Metallica veröffentlichen „Atlas, Rise!“-Single

Metallica

Metallica veröffentlichen zu Halloween ihre dritte und letzte Single zu „Hardwired… To Self-Destruct“: „Atlas, Rise!“ bringt Süßes — oder Saures?

MetallicaDer Welt – oder zumindest der geneigten Hörerschaft – wurden bereits zwei Singles als Vorboten zu „Hardwired… To Self-Destruct“, des 10. Studioalbums der kalifornischen Metal-Götter Metallica, präsentiert: Am 18. August und somit drei Monate vor Album-Veröffentlichung das Titelstück „Hardwired„, sowie am 26. September „Moth Into Flame„. Beide Songs fanden ohne große vorherige Ankündigungswelle in den Sozialen Netzwerken, Countdowns auf irgendwelchen, möglichst prominenten Websites, ohne donnernde Werbemaschine in den Medien, Flashmobs oder ähnliches den Weg ins Internet. Mit Metallica war es schon immer so: Sie tuen, was sie wollen und wie sie es wollen – Regeln oder Handbücher interessieren sie nicht einmal die Bohne. Und beide Stücke sprachen – überraschend – mehr als nur für sich.

Metallica und Atlas

Anders jedoch läuft der Hase mit der dritten Single: Wie gestern Nacht verlautbart wurde, feiern Metallica Halloween mit der Veröffentlichung ihres neuen Songs „Atlas, Rise!“. Am 31. Oktober, 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird der Track über die offizielle Website von Metallica zu hören sein und euch einen weiteren Vorgeschmack auf den kommenden Langspieler „Hardwired…To Self-Destruct“ liefern. Es wird die dritte – und letzte – Single sein, bevor das Album am 18. November über Blackened Recordings erscheint. „Hardwired… To Self-Destruct“ wird, wie bereits hinlänglich bekannt, nach acht Jahren das erste reguläre Studioalbum von Metallica, das als Doppel-CD erscheint, werden und insgesamt 12 Stücke beinhalten.

MetallicaDisc 1 (37:10):
1 Hardwired 3:09
2 Atlas, Rise! 6:28
3 Now That We’re Dead 6:59
4 Moth Into Flame 5:50
5 Dream No More 6:29
6 Halo On Fire 8:15

Disc 2 (40:16):
1 Confusion 6:41
2 Man(un)kind 6:55
3 Here Comes Revenge 7:17
4 Am I Savage? 6:29
5 Murder One 5:45
6 Spit Out The Bone 7:09

„Hardwired… To Self-Destruct wurde zwischen 2015 und 2016 von Greg Fidelman (Black Sabbath, Red Hot Chili Peppers, Slipknot, Marilyn Manson, System Of A Down) mit James Hetfield und Lars Ulrich im Metallica HQ in San Rafael, CA aufgenommen. Es ist dies das erste Album, für das Gitarrist Kirk Hammett kein Material beisteuerte, „Man(un)kind“ stammt mit aus der Feder von Bassist Robert Trujillo.

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Metallica und Halloween

Metallica-Fans haben die Gelegenheit, die dritte Auskopplung „Atlas, Rise!“ schon eine halbe Stunde früher hören zu können als alle anderen, denn in ausgewählten Plattenläden haben sie ab dem 28. Oktober die Gelegenheit, eine limitierte „Hardwired… To Self-Destruct“-Maske abzustauben, in der ein Code versteckt ist, mit dem man verfrühten Zugang zu „Atlas, Rise!“ bekommt. Welche das in Österreich sein werden, erfährt man am Donnerstag (27. Oktober) auf der Facebook-Seite von Universal Music Austria.

So viel Aufwand für eine halbe Stunde Vorsprung klingt … „bescheuert“? Nun, seht es einmal von dieser Seite: Vielleicht sehen Metallica es nur als guten Grund, ihre Fans in die lokalen Plattenläden zu schicken, denn – wer weiß? – vielleicht kauft ihr ja auch die eine oder andere neue Platte, wenn ihr schon einmal dort seid? Metallica waren schon immer bemüht, ihrem Ökosystem, das sie wertschätzt und unterstützt, etwas zurück zu geben.

Wir haben euch eine mögliche Einkaufsliste aktueller Genre-Veröffentlichungen zusammen gestellt – und empfehlen, etwaige Horror-Clowns, auf die ihr beim Einkauf trefft, mit eurer neuen „Hardwired“-Maske und wütend stachelnder Mano Cornuta in die Flucht zu jagen:

SaxonSaxon – „The Vinyl Hoard“ erscheint am 28. Oktober via Demon Records und beinhält vier Doppel-LPs mit den Aufnahmen der „The Dogs Of War“ Tour 1995, der „The Lionheart“ Tour 1994, „A Night Out With The Boys“ Tour 2005 und des Rock Sound Festivals 2006. Die Box erscheint auch in einer auf 500 Stück limitierten Variante mit rahmbaren Cover, das zudem noch von Biff Byfford signiert ist. Die NWoBHM-Größen kommen im November nach Telfs, im Dezember nach Wien!

CrowbarCrowbar – „The Serpent Only Lies“ erscheint am 28. Oktober über Steamhammer und ist das 11. Album der neben Down und EyeHateGod wohl bekanntesten NOLA-Schwergewichte. Für Sänger, Gitarrist und Mastermind Kirk Windstein ist es bewusst eine „modern klingende Version der old-school-Crowbar“ – etwas, das wir nach zig Durchläufen und einer Gewichtszunahme von 42 Kilo (ohne Kekse) mehr als unterschreiben können! Live gibts die Südstaatler Anfang November vor Overkill in Graz und Wien!

