Metallica veröffentlichen neuen Song “Hardwire”

Unglaublich aber wahr: Ohne Vorankündigung veröffentlichen Metallica den ersten Song ihres neuen Albums, das Titelstück “Hardwired”.

Metallica Hardwired

Keine Vorankündigung, keine Vorwarnung, kein Countdown auf der Website seit Wochen – einfach nur auf die Fresse: Metallica – die größte Metal-Band der Welt – sind seit jeher dafür bekannt, ihren eigenen Weg zu gehen und nicht immer das zu tun, was man von ihnen erwartet. Anfangs sorgten sie mit ihrer beinahe an Punk grenzenden Geschwindigkeit in der Metalszene für verwirrtes Kopfschütteln (“Kill ’em All”, 1983), schließlich verwirrten sie mit einer Ballade (“Fade to Black” auf “Ride the Lightning”, 1984). Sie verweigerten sich lange Zeit – bis zu “Justice for All” (1988) – Musikvideos, lehnten es ab, ihre Songs fürs Radio zu verknappen. Mit “Metallica” (1991) stießen sie in den Kommerz vor, bevor der Doppelnachfolger “Load” und “Reload” (1996 und 1997) für einen Aufschrei sorgte: Bluestöne! Kurze Haare! Kajal! Pfui deibel! Tja, und selbst als man vermeintlich “zurück zu den Wurzeln” ging, geriet das Produkt – “St. Anger” (2003) – alles andere als erhofft, Lars Ulrich spielte offenbar mit Großmuttis Kochtöpfen. Nicht zu vergessen auch das – gelinde formuliert – schräge Projekt mit Lou Reed, das anstatt mit “Lulu” (2011) eigentlich wohl eher mit einem anderen Ausscheidungsprodukt betitelt werden hätte sollen, aber gut: das hätte weniger intellektuell gewirkt. Sie verklagten Napster und pochten auf künstlerisches Eigentum, lange bevor es “in” war, dies zu tun. Sie verpulverten Millionen für ihren Konzertfilm “Through the Never” – und zwar genau dann, als eigentlich alle anderen den Gürtel etwas enger schnallen mussten. Man sieht: Metallica handeln nicht unbedingt nach Lehrbuch und rotem Faden.

Aber lassen wir die lange Rede mit kurzem Sinn: Soeben haben Metallica scheinbar spontan, aus einer Laune der Lust heraus, nicht nur das Veröffentlichungsdatum ihres 11. Studioalbums bekannt gegeben, sondern auch gleich das Cover (das stark von Crowbar inspiriert zu sein scheint …) und seinen Titel, der da “Hardwired… To Self-Destruct” sein wird. Das neue Album von Metallica wird am 18. November, dem 54. Geburtstag von Gitarrist Kirk Hammett, via Universal Music veröffentlicht werden – und es wird sogar ein Doppelalbum! Metallica gibt zu Protokoll:

It really does exist! We know it’s been a long time coming, but today we proudly introduce you to , the long awaited next Metallica studio album that is the follow-up to ‘Death Magnetic’! Two discs, nearly 80 minutes of music is coming your way on November 18, 2016… yes, THIS YEAR!

Hardwired… represents the next phase of our journey as Metallica and we are so excited to share it with you.

Produced by Greg Fidelman, along with James and Lars, this is our 11th studio album and is available for pre-order in a variety of configurations including 12 songs on a double CD, vinyl, digital download, as well as a deluxe version with the riffs that were the origins of the album. Everyone who pre-orders the album through Metallica.com will receive an instant download of the song ‘Hardwired’

Auch die Tracklist steht bereits:

Disc One
01. Hardwired 02. Atlas, Rise! 03. Now That We’re Dead 04. Moth Into Flame 05. Am I Savage? 06. Halo On Fire

Disc Two
01. Confusion 02. Dream No More 03. ManUNkind 04. Here Comes Revenge 05. Murder One 06. Spit Out The Bone

Disc Three (Deluxe Edition Only)
01. Lords Of Summer 02. Riff Charge 03. N.W.O.B.H.M. A.T.M. 04. Tin Shot 05. Plow 06. Sawblade 07. RIP 08. Lima 09. 91 10. MTO 11. RL72 12. Frankenstein 13. CHI 14. X Dust

Und als wäre dies noch nicht genug, es gibt bereits einen vollen Track, das Titelstück “Hardwired”, vorab zu hören. Es ist dies der erste neue Metallica-Song seit acht Jahren, als sie ihren Letztling “Death Magnetic” veröffentlichten – die Besetzung steht nach wie vor: James Hetfield (g/v), Lars Ulrich (dr), Kirk Hammett (g) und Robert Trujillo (b). Im Sinnestaumel der manischen Lust reüssieren wir nach dem vierten Durchlauf: Es ist kurz – der zweitkürzeste Song der Bandgeschichte nach “Motorbreath” -, knackig, prägnant, hektisch, hemmungslos, gelöst und voll auf die Zwölf – so nahe waren sie, in ihrem stolzen Alter Anfang 50, dem grandiosen “Dyers Eve” schon lange nicht mehr. Was aber nicht für das ganze Album gelten muss – es soll das “abwechslungsreichste” der Bandgeschichte werden – hoffentlich lassen sie zumindest DubStep, Dancehall und Schlager links liegen …

Ich entschuldige mich hiermit in aller Förmlichkeit bei meinen Nachbarn, die kurz nach 22 Uhr Metallica hören müssen – ob sie wollen, oder auch nicht.

Metallica – METAL UP YOUR ASS!

 

https://www.youtube.com/watch?v=uhBHL3v4d3I

 

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