird morgen veröffentlicht, die offizielle Release-Party findet im Wiener U4 (ohne Anwesenheit der Band) statt. Die sensationellen Mortal Strike aus Wien spielen einige Cover von Metallica. Mehr Informationen auf Facebook.

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