TestamentTestament – „Brotherhood Of The Snake“ erscheint am 28. Oktober via Nuclear Blast. Die Metallica-Kollegen haben auf ihrem 12. Album neben der Stammbesetzung Peterson/Skolnick/Billy in der Rhythmusfraktion die vielleicht stärkste Besetzung seit jeher am Werken: Gene Hoglan und Steve DiGiorgio. Die Kalifornier zieren nicht nur das Cover der Novemberausgabe von !ticket, sondern beehren im Vorprogramm von Amon Amarth auch Wien!

HelmetHelmet – „Dead To The World“ erscheint am 28. Oktober über earMUSIC und stellt das typische abgehackte Stakkato-Riffing und den ureigenen Groove demonstrativ zur Schau, ebenso Hamiltons typisch lakonischen Gesang. Es ist somit das beste Album seit der Reunion, somit seit fast 20 Jahren. Neben den Scheiben der 90ern ist es freilich nur halb so toll – aber die gibt es im Februar in Wien und in Dornbirn live zu hören (und zu sehen).

Disharmonic OrchestraDisharmonic Orchestra – „Fear Of Angst“ erscheint über die Band am 31. Oktober und passt supergut zu Helmets „abgehacktem Stakkato-Riffing und ureigenen Groove“. Es ist das fünfte Album der Kärntner – und sie waren neben Pungent Stench, Miasma, Disastrous Murmur, Belphegor und all den anderen schon immer die vertraktesten Frickler unter den heimischen Todmetallern. Gerade „Expositionsprophylaxe“ war jedoch Welt, die neue Scheibe ist a bisserl sperrig.

Anaal NathrakhAnaal Nathrakh – „The Whole Of The Law“ erscheint am 28. Oktober via Metal Blade und stellt neben Meshuggahs „The Violent Sleep Of Reason“ eines der brachialsten Endzeitprodukte dieses Jahres dar. Es gibt aktuell kaum etwas Radikaleres als das, was Mick Kenney und Dave Hunt (ex-Benediction) in ihrem apokalyptischen Wahn auf ihrem neunten Album kredenzen. Neben „We Will Fucking Kill You“ und „Hold Your Children Close And Pray For Oblivion“ sei vor allem das Iron Maiden-Cover „Powerslave“ hervorgehoben. Bist du …!

600148Ulcerate – „Shrines Of Paralysis“ erscheint am 28. Oktober über Relapse Records und ist das fünfte Album der viel gelobten Neuseeländer. Aus technischer Perspektive ist das alles andere als „down under“, sondern auf Weltklasseniveau – und das über sieben überlange Songs hinweg: Highspeed-Riffing, Blast Beats, grabestiefe Doom-Passagen und atmosphärische Einsprengsel. Konvention sucht man bei diesen Prügelknaben vergeblich, ebenso Verschnaufpausen.

UrfaustUrfaust – „Empty Space Meditation“ erscheint am 28. Oktober auf Van Records. Auch hierauf zeichnen die Niederländer für düster-hypnotische Traumwelten (die anderen sagen: „Geräusche mit merkwürdigem Gesang“) verantwortlich, die jedoch als stimmungsvolles „Ritual“, das als „Konzert“ getarnt wird, immer besser kommen (z.B. im Februar mit der besten Schweizer Band nach Celtic Frost, Schammasch in Wien). Aber auch für die Couch ist Urfaust ein burzumeskes, famoses Album gelungen – roher, direkter als zuletzt.

DjevelDjevel – „Norske Ritualer“ erscheint am 28. Oktober via Aftermath Music, ein traditionelles Black-Metal-Album, das man eigentlich nur auf Tape im Wald im Schnee hören kann. Nachts. Wem diese Band unbekannt ist, dem sei gesagt: An der Spitze steht mit Erlend Hjelvik der Sänger von den euligen Kvelertak, in seinem Zirkel lärmen (ex-)Mitglieder von Koldbrann, Furze, Urgehal, Endstille, Gehenna, Aura Noir, Enslaved, Gorgoroth und und und. Kauft euch gleich alle vier Alben. Unbedingt. Norsk! Rah!

DerangedDeranged – „Struck By A Murderous Siege“ erscheint am 28. Oktober auf Agonia Records und ist nach fünf viel zu langen Jahren endlich das neue und neunte Studioalbum der Schweden, die spätestens 1998 mit „High On Blood“ dem Death Metal auf ein neues Härtelevel verholfen und – aktuell innenpolitisch interessant – mit „God Is Dead“ (auf „Plainfield Cemetery“, 2002) eine wahre Übernummer schrieben. Sie sind zwar heute etwas vorhersehbar, aber immer noch die beste Alternative für diejenigen, die den Stil von Cannibal Corpses „The Bleeding“ schmerzlich missen.

Und ein kleiner Hinweis am Rande: Wer sich Ende der Achtziger noch nicht „None Shall Defy“, das sensationelle Debüt der kanadischen Thrash-Heroen Infernäl Mäjesty (damals: Roadrunner Records) zugelegt hat, darf dies nun mit der Reissue auf High Roller Records umgehend nachholen, sonst regnet’s Gnackwatschen – und zwar von Jaymz, Larz, Krk und Rob!

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