MGMT – weniger Paranoid auf Tour

Hits wie Kids und Time To Pretend  kann jedes Kind mitgrölen. Nach dem letzten Album Congratulations ist es aber still um die New Yorker Band mit dem Psychodelic-RockSound geworden. Im September erschien das neue Album MGMT. Zu erwarten ist das Unerwartete.

Eigentlich hätten sie schon fast aufgegeben, dann ein Anruf. „Wir haben ein Demo von euch gehört und interessieren uns für eure Musik“, soll da eine Stimme gesagt haben. An der anderen Leitung: Starproduzent Rick Rubin von Columbia Records, der bereits Legenden wie Johnny Cash, Größen wie Metallica und die Beastie Boys unter Vertrag genommen hatte. Ja, den sollte man als Newcomer-Band kennen. Und plötzlich kannte er MGMT. Oder besser gesagt „The Management“. So nannten sich die zwei New Yorker Andrew Van Wyngarden und Ben Goldwasser nämlich, bevor tausende Fans ihre Ohrwürmer rauf und runter hörten. Zuerst dachte das Duo, da würde sich jemand gewaltig über sie lustig machen. Falsch gedacht – 2007 gab’s schon das Album Oracular Spectacular am Markt. Erstmals mit neuem Namen MGMT. Dann wurde fleißig getourt: Unter anderem war die Band mit Beck, Bruce Springsteen oder Radiohead on Stage.

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Schwupti Wup – und schon waren die zwei Lockenköpfe im Starhimmel angekommen. Und lebten den American Dream des neuen Jahrtausends: „Let’s make some music, make some money, find some models for wives,” heißt’s in der Hit-Single Time To Prentend und trifft genau auf diese Zeit. Yeah! Yeah! Yeah!

Dabei hätte alles ja so unschuldig angefangen. Und zwar: auf der Uni in Connecticut. Dort haben sich Van Wyngarden und Goldwasser als Studenten des hochexotischen Studiums der „Experimentellen Musik“ kennengelernt. Tja, eigentlich wollten sie ja nur „mal gemeinsam abhängen.“ 2005 nahmen die frisch gebackenen Absolventen dann ihr erstes Album Climbing To New Lows auf. Nach dem Erfolg von Oracular Spectacular wurde MGMT dann in „New Heights“ katapultiert. Und das mit dem 2010 erschienenen Album Congratulations. In Großbritannien erreichten die Jungs Platz vier, in den USA sogar Platz zwei. Außerdem wurde Congratulations bei den NME Award 2011 als „Best Album Artwork“ nominiert. Gratulation! Seither hüpfen wir und halten die Arme schreiend in die Höhe, wenn wir zu Singles, wie Time To Pretend in Clubs abtanzen oder pfeifen zumindest mit, wenn in einem Film Kids läuft. Eher das Alt-Bekannte, weniger das Neue hat man von MGMT gehört.

Jetzt ist es so weit, im September erschien das neue Album MGMT. Auch ein neuer Sound? Zumindest ein wenig ruhiger und „weniger verzweifelt, nervös und paranoid als Congratulations.“ Jetzt würde sich MGMT als Band viel wohler fühlen, als vor drei Jahren. „Schuld“ ist die intensive Tour-Zeit zwischen 2008 und 2010, in der es nur wenig Ruhepausen gab. Jetzt wird’s ein bisschen weniger hektisch. „Wir wollten ein Album machen, in das man richtig versinken kann“, erklärt Van Wyngarden. Zehn brandneue Tracks finden sich auf der CD. Darunter zum Beispiel Alien Days, Mystery Disease und Your Life Is A Lie. Ein Highlight ist sicher ein Cover des Songs Introspection von Faine Jade, ein Altgestein aus den 60ern. Fans dürfen das Unerwartete erwarten. Denn eines möchte MGMT bleiben: offen für allerlei Musik-Experimente.

Abgeräumt:

  • Gramy 2009 in der Kategorie „Best Remixed Recording, Non-Classical“ für Electric Feel (Justice remix)
  • NME Award 2008 in den Kategorien „Best Breakthrough Track“ und „Best Track“ für Time To Pretend
  • NME Award 2009 in den Kategorien „Best Album of 2008“ und „Best New Band“ für Oracular Spectacular

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